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Tagebuch - Versuch 1 (dem Monster in mir kein Futter geben, heute nicht!)
#11
Soo... Da bin ich wieder...

Was ist letzte Nacht nur wieder passiert?

Komme spät nach Hause, war die Feiertage über bei der Familie.

Fühle mich traurig / einsam. Kiste an. Stundenlang bis in die Nacht freudloser Konsum von P.

Es war dabei auch Null erregend. Warum mache ich das dann überhaupt?

Die Krönung des Ganzen war ein Anruf bei einer Erotic-Cam-Hotline. In ein paar Minuten mal eben mindestens 20 € verpulvert.

Für: nichts!

Resultat: schlechtes Körpergefühl und Scham. Eine viel zu kurze Nacht.

Trotzdem möchte ich das nicht als "großen Rückfall" dramatisieren.

Wenn ich jetzt in diesem Moment weiterschauen würde - ok, keine gute Sache!

Gewohnheiten brauchen lange Zeit, um geändert zu werden. Ich habe da schon gute Fortschritte gemacht.

Ich muss nur mehr aufpassen.

Dieses Oster-Posting ist ja fast identisch mit dem Weihnachts-Posting! Da kann ich also definitiv ein Muster erkennen, dass ich nach solchen Feiertagen gefährdeter bin.

Jetzt beginnt natürlich auch noch der Frühling. Erfahrungsgemäß bin ich da für ein paar Tage besonders anfällig. Weil der Sexualtrieb irgendwie Aufwind bekommt.

Ich möchte mal versuchen, diesen Trieb dann nicht in etwas Traurigem / Negativem ausarten zu lassen. Sondern diese Energie für etwas Positives zu nutzen. Schwung zu nehmen. Frühling - Yeah! Raus in die Natur, Leben, Leute treffen! Etc.
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#12
(03.04.2018, 10:17)Rock schrieb: Soo... Da bin ich wieder...

Was ist letzte Nacht nur wieder passiert?

Komme spät nach Hause, war die Feiertage über bei der Familie.

Fühle mich traurig / einsam. Kiste an. Stundenlang bis in die Nacht freudloser Konsum von P.

Es war dabei auch Null erregend. Warum mache ich das dann überhaupt?

Die Krönung des Ganzen war ein Anruf bei einer Erotic-Cam-Hotline. In ein paar Minuten mal eben mindestens 20 € verpulvert.

Für: nichts!

Resultat: schlechtes Körpergefühl und Scham. Eine viel zu kurze Nacht.

Trotzdem möchte ich das nicht als "großen Rückfall" dramatisieren.

Wenn ich jetzt in diesem Moment weiterschauen würde - ok, keine gute Sache!

Gewohnheiten brauchen lange Zeit, um geändert zu werden. Ich habe da schon gute Fortschritte gemacht.

Ich muss nur mehr aufpassen.

Dieses Oster-Posting ist ja fast identisch mit dem Weihnachts-Posting! Da kann ich also definitiv ein Muster erkennen, dass ich nach solchen Feiertagen gefährdeter bin.

Jetzt beginnt natürlich auch noch der Frühling. Erfahrungsgemäß bin ich da für ein paar Tage besonders anfällig. Weil der Sexualtrieb irgendwie Aufwind bekommt.

Ich möchte mal versuchen, diesen Trieb dann nicht in etwas Traurigem / Negativem ausarten zu lassen. Sondern diese Energie für etwas Positives zu nutzen. Schwung zu nehmen. Frühling - Yeah! Raus in die Natur, Leben, Leute treffen! Etc.

Hi Rock,

was du schreibst, kenne ich auch nur zu gut. Wenn man von der Familie nachhause kommt in die leere Wohnung und niemand ist da. Und du fühlst dich leer und einsam. Und setzt dich vor den Computer, obwohl du weißt, wohin es führt. Du willst nur ein bisschen herumsurfen. Sagst du. Aber eigentlich willst du nur den Schmerz und die Einsamkeit nicht spüren. So wars bei mir immer.
Porn war mein Anti-Schmerzmittel. Es ist dann wie du schreibst: negativ, leer, freudlos. Danach Scham, Müdigkeit, Niedergeschlagenheit...

