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Die Einsicht tut sehr weh
#1
Hallo. Es fällt mir schwer es einzugestehen aber ich bin Pornosüchtig. Vorab vllt erstmal zu meiner Person. Ich bin Phil 29 Jahre alt und komme aus der Nähe von Köln. Ich bin seit dem 20.10.15 in einer glücklichen Beziehung. Vor Ca 2 Wochen ist es zwischen meiner Freundin und mir zu einem großen Streit gekommen, weil sie mich bei der SB erwischt hat. Nur leider war das nicht das erste mal. Kurz um, meine Beziehung stand kurz vor dem Ende. Ich hab oft versucht mit dem Pornokonsum aufzuhören jedoch ist es mir bis vor zwei Wochen leider nicht gelungen. Der heftige Streit und die unzähligen Gespräche haben mir die Augen geöffnet. Ich hab gemerkt, das ich nicht nur mir schade, sondern viel mehr meiner Freundin und meiner Beziehung. Meine Sucht ging sogar soweit, das ich die Sperre die meine Freundin mir in mein Handy gemacht hat um damit besser aufhören zukommen umgehen wollte und angefangen hab die Zahlenkombination herauszufinden. Jedoch war dieser Moment schon der erste Erfolg im meinem Kampf dagegen, denn ich hab es bei dem Versuch belassen. Das Resultat meiner Sucht ist die beginnende Erektionsstörung, die nicht nur durch die Sucht kommt, sondern auch durch meine Unsicherheit wie ich mit meiner Freundin schlafe. Die ständigen Gedanken wie z.b. "Mach ich das so richtig; mag sie das; kann ich es ihr noch besorgen;" sind und waren immer präsent. Seit 2Woche bin ich jetzt frei von pornos nachdem ich wieder gemerkt habe wie schön doch der reale Sex mit meiner Freundin ist. Ich gehe jetzt nicht auf Einzelheiten ein. Aber eins kann ich verraten. Der Sex war MEGA geil.

Ich bleibe dran


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#2
Hallo und Willkommen hier im Forum Phillipp

Das Problem hast du erkannt und eingesehen. Ich finde es gut das deine Freundin mit in deinem Boot ist. Aber es kann auch schlimmer dadurch werden wenn du Rückfällig werden solltest und es ihr verheimlichst. Ich spreche da aus eigener Erfahrung. Also sprich weiterhin mit deiner Freundin besonders über Rückschläge. Ich denke das Grundvertrauen ist bei euch da sonst wärt ihr wohl nicht mehr zusammen...
Das mit dem Sex und der Unsicherheit... das wird teilweise auch auf die Pornos zurückzuführen sein. Man kann sich auch wärend des Geschlechtsverkehrs unterhalten finde ich und sich über Wünsche und Vorlieben austauschen.
Bleib weiter am Ball und vieles wird sich wohl von selbst regeln Smile

Viel Erfolg dir weiterhin!
 
LG Daniel
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#3
Hallo Phillip,

ich finde das Daniel alles wessentliche geschrieben hat. Und sei dir bewußt, dass es ein "langer Weg" sein kann um sich von dieser Sucht zu befreien. Aber jeglicher kleiner Erfolg darf dich stolz auf das Erreichte machen, denn viele schaffen es gar nicht sich davon zu lösen, geschweige denn einzusehen, dass sie ein Suchtproblem haben.

Also bleib dran und sehe es als ein lohnenswertes Ziel das zu erreichen gilt an

LG Ralf
[Bild: nfc.php?da=nu&nfc=11804]

Seit 07.09.2016 ohne Pornos (275 Tage + Countertage)
Seit 09.06.2017 "Aufräumen" (Countertage)
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#4
Hallo Daniel.
Danke für deine aufmunternde Worte.
Sex war für mich bis jetzt immer eine "ernste Angelegenheit". Ein Lacher während dem Akt war immer ein Garant dafür, dass ich mich unsicher gefühlt hab. Dies musste ich schmerzhaft lernen.
Und ja du hast Recht damit, das es bei einem Rückfall schlimm ausgehen kann. Aber mir ist das sehr ernst. Ich möchte alles tun, damit das Zusammenleben zwischen meiner Freundin und mir wieder besser wird und wir zusammen geilen Sex haben. Ich weiß das es bis dahin noch ein weiter Weg ist. Und leider muss ich gestehen, das ich es mir gestern in der Dusche selber gemacht hab jedoch ohne mir einen Porno anzuschauen. Stolz bin ich darauf nicht. Und auch wenn ich ich "Druck" abgebaut hab fühlte ich mich danach echt schlecht. Dies sollte für mich eine gute Assoziation sein aber ich mach mir auch große Vorwürfe deswegen.
Naja wie schon erwähnt. Dran bleiben.

