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es ist wie sterben
#1
mein Herz rast, mein Kopf dreht durch, lasst mich aufwachen aus diesem Albtraum. Auf der Suche nach dem Verstehen, bin ich hier gelandet. Ich weis jetzt nicht, soll ich blinde Ehefrau sein um mein komfortables Leben weiter zu führen, Krankenschwester mit Rücksicht auf den "Patienten" oder starke Frau, die sich dass nicht gefallen lässt und geht.  Wie ihr seht, suche ich noch nach Wegen, um in unserer eigentlich guten (?) Ehe gemeinsam glücklich und alt zu werden. Naja also alt sind wir schon ein bisschen. Nämlich um die Anfang 50. Seit 10 Jahren verheiratet. Vor einigen Monden hab ich diverse Bilder auf dem PC meines Mannes gefunden, dazwischen sogar eins von mir. Wie wahrscheinlich alle Frauen, hab ich ihm eine fürchterliche Szene gemacht. Versucht zu verstehen, was er an dieser "alten Frau mit Hängetitten" findet. Ihr konnte ich doch allemal das Wasser reichen. Später fand ich die aufgesuchten Seiten. Auf meinem Druck hin löschte er alles . Allerdings blockierte er schon länger alles für mich einsehbare. Am PC genauso wie am Handy. Plötzlich hatte sein Handy Fingerabdruck-Sperre. Der Browserverlauf war auf "alles löschen" geschaltet. Eigentlich habe ich sein Handy nie kontrolliert. Ich finde, dass tut man nicht und ich habe ihm blind vertraut. Monate später war morgens eine Pornoseite auf dem PC noch offen. Das übliche Drama, Tränen, Reue, Versprechen. Damals dachte ich noch, naja, betrunken mal geguckt. Nüchtern würde er das nie. Schwer geirrt. Ich hatte es schon fast verdrängt, als mir eine Kollegin von den Heimlichkeiten ihres Freundes erzählte. Dachte, schau doch mal wieder nach. Er war am Vortag unvorsichtig. Ich löschte und naja, bin ja auch nicht zu blöd....  und siehe da, auch am Folgetag. Außerdem verriet mir die Kollegin diverse Tricks, den Rest macht Google. Dieses mal dachte ich das erste mal ernsthaft über Trennung nach. Suchte schon mal nach Zimmern oder einer kleinen Wohnung denn solche Probleme werden ja auch nicht unbedingt friedlich , ehrlich und einvernehmlich besprochen. 2 Jahre dachte ich, dass er nicht mehr richtig kann, liegt am Alter, dem Alkohol oder einer Erkrankung, die er hat. Dachte, wir haben keinen Sex, weil er sich deswegen schämt. War rücksichtsvoll und einsam, denn ich hatte immer gerne mit ihm Sex. Nicht prüde und gerne auch in gewisser Wäsche. Er wollte Sex, nur nicht mehr mit mir. Dass hab ich ihm auch auf den Kopf zugesagt. Wieder Versprechen, dass er es ab sofort nie wieder tut, er mich liebt, es ihm sehr leid tut mir so weh getan zu haben. 3 mal hatten wir nach 2 !!! Jahren wieder Sex. und siehe da, er konnte. Ich war so glücklich. Er denke ich, auch. Leider ging die Aktivität immer von mir aus aber ich dachte, dass wird mit der Zeit wieder. Das war vor ca. 3 Wochen. Gerade fange ich an, meine Wäsche (z.T. inzwischen in der Altkleidersammlung) wieder zu erneuern. Für Ihn, für uns.    Nimmt er doch tatsächlich nach der Schicht sein Handy mit ans Bett. Das tut er sonst nie. Bei unserer flüchtigen Begegnung (er ins Bett gehen/ich aufstehen) ist er wirsch und unfreundlich. Nachtigall, ick hör dir trappsen.  Dass es Rückfälle geben wird, damit muss ich wohl rechnen. Nur wie gehe ich als Frau überhaupt damit um. Bewirkt mein scharfes Auftreten nicht vielleicht genau das Gegenteil. Reden ist nicht so seins und ich will ihn auch nicht beschämen also schreibe ich in Problemfällen immer Briefe, die er alleine und in Ruhe lesen kann. Danach merke ich meistens, wenn ihm was leid tut. Ich würde so gerne in eine Beratung oder Therapie. Er lehnt so etwas komplett ab, hält es für Spinnerei. Ziemlich wahrscheinlich war ich schon sehr viele Jahre blind, es gab schon früher Anzeichen, nur lief da unser Sexleben noch recht normal. Wieviel Chance haben wir eigentlich oder verschwende ich meine Energie. Blöd, dass ich, um mit ihm zu leben, meine Arbeitsplatz und meine Heimatstadt aufgegeben habe. Arbeit habe ich zwar hier gefunden aber in meiner Heimat, in der auch meine Kinder und Enkel leben, werde ich nichts wieder finden, also früher oder später Harz4 Fall. Und hier reicht mein zu erzielendes Gehalt nicht um eine eigene Wohnung zu haben und weiter meine Familie zu sehen. Weil ich doch so eine "tolle" bin, ist das schon meine 3. Ehe. Und eigentlich haben wir eine super Ehe, mit vielen Gemeinsamkeiten, Hobby`s, Reisen und Freunden. Jedes mal sollte es fürs Leben sein. Ich habe seit den Vorfällen wieder Herzrasen, depressive Phasen und Unverträglichkeiten. Habe 3kg abgenommen vor hilflosen Kummer, dabei bin ich schon schlank. Eure Zeilen hier lassen mich hoffen, dass man nicht wirklich glücklich ist mit dieser Sucht und sich wünscht, darüber zu siegen. Lasst mich wissen, was ich dabei richtig machen kann.

