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RE: Mein weg zu einem normalen Leben - weg.davon - 21.05.2015

(21.05.2015, 13:36)kiju schrieb: Hast du einen Weg-Filter auf deinem PC installiert? der hilft sehr!

Hi! Nein, ich habe keinen Webfilter. Der Punkt ist der, dass ich sowas auf dem nicht auf dem iPad installieren kann. Außerdem haben Webfilter den Nachteil, dass sie unter Umständen auch was rausfiltern, was eigentlich nicht verfänglich ist. Und wenn meiner Frau auffällt, dass ich Filter einsetze, dann stellt sie womöglich unangenehme Fragen. Was ich aber mal versuchen werde: ich werde auf meinem Mac ein Admin-Profil anlegen und meinen Account mit einer Kindersicherung einrichten. Da habe ich die Möglichkeit nur bestimmte Websites zu sperren. Mal sehen, wie das funktioniert. Ich werde berichten.

Aber nun zu meinem täglichen Bericht:
Gestern Abend schrieb ich ja, dass alle sehr gut gelaufen ist. Kurz danach bekam ich einen ziemlich herben Anflug von Schwäche. In der Vergangenheit kam es recht häufig dazu, dass ich wach im Bett lag und nicht einschlafen konnte. Erst nachdem ich masturbiert habe, war ich nach ein paar Minuten im Land der Träume. Und gestern war wieder so ein Abend. Ich hatte einen unglaublichen Druck und es hat mich enorm viel Kraft gekostet. Ein paar Mal habe ich mich im Bett aufgesetzt und mir ganz oft gesagt: "Ich will das nicht, ich das nicht!" Irgendwann bin ich dann einfach vor Erschöpfung eingeschlafen. Aber hey, ich habe es geschafft!

Tag 7
Leute, auch diesen Tag habe ich erfolgreich hinter mich gebracht. Und ich hatte so große Angst davor, weil ich frei hatte und eigentlich eine ganze Zeit allein sein sollte. Aber ich bin diesem Tag mehr oder weniger aus dem Weg gegangen. Nachdem ich meinen Vater von der OP abgeholt und nach Hause gebracht habe, habe ich beschlossen, wieder nach Hause zu laufen. Das waren locker 8 km. Bei strahlendem Sonnenschein, durch die gelb blühenden Rapsfelder. Das waren tolle Reize, denen ich mich ausgesetzt habe. Als ich zu Hause ankam, war meine Frau schon zu Hause und es konnte eigentlich nichts mehr schief gehen.

Und jetzt habe ich die erste Woche voll und ein klein wenig stolz auf mich. Ab Mittwoch bin ich dann im Urlaub. Bei Freunden. Da ist die Gefahr auch sehr stark gebannt. Wenn ich also in die neue Woche gehe, bin ich sehr guter Dinge! Ich packe das! Smile


RE: Mein weg zu einem normalen Leben - kiju - 21.05.2015

Schon eine Woche. Da kannst echt stolz sein, besonders bei den beschriebenen Herausforderungen! Aber nicht übermütig werden Wink auch nicht in und besonders nach den Ferien!

Sag mal. hast du immer eher mühe am Abend runter zu fahren? falls ja, solltest du das mal genauer ansehen.


RE: Mein weg zu einem normalen Leben - weg.davon - 21.05.2015

(21.05.2015, 23:21)kiju schrieb: Sag mal. hast du immer eher mühe am Abend runter zu fahren? falls ja, solltest du das mal genauer ansehen.

Hm, eigentlich nicht. Normalerweise schlafe ich recht schnell ein und auch die ganze Nacht durch. Abends mache ich nicht mehr viel. Sitze eher vorm Rechner oder auf der Couch. Anstrengendes mache ich nicht.

Ich habe eher das Problem, dass mein Hirn immer und ständig auf Hochtouren läuft. Eine Idee ist noch nicht zu Ende gedacht, kommen zwei neue. Also rein körperlich bin ich zwar ein Ruhepol, aber im Kopf spielt sich viel zu viel ab für einen Menschen. Wink

Und keine Angst, ich werde nicht leichtsinnig. Damit habe ich mehr als genug Erfahrung, wenn man mein, unbesiegbar zu sein.


RE: Mein weg zu einem normalen Leben - cancer - 22.05.2015

GRATULATION!

Ich wünsche dir alles Gute zur ersten Woche.

Das Einschlafproblem kenne ich zur Genüge.
Wenn du willst kann ich dir gerne ein paar Tipps dazu geben, die mir sehr geholfen haben.
Zum Anfang (auch wenn es jetzt schon eine Woche ist) spielt sicherlich der Druckausgleich eine große Rolle und eingefahrene Muster müssen erst noch durchbrochen werden aber auch das legt sich bald.

Da ich gleich arbeiten muss, habe ich keine Zeit mehr. Ich melde mich aber demnächst.


