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DER NEUE WEG
#21
Tag 21 - Erste Schritte 10 - Dankbarkeit

Ich glaube nicht, dass der Herrgott für uns die Probleme löst.
Es ist meiner Meinung nach falsch, um Hilfe zu bitten und dann abzuwarten, was passiert.
Wenn man das tut, überlässt man "das, was passiert" einer fremden Macht.
Stattdessen müssen wir es aktiv selbst in die Hand nehmen, selbst bestimmen, was als nächstes passiert.
Mit "wir" meine ich alle, die einen Ausweg aus der Pornosucht suchen.
Wir müssen stark sein, um den Verlockungen und Reizen zu widerstehen.
Immer, wenn es mir gelingt, standhaft zu bleiben, bin ich dafür dankbar.
Wenn ich abends im Bett liege, empfinde ich oft Dankbarkeit für einen gelungenen Tag.
Und überhaupt, je länger ich hier dabei bin, um so stärker ist ein permanentes Dankbarkeitsgefühl in mir anwesend.
Obwohl ich den neuen Weg selbst gehen muss, bin ich dankbar für die Kraft, die mir hierfür gegeben wird.

Tag 22 - 3 Wochen geschafft

Ich bin überglücklich, die 3 Wochen geschafft zu haben.
Was habe ich beobachtet?

- die oberflächliche Dauererregung, die man erlebt, wenn man täglich Pornos schaut, ist abgeflaut
- die sexuelle Präsenz ist stärker, d.h. ich fühle mich jederzeit bereit für guten Sex
- aber diese sexuelle Präsenz ist gut kontrollierbar, sie "schlummert" im Hintergrund
- wenn es zum Sex kommt: super Erektion, super Härte, super Durchhaltevermögen
- gelegentlich träume ich vom SEX MIT MEINER FRAU und stelle mir vor, was ich mit ihr alles schönes machen könnte
- beim Arbeiten bessere Konzentration
- stärkere Agression beim Sport und bei der Durchsetzung von eigenen Interessen
- etwas tiefere Stimme
[Bild: nfc.php?da=nu&nfc=9711]
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#22
Tag 23 - Beziehungen und Pornografie

Wie hängen Pornografie und Beziehung zusammen?
Meine Beobachtung ist folgende:
Immer, wenn es in unserer Beziehung schlecht lief, ging mein Porno-Konsum nach oben.
Leitsatz: Was ich in der Beziehung nicht bekomme, hole ich mir über die Pornografie.
Die (zeitweilig oder dauerhaft) schlechte laufende Beziehung diente somit als Legitimation für den Pornografiekonsum.

Mittlerweile habe ich gemerkt, dass dieser Mechanismus gefährlich ist.
Er führt immer wieder hinein in die Abhängigkeit.
Und die Pornografie macht nicht wirklich glücklich.
Höchstens oberflächlich und kurzanhaltend.

Es ist ähnlich, wie beim Alkohol.
Wenn Du Sorgen hast, trinkst Du ein, zwei oder drei ..., und die Welt ist schön.

Wird das Problem damit gelöst?

Tag 24 - Warum die Beziehung nicht Schuld am Pornografiekonsum ist

Wenn es in der Beziehung nicht gut läuft, gibt es viele Ursachen:
Entweder die beiden Partner passen nicht zusammen, oder die Kommunikation in der Beziehung funktioniert nicht, oder ein Partner nimmt die Bedürfnisse des anderen nicht ernst, oder einer der beiden Partner versucht den andern zu dominieren oder klein zu machen, usw. ...

Die Lösungen könnten so aussehen, dass man sich einen anderen / den passenden Partner sucht, die Kommunikation verbessert, seine Bedürfnisse deutlicher artikuliert oder die des Partners ernster nimmt. Aber das ist mit Anstrengung verbunden. Möglicherweise muss man aufeinander zugehen.

Und ich glaube es ist häufig so, dass wir diese Anstrengung VERMEIDEN und stattdessen den einfachen Weg gehen:
Schmerzlinderung durch Pornografiekonsum.
Bei mir hat das jahrelang "funktioniert".
Ich hätte stattdessen lieber in der Beziehung um die Anerkennung meiner Interessen kämpfen sollen.
Aber irgendwann habe ich das aufgegeben.
Und in der ständigen "Betäubung" habe ich lange nicht gemerkt, was für ein blöder Mechanismus dahinter steckt.

Momentan versuche ich gerade, diesen Mechanismus zu durchbrechen.
Ich versuche mir klar zu machen, was ich in einer Beziehung wirklich will.
Und dieses Ziel verfolge ich nun möglichst ernsthaft.
Ich bin auch bereit, die Beziehung zu beenden und mit einer anderen Partnerin dieses Ziel zu verwirklichen, wenn es anders nicht möglich ist.

Die Pornografie hat mich meinen Zielen jeden falls nicht näher gebracht.
Sie hat mich davon abgehalten, meine Lebensziele zu verwirklichen.