(04.12.2017, 09:49)Frauchen schrieb: mein Herz rast, mein Kopf dreht durch, lasst mich aufwachen aus diesem Albtraum. Auf der Suche nach dem Verstehen, bin ich hier gelandet. Ich weis jetzt nicht, soll ich blinde Ehefrau sein um mein komfortables Leben weiter zu führen, Krankenschwester mit Rücksicht auf den "Patienten" oder starke Frau, die sich dass nicht gefallen lässt und geht.  Wie ihr seht, suche ich noch nach Wegen, um in unserer eigentlich guten (?) Ehe gemeinsam glücklich und alt zu werden. Naja also alt sind wir schon ein bisschen. Nämlich um die Anfang 50. Seit 10 Jahren verheiratet. Vor einigen Monden hab ich diverse Bilder auf dem PC meines Mannes gefunden, dazwischen sogar eins von mir. Wie wahrscheinlich alle Frauen, hab ich ihm eine fürchterliche Szene gemacht. Versucht zu verstehen, was er an dieser "alten Frau mit Hängetitten" findet. Ihr konnte ich doch allemal das Wasser reichen. Später fand ich die aufgesuchten Seiten. Auf meinem Druck hin löschte er alles . Allerdings blockierte er schon länger alles für mich einsehbare. Am PC genauso wie am Handy. Plötzlich hatte sein Handy Fingerabdruck-Sperre. Der Browserverlauf war auf "alles löschen" geschaltet. Eigentlich habe ich sein Handy nie kontrolliert. Ich finde, dass tut man nicht und ich habe ihm blind vertraut. Monate später war morgens eine Pornoseite auf dem PC noch offen. Das übliche Drama, Tränen, Reue, Versprechen. Damals dachte ich noch, naja, betrunken mal geguckt. Nüchtern würde er das nie. Schwer geirrt. Ich hatte es schon fast verdrängt, als mir eine Kollegin von den Heimlichkeiten ihres Freundes erzählte. Dachte, schau doch mal wieder nach. Er war am Vortag unvorsichtig. Ich löschte und naja, bin ja auch nicht zu blöd....  und siehe da, auch am Folgetag. Außerdem verriet mir die Kollegin diverse Tricks, den Rest macht Google. Dieses mal dachte ich das erste mal ernsthaft über Trennung nach. Suchte schon mal nach Zimmern oder einer kleinen Wohnung denn solche Probleme werden ja auch nicht unbedingt friedlich , ehrlich und einvernehmlich besprochen. 2 Jahre dachte ich, dass er nicht mehr richtig kann, liegt am Alter, dem Alkohol oder einer Erkrankung, die er hat. Dachte, wir haben keinen Sex, weil er sich deswegen schämt. War rücksichtsvoll und einsam, denn ich hatte immer gerne mit ihm Sex. Nicht prüde und gerne auch in gewisser Wäsche. Er wollte Sex, nur nicht mehr mit mir. Dass hab ich ihm auch auf den Kopf zugesagt. Wieder Versprechen, dass er es ab sofort nie wieder tut, er mich liebt, es ihm sehr leid tut mir so weh getan zu haben. 3 mal hatten wir nach 2 !!! Jahren wieder Sex. und siehe da, er konnte. Ich war so glücklich. Er denke ich, auch. Leider ging die Aktivität immer von mir aus aber ich dachte, dass wird mit der Zeit wieder. Das war vor ca. 3 Wochen. Gerade fange ich an, meine Wäsche (z.T. inzwischen in der Altkleidersammlung) wieder zu erneuern. Für Ihn, für uns.    Nimmt er doch tatsächlich nach der Schicht sein Handy mit ans Bett. Das tut er sonst nie. Bei unserer flüchtigen Begegnung (er ins Bett gehen/ich aufstehen) ist er wirsch und unfreundlich. Nachtigall, ick hör dir trappsen.  Dass es Rückfälle geben wird, damit muss ich wohl rechnen. Nur wie gehe ich als Frau überhaupt damit um. Bewirkt mein scharfes Auftreten nicht vielleicht genau das Gegenteil. Reden ist nicht so seins und ich will ihn auch nicht beschämen also schreibe ich in Problemfällen immer Briefe, die er alleine und in Ruhe lesen kann. Danach merke ich meistens, wenn ihm was leid tut. Ich würde so gerne in eine Beratung oder Therapie. Er lehnt so etwas komplett ab, hält es für Spinnerei. Ziemlich wahrscheinlich war ich schon sehr viele Jahre blind, es gab schon früher Anzeichen, nur lief da unser Sexleben noch recht normal. Wieviel Chance haben wir eigentlich oder verschwende ich meine Energie. Blöd, dass ich, um mit ihm zu leben, meine Arbeitsplatz und meine Heimatstadt aufgegeben habe. Arbeit habe ich zwar hier gefunden aber in meiner Heimat, in der auch meine Kinder und Enkel leben, werde ich nichts wieder finden, also früher oder später Harz4 Fall. Und hier reicht mein zu erzielendes Gehalt nicht um eine eigene Wohnung zu haben und weiter meine Familie zu sehen. Weil ich doch so eine "tolle" bin, ist das schon meine 3. Ehe. Und eigentlich haben wir eine super Ehe, mit vielen Gemeinsamkeiten, Hobby`s, Reisen und Freunden. Jedes mal sollte es fürs Leben sein. Ich habe seit den Vorfällen wieder Herzrasen, depressive Phasen und Unverträglichkeiten. Habe 3kg abgenommen vor hilflosen Kummer, dabei bin ich schon schlank. Eure Zeilen hier lassen mich hoffen, dass man nicht wirklich glücklich ist mit dieser Sucht und sich wünscht, darüber zu siegen. Lasst mich wissen, was ich dabei richtig machen kann.

