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Erster Anlauf - Tag 10
Ein trockener Alkoholiker, der Alkohol im Schrank stehen hat, wird früher oder später wieder anfangen zu trinken. Keinen Alkohol im Schrank zu haben garantiert zwar nicht, clean zu bleiben, es reduziert den Rückfall jedoch immens. Es gibt meiner Meinung nach folgende Wege, um dem Problem Herr zu werden:

1.) Ein Partnerin / einen Partner und ein erfülltes Sexualleben haben.

2.) Jeden Zugang zu Pornographie sperren. Hier hilft es nicht, "den Alkohol wegzusperren". Er muss ganz aus dem Haus, sprich PC verkaufen und Internetzugang kündigen und auf ein Handy ohne Internetzugang wechseln. Das ist jetzt natürlich utopisch und heutzutage schwer realisierbar. K9 bringt aber in deinem Fall nicht, wie Du leider schon oft selbst erlebt hast.

3.) Führe den Reboot "mit" gelegentlicher Masturbation durch. Das senkt den Druck und den Zwang zu Pornographie erheblich. Die erste Zeit am Anfang des Reboots bzw. nach einem Rückfall ist die schwerste und schlimmste. Pornographie ist das Problem und nicht die Masturbation. Gehe ein Problem auf einmal an, also die Pornographie. Wenn Du die 90 Tage geschafft hast, kannst Du noch immer die Häufigkeit der Masturbation senken.

4.) Fange wieder mit eiskalten Duschen an. Ich weiß, dass Du dadurch verspannt wurdest. Das legt sich aber mit der Zeit. Ich dusche jetzt schon seit vielen Monaten eiskalt und bin seitdem nicht verspannt und nicht erkältet. Neben dem starken Immunsystem bekommst Du sehr viel Willenskraft.

Der Mangel an dem Sonnenlicht-Hormon Vitamin D3, welcher in unseren Breitengraden sehr häufig vorkommt, lässt uns kraftlos werden. Evtl. solltest Du mal beim Arzt deinen Vitamin D3-Wert messen lassen und evtl. eine hochdosierte Vitamin D3-Therapie machen, siehe: http://www.amazon.de/Gesund-sieben-Tagen...3939865125
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Hallo ihr Kämpfenden da draußen,

ich bin noch da. Danke Christian für deine Tipps! Mit vielem hast du recht.

Letzten Donnerstag hatte ich einen Totalrückfall und 4 Stunden in der Pornowelt verbracht. Danach habe ich den letzten mir derzeit möglichen Schritt getan. Seit Freitag bin ich zuhause ohne Internet. Langsam kehrt mein Wille wieder. Am Wochenende war ich trotz Krankheit produktiv und aktiv wie lange nicht mehr. Ich mache Arbeiten, die ich früher lange vor mir her geschoben habe. Ohne Internet zu sein ist ungewohnt. Dennoch gibt es einige gravierende Vorteile:
- nicht nur Pornos sind weg
- auch die Ablenkung durch Facebook, Nachrichtenseiten etc fällt weg

Ich merke, dass ich viel fokusierter bin, mehr bei mir selbst. Das ziellose herumsurfen fällt weg. Ein ehemaliger Süchtiger der Gemeinschaft Cenacolo hat gesagt:

Zitat:Was nutzt dir ein Haufen Information, wenn du mit dir selber nicht klar kommst?
Was nutzt es mir, wenn ich weiß, was in der Welt passiert, die neuesten News und ich weiß nicht einmal, wie geht es mir selbst und wie geht es den Menschen um mich herum?

Ich stehe auch früher auf, was mir früher undenkbar erschien.
Vorerst möchte ich zuhause weiter ohne Internet bleiben. Die letzten sechs Monate haben mir Hoffnung gegeben. Ich will diese Hoffnung nicht wieder verlieren.

Viel Kraft euch da draußen!
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Ich weiß nicht ob dieser Thread hier schon gepostet wurde, ich habe ihn erst kürzlich entdeckt. Vielleicht hilft er dir ja!

http://www.yourbrainrebalanced.com/index...ic=15558.0


Es geht nicht um Abstinenz, es geht nicht darum "x" Tage durchzuhalten und auf Heilung zu warten, man muss sein Leben ändern.
Komplett auf Internet zu verzichten ist ein mutiger Schritt und ich denke das wird dir definitiv weiterhelfen, egal auf welche Weise.

Viel Glück !
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Danke tennessy für den Link und die Unterstützung!
Das ist einer der besten Foreneinträge zum Thema. Ich werde drüber nachdenken.
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Hi Leute!
Ich bin nach wie vor ohne Internet zuhause und es ist gut für mich. War die letzten 2 Wochen krank und konnte es gut annehmen.

Ich wünsche euch eine gute Weihnachtszeit!
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Hallo im neuen Jahr!
Ich habe meinen Counter auch wieder zurückgesetzt. Zwischen Weihnachten und Neujahr hatte ich Zugang zum ungesicherten Laptop meines Wohnungskollegen und habe mich für einen Rückfall entschieden, der länger gedauert hat, als er sollte. Seit 1. Jänner bin ich wieder clean. Ich bin nun gefühlsmäßig sehr tief unten. Die erste Euphorie ist verflogen. Ohne die Porno-Drogen spüre ich meine Einsamkeit, wie lange nicht mehr. Ich mache mir nichts mehr vor. Hinter meiner Maske des freundlichen, souveränen Mannes, der alles im Griff hat, bin ich ein sehr einsamer Mensch. Die Porno-Sucht entspringt aus dieser Leere.