Ich hätte schon viel eher in der Beziehung gegensteuern müssen.
ICH hatte mich der Pornografie hingegeben, NIEMAND hat mich dazu gezwungen.

Tag 25 - den Frauen nicht die Macht geben

Immer, wenn wir Streit in der Beziehung hatten und ich mich in die Pornografie flüchtete,
gab ich indirekt meiner Partnerin die Macht darüber, wann und wieviel Ponografie ich konsumierte.
Das ist doch irre, oder?

Und wenn ich dann schonmal so schön dabei war, dominierten wiederum die Ponodarstellerinnen meinen sexuellen Drang und meinen Zeitplan.
Also hatten auch die Pornodarstellerinnen eine große Macht über mich.

Im Moment ist es mir gelungen, beiden diese Macht zu entreißen.
Vielleicht ist es auch für Euch, liebe Mitstreiter, hilfreich, ab und zu mal die folgenden beiden Fragen zu stellen:

Will ich wirklich meiner Partnerin die Macht verleihen, mich bei Beziehungsproblemen in die Pornografie zu treiben?
Will ich wirklich den Pornodarstellerinnen die Macht geben, mich mit ein paar bunten Pixeln, die sie irgendwann mal online gesellt haben, zu verarschen?
Will ich mein Glück nicht lieber in einer ECHTEN BEZIEHUNG suchen, mit einer Frau zum anfassen?

Tag 26 - nicht alle Männer machen das

"Männer stehen halt auf Pornos."
"Alle Männer machen das."
"Das ist doch normal."


Das sind alles Glaubenssätze, denen man häufig begegnet.
Und die mich immer wieder dazu bewegt haben, der Pornografie treu zu bleiben.
Ist das wirklich so?

Ich sage: Nein !
Es gibt Männer, die geben sich nicht einer Täuschung aus digitalen Pixeln hin.
Sie haben Ihre sexuelle Energie im Griff, heben sie sich auf für den Ernstfall und - so drastisch das jetzt auch von mir formuliert ist -  

JA, DIESE MÄNNER VÖGELN DIE VIELEN SCHÖNEN FRAUEN, DIE MIT EINEM STRAHLEN IM GESICHT DRAUSSEN IN DER STADT RUMRENNEN.
[Bild: nfc.php?da=nu&nfc=9711]
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#23
@enliberte

Deine Aussage bringt es knackig auf den Punkt:

JA, DIESE MÄNNER VÖGELN DIE VIELEN SCHÖNEN FRAUEN, DIE MIT EINEM STRAHLEN IM GESICHT DRAUSSEN IN DER STADT RUMRENNEN.

Diese Männer verzichten nicht, sie machen das, worauf sie Bock haben.
Sie wichsen sich nicht vor dem PC kaputt.
In der Zeit wo wir das tun oder getan haben, finden Sie einen Weg und holen sich was Sie brauchen.
Nichts kann sexuelle Unzufriedenheit kompensieren, kein schönreden, Geld ,Job, Sport, Freunde oder Hobbies.

Mir reicht eine Frau, aber ich will sie auch vögeln und nicht nur hin und wieder!
Wenn Sie keinen Bock hat, darf Sie gerne per Handbetrieb oder sonst wie helfen.

Die klare Botschaft kommt bei meiner Freundin jetzt erstaunlich gut an.
Es braucht dabei kein Machogehabe, sondern ein selbstbewusstes anständiges Auftreten.
Alphatiere setzen sich einfach besser durch.

LG
phoenix
Antworten
#24
@phoenix

Danke für das Feedback.
Genau so wie Du habe ich es auch erlebt.
Ich habe Jahrelang in der Nähe eines Bordells gearbeitet, auch spät abends.
Ich bin nie dort rein gegangen.
Weil ich was ganz anderes suche: diese eine Frau, mit der man all die schönen Sachen machen kann ...
Nähe und Verbindlichkeit. Respekt. Tiefgang.
Die Pornografie habe ich in meiner jetzigen Beziehung immer benutzt, um der Konfrontation aus dem Wege zu gehen, die aus unterscheidlichen sexuellen Bedürfnissen resultiert.
Meine Frau hat es mir durch Ihre zurückhaltende Art auch besonders schwer gemacht.
Jetzt gehe ich offensiver auf meine Frau zu, nicht jeden Tag, sondern mit langen Pausen dazwischen, dann aber sehr bestimmt.
Und das kommt erstaunlich gut an.
Wenn Du richtig willst und dann auch richtig kannst, weil Du Dich nicht zwischendurch vor dem PC alle gemacht hast.
Also ein ähnliche Beobachtung wie bei Dir.

Leider bin ich noch nicht geheilt.
Siehe nächsten Post.

Tage 27 - 35

Alles in Ordnung.

