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Erster Anlauf - Tag 10
Das hoert sich super an. Man sollte das Leben auch geniessen und nicht nur verzichten und kaempfen, denn das gibt einem Kraft.
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Gestern war ich im Kino und hab mir den Film "Der Marsianer" angeschaut.

Mich begeistern einige Punkte, die ich mir für mein Leben als Vorbild nehmen möchte, besonders auch im Hinblick auf das Überwinden der Sucht: 
(Achtung: Wer den Film noch sehen möchte, sollte nachfolgenden Text besser erst danach lesen. Ich verrate nicht, wie es ausgeht, beziehe mich aber auf den Inhalt)

  • Es beginnt mit einer Entscheidung!
    Mark ist ganz alleine auf dem Mars zurückgeblieben. Der Tod scheint unausweichlich. Er könnte jetzt resignieren und sich einen runter holen bis er tot ist. Tut er aber nicht. Er beschließt zu kämpfen und trifft ganz am Anfang für sich eine wichtige Entscheidung: "Ich werde hier nicht sterben."
  • Mach den Schritt, den du machen kannst!
    Mark beginnt zu probieren. Er zerlegt das große Problem in viele kleine Herausforderungen. Und macht immer den Schritt, den er machen kann. Dadurch ergeben sich nach und nach neue Optionen und Möglichkeiten.
  • Improvisieren!
    Er arbeitet mit dem, was er hat. Seine schärfste Waffe: sein Verstand. Er tut das, was im Normalfall verboten ist, überschreitet Grenzen und hat Erfolg.
  • Niemals aufgeben!
    Immer wieder gibt es Rückschläge. Mark nimmt es mit Humor und macht dann weiter. Aus jedem Fehler lernt er.
  • Hilfe annehmen und kommunizieren!
    Es gelingt ihm, Kontakt mit der Erde aufzunehmen und seine Probleme zu kommunizieren. Kommunikation ist am Anfang schwierig, verbessert sich aber nach und nach. Seine einzige Hoffnung sind andere Menschen, die ihn unterstützen. Selbst seine Fähigkeiten und sein Überlebenswille können ihn ohne Hilfe von außen nicht retten.
  • Stehe zu dir selbst!
    Mark bleibt immer er selbst. Ein Mensch mit Gefühlen, Höhen und Tiefen. Er flucht, leidet, hört Musik und jubelt, wenn etwas gelingt.
  • Teile deine Erfahrungen!
    Mark dokumentiert jeden seiner Schritte. Er möchte das, was er gelernt hat, weitergeben.
  • Geduld!
    Es dauert lange und ist schwer. Obwohl die Aussichten schlecht sind, verfolgt er beharrlich sein Ziel. Ob er am Ende belohnt wird, sieht man im Film.
  • (Mach aus deiner Sch... etwas neues!)
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Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch. (Ez 36,26)

Feb-Aug 2017: 211 durchgehend pornofreie Tage
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Tag 23

Es geht mir ziemlich gut. Ich bin schwer verkühlt,  kann kaum durch die Nase atmen und huste durch die Gegend. Ich bin auch nicht so schnell wie sonst, weder im Kopf noch in den Beinen. Und das Wetter ist auch voll kalt und regnerisch. Aber es geht mir gut! Mir scheint, ich lache wieder mehr und bin ausgelassener, wenn ich Freunde treffe. Ja, das Leben bekommt wieder Geschmack. Ich bin dankbar. Langsam weicht die Dunkelheit von mir.
Schönen Abend euch da draußen!
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Gute Besserung!
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(13.10.2015, 22:14)hans1975 schrieb: Gute Besserung!

Danke Hans! Abwarten, Tee trinken und Äpfel essen, dann wird das schon wieder...
Heute war ein richtiger Regentag. An Radfahren nicht zu denken. Busfahren? Nein, ich gehe oder vielmehr schreite zur Arbeit. Wie ein König in sein Schloss. Eigentlich hetze ich sonst immer von A nach B. Aber diesmal habe ich das Gehen wirklich genossen. Ich fühle mich wohl in meiner Haut. Immer öfter und immer länger. Ja, daran kann ich mich echt gewöhnen...