RE: Mein weg zu einem normalen Leben - weg.davon - 22.05.2015

(22.05.2015, 04:42)cancer schrieb: Wenn du willst kann ich dir gerne ein paar Tipps dazu geben, die mir sehr geholfen haben.
Zum Anfang (auch wenn es jetzt schon eine Woche ist) spielt sicherlich der Druckausgleich eine große Rolle und eingefahrene Muster müssen erst noch durchbrochen werden aber auch das legt sich bald.

Da ich gleich arbeiten muss, habe ich keine Zeit mehr. Ich melde mich aber demnächst.

Das wäre klasse! Denn das gleiche Problem hatte ich gestern Abend wieder. Dieser Druck ist echt fies! Ich bin wieder standhaft geblieben, dennoch wäre eine gute Strategie gar nicht schlecht!

Bis denn!


RE: Mein weg zu einem normalen Leben - cancer - 22.05.2015

@weg.davon

Ich habe ein paar allgemeine Tipps zum Wiedererwerb der Schlaffähigkeit in der Rubrik "Reeboot und Neustart" gepostet,
da ich denke, dass Andere damit auch Probleme haben könnten und Alle etwas davon haben.

Schau mal rein. Mir hats geholfen.

Viele Grüße und einen gesunden Schlaf!


RE: Mein weg zu einem normalen Leben - weg.davon - 22.05.2015

Tag 8
Ich habe ihn hinter mich gebracht. Ohne große Vorkommnisse. Ich habe ja bereits erwähnt, dass ich die letzten Abende ein wenig zu kämpfen hatte, weil der Druck recht groß war. Was ja auch dafür gesorgt hat, dass ich schlecht einschlafen konnte. Der Druck ließ mich heute morgen auf dem Weg zur Arbeit nicht los. Ich habe mich versucht, mit Lesen abzulenken, habe es vermieden, irgendeine Frau anzugucken. Zu groß war die Angst, dass es in meinem rund ging. Und es hat dann doch irgendwie funktioniert. Als ich dann mit der Arbeit angefangen habe, war alles wieder verflogen.

Aber ein weiterer Tag auf meiner Liste, und ich kann gar nicht sagen, wie gut es sich anfühlt, das geschafft zu haben. Trotz dieser latenten Versagensangst und auch ein wenig Sehnsucht nach dem Schrott. Es ist wirklich ein beschissenes Gefühl!


RE: Mein weg zu einem normalen Leben - weg.davon - 24.05.2015

Tage 9 und 10

Ich habe meiner Trophäenwand zwei Medaillen hinzugefügt - zwei weitere Tage, an denen ich standhaft geblieben bin. Zugegeben, es ist nach wie vor nicht leicht für mich. Ich verspüre immer wieder zwischendurch den Drang dazu, mir Pornos anzusehen, bzw. mich zu befriedigen. Besonders Abends wird es schlimm. Und wenn ich gerade am Computer sitze und irgendetwas anderes mache, geistert mir die Versuchung im Kopf herum und lässt mich hier und da leicht zittern. Aber ich habe es geschafft! Der Wunsch, endlich davon loszukommen ist einfach zu groß.

Die nächsten beiden Tage werden wieder etwas härter als die letzten beiden. Samstag und Sonntag war ich unter Menschen, da hätte sich keine Gelegenheit für mich geboten. Und mein iPad-Badezimmer-Verbot funktioniert ganz gut. Aber die beiden kommenden Tage werde ich wieder Zeiten haben, an denen ich allein zu Hause bin. Die Versuchung ist dann besonders groß. Vielleicht kann ich das umschiffen, indem ich mich auf den Weg ins Fitnessstudio mache. Mal sehen, wie ich das hinbekomme.

Apropos Nebenwirkungen: Ich werde immer wieder mit der Nase darauf gestoßen, wie kaputt mein Denken bezüglich Frauen ist. Es ist nicht nur, dass ich mich wirklich dazu zwingen muss, nicht zu versuchen, irgendwie einen Blick zu erhaschen, der mir nicht zusteht. Also ich am Wochenende in so einem Klamotten-Outlet-Dorf war (und das ist mir echt unangenehm, sowas hier zu schreiben), da war es eine sexy angezogene Schaufensterpuppe, die mich angemacht hat. Als mir das in dem Moment bewusst wurde, hätte ich vor mir selbst im Boden versinken können. Ich bin fast der Meinung, dass die 90 Tage für mich nicht reichen.

Aber auch das bekomme ich irgendwie hin.


RE: Mein weg zu einem normalen Leben - kiju - 25.05.2015

(21.05.2015, 23:50)weg.davon schrieb:
(21.05.2015, 23:21)kiju schrieb: Sag mal. hast du immer eher mühe am Abend runter zu fahren? falls ja, solltest du das mal genauer ansehen.