Heuer war ich zu Ostern so ziemlich das erste mal porno- und SB-frei. Trotz Familienbesuch und leerer Wohnung im Anschluss. Etwas in meinem Herzen verändert sich. Mit Gottes Hilfe arbeite ich meine Vergangenheit schrittweise auf, schließe ab und richte meinen Blick nach vorne. Es gibt immer noch Zeiten, wo ich mich einsam und niedergeschlagen fühle. Aber diese Zeiten gehen vorüber und bestimmen mich nicht mehr so wie früher. Ich weiß nicht, ob du mit Glauben etwas anfangen kannst. Aber mir hilft es, Jesus in mein Herz zu lassen. Meine Wunden, Traurigkeit, Einsamkeit, Leere sind dann zwar nicht weggezaubert, aber da ist eine Hoffnung und Kraft, die mein Leben allmählich verändert. Ich bin im letzten nicht mehr so allein. Da ist jemand, der will, dass ich lebe und zwar mit Freude und in Fülle. Das wollte ich mit dir teilen. Einfach, weil es meine Erfahrung ist. Und wenn Gott mir weiterhelfen kann, kann er auch dir und jedem anderen helfen.

Viel Kraft und Freiheit weiterhin!
eleasar
[img=0x60]http://porno-sucht.com/forum/nfc.php?nfc=1417[/img]

Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch. (Ez 36,26)

Feb-Aug 2017: 211 durchgehend pornofreie Tage
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#13
Schon wieder einige Zeit vergangen.

Und immer noch ist der Porno-Konsum ein Thema für mich, das mich sehr beschäftigt und mitunter quält.

Ich bin wegen anderer Sachen in Therapie. Ich habe vor einiger Zeit meinem Therapeuten davon berichtet.

Eine Sucht liege bei mir nicht vor. Und er möchte das eigentlich auch nicht groß problematisieren.

Es war zumindest gut, mit jemandem darüber zu sprechen. Auch wenn ich vor Scham fast gestorben wäre...

Ich setze Pornos aus Langeweile ein. Und als Druckventil, wenn ich Probleme habe.

Und, klar, wenn ich einfach Lust auf Sex habe - das ist etwas, was ich so nicht steuern kann. Und an und für sich ja nichts Schlimmes ist.

Aber wenn diese Maschine "Porno" läuft, ist es schwer, sie wieder abzuschalten.

Ich habe immer wieder dieses Muster:

ich schaue mir Seiten von Prostituierten an (zu denen ich nicht gehe. Aber mich machen die Gedankenspiele irgendwie an). Dann schaue ich mir Pornos an. Manchmal rufe ich dämliche Sex-Hotlines an. Die Pornos immer im Hintergrund.

Ich habe echt viel Geld für eine Pornoseite ausgegeben in letzter Zeit. Mein Gedanke war: ok. Vielleicht komme ich von diesem ziellosen Gesuche im Internet los, wenn ich mir ein paar Clips kaufe. Es hat nicht funktioniert. Ich brauche immer mehr Clips. Und ich kaufe die für sündhaft teures Geld.

Ich komme eigentlich regelmäßig einmal im Monat in einen Teufelskreislauf.

Und dann ist häufig mehrere Wochen auch Ruhe. Und dann hol ich mir den nächsten "Schub" an Pornos.

Und fühle mich hinterher immer total leer und eklig und dumm.

Mein Vorhaben ist nun, wirklich 90 Tage durchzuhalten.

90 Tage braucht man angeblich, um Angewohnheiten zu ändern.

Masturbation bleibt im Rahmen erlaubt.

Aber konsequent keine Pornos.

Meine freie Zeit: gut planen im Voraus! Keine Sonntage ohne Plan mehr... Das wäre so schön!!!

Und auch echt wichtig: mehr Sport! Dadurch besseres Körpergefühl. Und alternatives Druckventil...

Es ist möglich!
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