Tage 36 - gestern - Kontrolle verloren

Leider muss ich einen Zwischenfall vermelden.
Mir ging die Kontrolle verloren.
Zuerst wollt eich nur mal sehen, ob die Pornos noch da sind

SO EIN QUATSCH, NATÜRLICH SIND SIE NOCH DA.

später habe ich dann auch masturbiert.
ich hatte vergessen, mir die Frage zu stellen:

BRAUCHE ICH DAS JETZT WIRKLICH?

Beruflicher Stress und der Weihnachtstrubel sind für mich nicht gut.
Bin trotzdem stolz auf die 35 Tage, das ist mein persönlicher Rekord.

Tag II/1 - Stehaufmännchen

Zwischenfall abhaken, schnell wieder aufstehen, weitermachen.
Zurück auf DEN NEUEN WEG.
In den ersten 35 Tagen ohne Pornos hatte ich eine großartige Kontrolle über meine Sexualität.
Und ich war geschäftlich ziemlich erfolgreich.

BEIDES WILL ICH JETZT SO SCHNELL ES GEHT WIEDER !!!
[Bild: nfc.php?da=nu&nfc=9711]
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#25
Wow - das was du erlebst, ist genau, was ich durchlebt habe. Dieses "Rauf und Runter" dieses "Motiviert sein" und dann wieder "ein Absturz".

Auch was du über deine Veränderungen schreibst, habe ich so erlebt. So ist Sex mit meiner Frau nun Hauptbestandteil meiner Masturbationsfantasien - ich brauche keine Pornos mehr die mich ausreichend erregen - die Vorstellung mit meiner Frau "natürlichen Sex" zu haben, ist ausreichend genug um mir eine harte Erektion, Erregung und Lustgefühle zu bereiten.

Mach weiter so - es lohnt sich - ich spreche aus Erfahrung
[Bild: nfc.php?da=nu&nfc=11804]

Seit 07.09.2016 ohne Pornos (275 Tage + Countertage)
Seit 09.06.2017 "Aufräumen" (Countertage)
Antworten
#26
@enliberte

Klar funktioniert es, wenn man lange genug wartet.
Die Frage ist, ob es auf Dauer reicht, gelegentlich Mal Sex mit der Frau zu haben.
Auseinanderklaffende sexuelle Bedürfnisse in einer Partnerschaft sind und bleiben ein Problem.

Für mich gleicht unsere die Situation denen der Magermodels.
Sie verzichten für den Erfolg auf natürliches genussvolles Essen.
Man kann es tun, aber macht es zufrieden?

lg
phoenix
Antworten
#27
@ralflinden
@phoenix
Danke für Eure Nachrichten.

Tag III/1 - Neuanfang III

Bin jetzt wieder dabei.
Für mich war die Weihnachtszeit und der Jahreswechsel sehr stressig.
Dazu kamen Beziehungsprobleme.
Inzwischen hat sich alles beruhigt und geklärt.
Ich hatte in letzter Zeit ab und zu mal Nacktfotos angesehen, keine Filme, dazu aber NIE masturbiert.
Das hat zur Folge, dass die Belohnung im Gehirn ausbleibt.
d.h. der Suchtmechanismus wird nicht bedient.
Das hat zur Folge, dass die Bilder immer langweiliger werden ...
Es lohnt sich nicht, Bilder zu gucken, der Kick bleibt aus.
Und heute habe ich beschlossen, sie wieder ganz wegzulassen, die Bilder.
Ich brauche sie nicht mehr.

Zähler steht wieder auf NULL.
LG enliberte
[Bild: nfc.php?da=nu&nfc=9711]
Antworten
#28
@enliberte

Bilderschauen ohne zu masturbieren kenne ich, machte das auch kurzzeitig mal.
Völliger Blödsinn, da es ohne Kick eh nichts bringt.
Es sind, unter Anderem, solche Einsichten die uns weiter bringen.
Wenn wir uns den Kick im realen Leben holen, wird das mit der Zeit komplett verblassen.

Weiterhin viel Erfolg!

lg
phoenix
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#29
Tag III/2 - Kick woanders holen

Danke, @phoenix, für den Denkanstoß.
Den Kick woanders holen ist unheimlich wichtig.
Ich mache das u.a. durch Sport, tlw. auch draußen an der frischen Luft bei dem Winterwetter.
Oder z.B. mal ein paar Wege in der Stadt erledigen, unter die Menschen kommen.
Und vielleicht dabei mal eine Frau ansprechen, z.B. an der Kasse.
Einfach so, ohne Absichten oder Erwartungen.
Nach ein paar Tagen wurde ich von dieser Kassiererin nett begrüßt, als ich den Laden betrat ...
Das kickt ganz schön ....
Da können ein paar leblose Pixelbilder gar nicht mithalten.

LG enliberte
[Bild: nfc.php?da=nu&nfc=9711]
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#30
Tag IV / 1

Hab den Jahresanfang ziemlich vermasselt.
Sorry.
Jetzt bin ich die ersten 24h clean.
Bin zurück auf dem Hauptweg ...
[Bild: nfc.php?da=nu&nfc=9711]
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