Tag 24 neigt sich dem Ende zu. Porn reizt mich nicht, aber ich bin wieder etwas geladener... Ich muss acht geben.
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Feb-Aug 2017: 211 durchgehend pornofreie Tage
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Hallo Eleasar.

Ich kenne das Gefühl genussvoll zu gehen. Du bist von dir überzeugt. Du schaust dich um ob dich irgend jemand beobachtet, aber erwartungsvoll nicht ängstlich. Wo man zuvor hingehastet ist wird jetzt selbstbewusst hingeschlendert. Kann man das schon als angeben betrachten? Man könnte meinen. Jedoch ist es einfach ein Gefühl des mit sich selber zufriedenseins. Sich selber zu fühlen und sich dabei wohl zu fühlen. Das könnte ein Dauerzustand sein. Smile

An der Art wie du schreibst merkt man das es dir gut geht. Das freut mich sehr für dich. Genieße die Früchte deines bisjetzigen Reboots und nutze sie als Motivation für deinen weiteren Weg.
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Entschleunigung ist wichtig im Leben. In der Ruhe liegt die Kraft und Entschleunigung strahlt Kraft und Selbstbewusstsein aus. Der Reboot macht einen stärker und man wird ein Fels in der Brandung. Ein guter Fortschritt in der Entwicklung, sich nicht mehr hetzen zu lassen und sein Leben und seine Zeit selbst in die Hand nehmen. Wir müssen uns jeden Tag bewusst machen, dass die Lebenszeit begrenzt ist und alles vergänglich ist. Kennt ihr das Gefühl, dass je älter ihr werdet, die Zeit scheinbar schneller vergeht? Das kommt daher, weil wir alles zur Gewohnheit werden lassen und nur noch unterbewusst / unbewusst machen. Wir glauben, schon alles gesehen zu haben und alles zu wissen. Eine Rückkehr ins Bewusste / Selbstbewusstsein, wirkt diesem entgegen. Wir lassen uns mehr Zeit und die Zeit scheint wieder langsamer zu vergehen. Wir nehmen uns und unsere Umwelt wieder mehr wahr und sind neugieriger auf das Leben. Die Farben werden wieder farbiger, die Gerüche und Sinneseindrücke wieder intensiver. Das Leben wird schöner und erfüllter. Lasst euch im Leben nicht hetzen, für kein Geld der Welt, denn das ist es nicht wert.
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Hallo Christian und Tobias, danke für eure Antworten und die Motivation! Es ist schön, wenn es vorwärts geht.

Heute möchte ich über meinen Schatz schreiben. Ich habe bei maxklinger schon einen Eintrag mit ähnlichem Inhalt hinterlassen und möchte es hier noch einmal ausführlicher nachtragen.


MEIN SCHATZ (frei nach "Herr der Ringe")

Ich hatte einmal einen Schatz. Es war "mein Schatz". Er hat mich begleitet und vergiftet, 19 Jahre lang.
Mein Schatz waren Bilder von nackten Frauen und Pornografie.

Zuerst war mein Schatz in Zeitschriften unter der Couch, später auf Disketten, am Computer,
schließlich ständig verfügbar im Internet. Ich hatte ihn unter Kontrolle. Oder er mich.
Er hat auf mich aufgepasst und mir geholfen, wenn es mir schlecht ging und ich einsam war
oder mich ungerecht behandelt fühlte. Er hat mich auch beschützt. Ich konnte mich quasi unsichtbar machen
und musste mich nicht mehr mit echten Menschen herumschlagen, sondern konnte meine Zeit allein mit meinem Schatz
verbringen. Stundenlang, immer und immer wieder...