LG


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#5
Ich habe das Gefühl, dass die Selbstbefriedigung bei dir und deiner Freundin ein sehr negatives Bild hat. Natürlich sollte die Partnerschaft nicht darunter leiden, nur weil jemand sich seine befriedigung über die Autoerotik holt. Aber dennoch kann sie ein Teil einer befriedigenden sexuellen Partnerschaft sein - besonders wenn beide ihre "Zeit für sich" finden und mit Lust ausleben können.

Du schriebst, dass der Anlass eures Streits war, das sie dich bei der Masturbation erwischt hat. Hast du dabei auch Pornos (Filme/Bilder) angeschaut?

Ich habe jahrzehntelang eine ähnliche negative Einstellung zur Selbstbefriedigung aufrecht erhalten (Erziehung und Lebensumstände). Aber heute gehe ich damit vernünftig um und finde, dass ich dadurch meine Pornosucht sehr gut bekämpfen konnte und schon seit über 10 Monaten keine Pornos mehr ansehen brauchte.

LG Ralf
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Seit 07.09.2016 ohne Pornos (275 Tage + Countertage)
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#6
Hallo Ralf,

Danke auch dir.
Ja die Erkenntnis allein war schon ein langer Weg. Immer sagt man sich "Das haben andere, aber nicht ich" und "es funktioniert doch noch alles", -letzteres dachte ich, wenn ich mir mal einen Porno angeschaut hab und danach Sex mit meiner Freundin hatte und dieser für mich ( und das schreibe ich bewusst) gut war. Jedoch hab ich lange nicht begriffen, das dass was sich als gut und evtl auch gelungen empfunden habe bei meiner Freundin nicht so ankam. Wie schon gesagt. Die Einsicht tut sehr weh. Richtig. Die Einsicht ist nur die Spitze des Eisbergs aber trotzdem sehr schmerzend. Im Moment ist es so, das ich in der Nacht arbeite. Wenn ich dann morgens nach hause komme steht meine Freundin auf und geht zur Arbeit. Und dann kommen die Gedanken an die Pornos in mir wieder hoch. Das war bis vor kurzem auch so meine Gewohnheit. Und diese Moment fallen mir verhältnismäßig schwer. Bis jetzt bin standhaft geblieben und das möchte ich auch so fortführen.
Danke für eure Unterstützung die wie ich merke auch benötige.
Und ich bitte alle die sich die Einträge hier durchlesen und kommentieren, mich auf Fehler hinzuweisen und den Finger und die Wunde zulegen. Denn nur so kann ich auch meine Denkweise ändern.
Lieben Dank
Phil


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(20.07.2017, 07:15)ralflinden schrieb: Ich habe das Gefühl, dass die Selbstbefriedigung bei dir und deiner Freundin ein sehr negatives Bild hat. Natürlich sollte die Partnerschaft nicht darunter leiden, nur weil jemand sich seine befriedigung über die Autoerotik holt. Aber dennoch kann sie ein Teil einer befriedigenden sexuellen Partnerschaft sein - besonders wenn beide ihre "Zeit für sich" finden und mit Lust ausleben können.

Du schriebst, dass der Anlass eures Streits war, das sie dich bei der Masturbation erwischt hat. Hast du dabei auch Pornos (Filme/Bilder) angeschaut?

Ich habe jahrzehntelang eine ähnliche negative Einstellung zur Selbstbefriedigung aufrecht erhalten (Erziehung und Lebensumstände). Aber heute gehe ich damit vernünftig um und finde, dass ich dadurch meine Pornosucht sehr gut bekämpfen konnte und schon seit über 10 Monaten keine Pornos mehr ansehen brauchte.

LG Ralf


Deine Frage kann ich mit einem klaren Jaein beantworten. Generell ist für UNS die SB nichts negatives. Doch ist es bei mir schon so weit, das ich durch den Pornokonsum und die darauffolgende SB Zeitweise nicht mehr viel beim Sex gespürt habe. Unser Lösung dafür ist, das ich es mir von ihr besorgen lasse und dies nicht in meiner Intensität sondern in ihrer also weniger auf das stupide "hoch und runter" vielmehr sanfte und leichte Berührungen. Und der letzte Orgasmus den ich durch sie hatte war... [emoji15][emoji15][emoji15][emoji15][emoji15][HIGH VOLTAGE SIGN]️[HIGH VOLTAGE SIGN]️[emoji91][BLACK SUN WITH RAYS]️[emoji939][emoji304]??????.


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#7
OK, dann ist also doch eher die Pornosucht und das damit einhergehende Schwinden der Erregungsschwelle dein "Problem", weshalb du die Pornos meiden willst.

Finde ich toll, das du den "harten Weg" gehst und auf Pornos verzichten willst. Denn viele andere gehen genau den falschen Weg: Sie intensivieren ihren Pornokonsum und schauen sich immer "härtere" Sachen an.

Ich wünsche dir, das du hier dich gut aufgehoben fühlst und Personen findest, die dich motivieren können
[Bild: nfc.php?da=nu&nfc=11804]

Seit 07.09.2016 ohne Pornos (275 Tage + Countertage)
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