Hm, eigentlich nicht. Normalerweise schlafe ich recht schnell ein und auch die ganze Nacht durch. Abends mache ich nicht mehr viel. Sitze eher vorm Rechner oder auf der Couch. Anstrengendes mache ich nicht.

Ich habe eher das Problem, dass mein Hirn immer und ständig auf Hochtouren läuft. Eine Idee ist noch nicht zu Ende gedacht, kommen zwei neue. Also rein körperlich bin ich zwar ein Ruhepol, aber im Kopf spielt sich viel zu viel ab für einen Menschen. Wink

Und keine Angst, ich werde nicht leichtsinnig. Damit habe ich mehr als genug Erfahrung, wenn man mein, unbesiegbar zu sein.

Mit dem Runterfahren meinte ich eigentlich die Aktivität des Gehirns.
Wir haben in unserer Gesellschaft das Problem, dass wir täglich viel zu viele Reize aufnehmen. Mehr als unser Hirn eigentlich verarbeiten kann. Gerade der TV, der PC und das Smartphone überhäufen uns mit Reizen. Wir lassen unserem Gehirn zu wenig Zeit zum erholen. Das zeigt sich daran, dass unser Hirn wie beschreibst ständig auf Hochtouren läuft. Es kommt nicht mehr nach mit allem verarbeiten. Ein Problem dabei ist, dass es anstrengend ist, wenn das Gehirn ständig auf Hochtouren läuft. Deshalb versucht man sich abzulänken und sitzt z.b. vor den TV. Das Hirn stoppt dabei mit dem Verarbeiten und es wirkt erträglicher. In wirklichkeit, füllt man es aber nur mit neuen Reizen. Wir müssen jedoch unserem Hirn mehr ruhe geben. Ruhe heisst, einfach mal nichts tun. Weder TV, noch lesen, noch am PC hocken.
Natürlich gibt es da auch Unterschiede bei verschiedenen Personen. Jenachdem wie stark man Reize aufnimmt.


RE: Mein weg zu einem normalen Leben - weg.davon - 25.05.2015

(25.05.2015, 21:41)kiju schrieb: Ruhe heisst, einfach mal nichts tun. Weder TV, noch lesen, noch am PC hocken.
Natürlich gibt es da auch Unterschiede bei verschiedenen Personen. Jenachdem wie stark man Reize aufnimmt.

Hallo kiju!

Ja, mit dieser Aussage hast Du Recht. Mit hat jemand auch mal empfohlen, ein wenig mit dem Meditieren anzufangen. Also einfach mal dasitzen, den Kopf frei machen und mal an nichts denken, über nichts nachdenken und sich so einfach mal erden. Vielleicht ist das mal ein sinnvoller Weg. Aber am Ende auch eine Sache, die man lernen muss. Wenn ich jetzt an dieser einer Sache zu tun habe, gleich die nächste Baustelle aufzumachen - ich glaube, das wäre mir im Moment einfach zu viel.

Tag 11
Meine Fresse, ist das hart! Ich kann die gar nicht zählen, wie oft ich heute gerne das Handtuch geschmissen hätte. Gut, heute Abend. Den Tag über war ich gut abgelenkt, den ganzen Tag an der frischen Luft. Nachdem ich zu Hause war, etwas zur Ruhe kam, ging es los. Der Druck ist immer stärker geworden. Mehrmals war ich kurz davor, mit meinem iPad im Badezimmer zu verschwinden. Ich habe dann tief durchgeatmet, bin durch irgendeinen Raum gelaufen und habe mich dann wieder auf die Couch zu meiner Frau gesetzt. Aber es macht mich fertig!

Ich hoffe zwar immer wieder auf echten Sex, aber das ist ja in den letzten Monaten/Jahren etwas eingeschlafen. Und da ich erst letzte Woche erst dazu gekommen bin, wird das jetzt wohl nichts werden. Vielleicht am Ende der Woche. Das muss sich erstmal wieder einspielen. Ich arbeite dran.

Aber es fällt mir gerade richtig schwer, konsequent zu bleiben. Immer wieder redet man sich ein: "Hey, Du bist anderthalb Wochen standhaft geblieben, jetzt kann man sich ja mal belohnen." Oder: "Diese lächerlichen zehn Tage holst du dir wieder ganz schnell rein. Und beim nächsten Mal hält du es dann länger aus." Ich weiß, dass ist Bullshit, aber man betrügt sich ja immer gerne selber.

Ich bin heute bis auf diesen Moment abstinent geblieben und werde diesen Tag hoffentlich unbeschadet überstehen. Ich kämpfe und versuche mir immer wieder vor Augen zu halten, was für einer Scheiße ich da zum Opfer gefallen bin und was es mir bringt, standhaft zu bleiben. Wünscht mir Glück! Und morgen ist dann ein neuer Tag.