Erst spät habe ich bemerkt, wie er mich verwandelt. Mich immer gleichgültiger, antriebsloser und kälter gemacht,
meine Ängste und Depressionen verstärkt hat. Und mir letztlich meine Selbstachtung genommen hat.
Bis ich nur noch ein Schatten meiner selbst war.

[Bild: Young_smeagol.jpg]

Seit 4 Monaten bin ich dabei, meinen Schatz endlich ganz loszulassen. Ich habe etwas entdeckt: Es ist gar kein Schatz!
Sondern nur ein Zerrbild der Wirklichkeit, mit dem eine ganze Industrie ihr Geld verdient. Auf Kosten aller Beteiligten.

Ohne Schatz zu leben ist ungewohnt und kann anfangs Angst machen. Aber die Freiheit, Stärke und Würde,
die ich dadurch gewinne, sind unvergleichlich. Ich arbeite an meinen Verletzungen und es werden Narben bleiben,
mit denen ich zu leben lerne. Und wenn ich wieder gesund bin, werde ich der Einladung folgen und hinausfahren in ein neues starkes Leben.

[Bild: 5ca204f0.jpg]

Vielleicht kannst du eines Tages deinen Schatz auch ins Feuer werfen. Und diese echte tiefe Freiheit erleben. Ich wünsche es dir!
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Genial!
[Bild: nfc.php?da=nu&nfc=5486]
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Danke gringo, jdpsy und Tiganti für eure Kommentare! Ich liebe große Geschichten, weil sie auch viel über unser eigenes Leben aussagen. Der Vergleich mit dem Schatz hat sich einfach aufgedrängt.

Tag 27
Bald habe ich das erste Drittel voll. Hätte mir früher nie gedacht, im Hardmode soweit zu kommen. In meinen Träumen kommen wieder mehr Frauen aus dem echten Leben in erotischen Situationen vor. Vielleicht ein Zeichen, dass sich das Gehirn langsam umstellt.

Was gibt es neues?
Gestern war ich auf einer kleinen Wohnungseinweihungsfeier, bei der ich nur meinen Freund, der mich eingeladen hat, kannte. Die anderen vier Gäste waren für mich Fremde. Für mich eine seltene und herausfordernde Situation. Noch dazu waren zwei von ihnen Psychologinnen, wie sich herausgestellt hat. Wink Jedenfalls ist alles gut verlaufen. Ich konnte mich rasch in ein Kennenlern-Gespräch mit den Leuten einbringen und habe auch einiges von mir erzählt und war humorvoll. Mich erstaunt immer wieder die Selbstverständlichkeit, mit der andere Menschen sie selbst sind. Für mich ist das immer noch nicht so normal. Wohl noch ein Rucksack aus der Kindheit. Ich hinterfrage mich des öfteren und Selbstsicherheit muss ich mir immer wieder neu erobern. Auf jeden Fall war es gut, dass ich ohne zu zögern hingegangen bin und dass ich so gut ich konnte ich selbst war.

Noch ein Fortschritt: Ein entfernt befreundetes Paar hat mich um Hilfe gebeten. Anstatt gleich abzulehnen oder blind ja zu sagen und mich den anderen auszuliefern, habe ich mir Zeit genommen, überlegt, was will ich, was kann ich anbieten? Und erst dann reagiert. Und ich habe es so gestaltet, dass sie zu mir kommen und nicht ich zu ihnen. So behalte ich die Zügel in der Hand und kann ihnen gleichzeitig weiterhelfen. Für mich ein Zeichen der Weiterentwicklung. Dass ich mich selbst ernst nehme und mich nicht verstecke. Gefällt mir.

Heute war ich außerdem radfahren. War auch wieder mal gut.
Heute ist Samstag abend ich und ich bin allein zu haus und habe nichts mehr vor. Allein sein ist nicht immer leicht. Jetzt wäre ich gerne in guter Gesellschaft. Aber immer geht es nicht. Morgen werde ich dafür viel Gesellschaft haben. Zum Glück bin ich schon müde und werde bald schlafen gehen.

Wünsche euch viel Kraft und ein gutes Wochenende!
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