Obwohl ich gerade mein ganzes Elend spüre, sehe ich auch da ein Stück Hoffnung, einen Weg. Ich mache mir selbst nichts mehr vor. Ich will nicht mehr beeindrucken, ein Held sein. Selbst hier im Forum habe ich versucht, toll dazustehen. Ein Held zu sein, der alles souverän meistert. Aber ich bin es nicht. Ich gestehe es mir ein: ich bin schwach. Mehr und mehr kann ich auch anderen diese meine Wahrheit mitteilen. Meine frühere Standardantwort war: "Danke, es geht mir gut." Jetzt kann ich schon sagen: "Ich bin einsam, ich kämpfe." Nicht jedem, nicht immer. Aber immer öfter. Und wenn ich dann Anteilnahme bekomme oder Verständnis, dann tut mir das gut und bestärkt mich darin, ich selbst zu sein. So wie ich bin, mit meinen Höhen und Tiefen.

Letzte Nacht habe ich von meiner Mutter geträumt. Dass sie mir vorwirft, dass ich Familie ablehne. Woraufhin ich sie im Traum um ein Gespräch gebeten habe, um ihr die Ursachen zu erklären und ehrlich mit ihr zu reden. Ein ermutigender Traum. Denn wir haben noch nie miteinander ein ernsthaftes Gespräch geführt. Einmal habe ich es versucht, aber da war irgendwie eine Mauer von Sprachlosigkeit. Die Sehnsucht nach Wahrheit ist in meinem Herzen.

Sich der eigenen Wahrheit zu stellen, ihr ungeschminkt ins Gesicht zu sehen, ist schmerzhaft. Aber ich denke, auch heilsam. Ich bin einsam, ich schaffe es nicht alleine, ich brauche andere Menschen, Freundschaft, Liebe, echte Anteilnahme, Vergebung. Arbeit und Struktur sind gut, aber nicht alles. Effizienz und Perfektion stillen nicht den tiefen Hunger meines Herzens.

In dieser meiner Dunkelheit begegne ich Gott. Erbärmlich, am Boden, verwundet halte ich ihm mein Herz hin. Nicht viel kann ich sagen, große Worte fehlen mir. Nimm du, Vater, mein verwundetes Herz, ich schaffe es nicht.
Oh... gerade hat es an der Tür geläutet... Die Sternsinger waren da und haben ein Stück Hoffnung verkündet: Ein Kind ist uns geboren in tiefer dunkler Nacht... Wow, manchmal antwortet Gott sehr schnell...

Es geht weiter. Selbst in der Dunkelheit.
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Das neue Jahr hat gut begonnen.
Kleine Zwischenbilanz nach 14 Porno- und Masturbationsfreien Tagen:
  • Ich habe wieder mit dem Ganzkörpertraining begonnen und spüre erste positive Auswirkungen.
  • Ich habe bei der Arbeit um eine Erhöhung meiner Stundenanzahl angesucht und auch erhalten. Dadurch erhöht sich auch mein Einkommen. Ich bin meinem angestrebten Gehaltsziel nun sehr nahe. Es fühlt sich gut an.
  • Neben der Arbeit verfolge ich ein eigenständiges Buchprojekt. Schritt für Schritt komme ich voran.
  • Ich bilde mich mit Fachliteratur weiter.
  • Ich arbeite an meiner Körperhaltung. Ich übe ein, aufrecht zu gehen und zu stehen. Und aufrecht zu leben.
  • Nächste Woche starte ich einen Tanzkurs mit einer Dame, die mir gefällt. Ich habe etwas Angst davor, lasse mich davon aber nicht abbringen.
  • Ich stehe früher auf, dadurch kann ich den Tag besser nutzen. Am Abend gehe ich früher schlafen und habe weniger Zeit für dumme Gedanken.
  • Ich kämpfe weiter um ein gutes und aufrechtes Leben.
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Hallo Eleaser
Schön zu sehen dass es bei dir wieder aufwärts geht.
Ich finde du nimmst dein Leben super in die Hand.
Grüsse Tiganti
[Bild: nfc.php?da=nu&nfc=5486]
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Danke Tiganti,

ich denke, im Grunde geht es um die Hoffnung und den Willen zur positiven Veränderung. Das sollten Kindern von ihren Eltern mitbekommen. Solange ich die in mir trage, können Rückschläge kommen und Tiefs und schwere Zeiten... Aber es geht weiter. Ohne Hoffnung und Willen bleibt nur der Tod, in welcher Form auch immer. Pornografie ist auch ein Stück Tod. Ich will Leben. Mein Glaube gibt mir Hoffnung.

Gruß, eleasar
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Hallo ihr da draußen,

melde mich nach einer guten Woche wieder. Einige Highlights eines neuen Lebens:
  • Der Geruch von Tee-Kräutern hat mich vor kurzem fasziniert. So intensiv und stark...
  • Ich war nach ca 20 Jahren zum ersten mal wieder eislaufen, und es war richtig gut! Habe mir gleich neue Eislaufschuhe bestellt und überlege, mit Inline-Skaten zu beginnen...
  • Der Tanzkurs-Beginn mit der Dame war sehr positiv.
  • Das Ganzkörpertraining tut mir auch gut.
  • Ich hatte die Möglichkeit Porn zu schauen und habe es nicht getan.
  • Ich beginne, Pläne für die Zukunft zu schmieden und überlege, wie ich mich weiter entwickeln kann.
Soweit von mir. Viel Kraft auch euch!
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