Im Übrigen, weis ich, dass er wieder rückfällig geworden ist.
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#2
Also ich kann dir nur raten wirklich offen darüber zu sprechen und klare Ansagen zu machen. (Wenn, dann, sonst)
Es ist eine Sucht, daher kann nur der Süchtige dagegen ankämpfen.
Er muss aufhören wollen...

Mir half es die Trennung vor Augen zu haben. Das hat mich geweckt... Also rate ich dir, echten Druck zu machen. Sonst wird er immer weiter Versprechungen machen und beschwichtigen usw.
Auch wenn es schwerfällt, sprecht über euren Sex und was gefällt und was nicht.

So weit erstmal...

VG
frasier

Ps einige Absätze wären für die Lesbarkeit wirklich hilfreich, benutze doch bitte demnächst mal die Enter Taste ;-)
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#3
(04.12.2017, 10:31)Frasier schrieb: Also ich kann dir nur raten wirklich offen darüber zu sprechen und klare Ansagen zu machen. (Wenn, dann, sonst)
Es ist eine Sucht, daher kann nur der Süchtige dagegen ankämpfen.
Er muss aufhören wollen...

Mir half es die Trennung vor Augen zu haben. Das hat mich geweckt... Also rate ich dir, echten Druck zu machen. Sonst wird er immer weiter Versprechungen machen und beschwichtigen usw.
Auch wenn es schwerfällt, sprecht über euren Sex und was gefällt und was nicht.

So weit erstmal...

VG
frasier

Ps einige Absätze wären für die Lesbarkeit wirklich hilfreich, benutze doch bitte demnächst mal die Enter Taste ;-)

Danke für die schnelle Antwort.

Nur um es überhaupt zu ertragen, muss ich Druck machen. Mir geht es sehr sehr schlecht damit. Obwohl ich mit Sicherheit auch kein armes unschuldiges Mauerblümchen bin.
Ich werde nicht damit leben können.

Unser Sex war, so denke ich und als es noch welchen gab, ziemlich schmutzig und heiß. Das hatte ihm recht gut gefallen. Aber wie es so ist, jeden Tag Leberwurst, schmeckt immer gleich und irgendwann hat man alles schon mal versucht. Seine Vorlieben, zeigen mir, dass unsere Praktiken die richtigen waren. Nur während ich ihn in tiefer inniger Liebe zunehmend reizvoller finde und für andere "Bilder" immer gesperrter werde, scheint er mich nicht mehr auf diese Art ansehen zu wollen. Obwohl ich nicht hässlich und ungepflegt bin. Früher fand er mich in jeden Sack sexy.
Eine Phase des Abwartens, nachdem es raus kam, hat in meinen Augen keine Wirkung gehabt. Er kommt einfach nicht auf mich zu auch wenn er sonst sehr liebevoll ist.

Und ich frage mich, ob und wie oft ich die Initiative ergreifen soll.
Immerhin finden Frauen es auch ziemlich verletzend abgewiesen zu werden.

Auf jeden Fall schubse ich ihn jetzt eindringlich auf solche Seiten wie diese.
Wir müssen etwas tun sonst geht unsere wunderbare Liebe kaputt.
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#4
(04.12.2017, 11:29)Frauchen schrieb:  ...Wieder Versprechen, dass er es ab sofort nie wieder tut, er mich liebt, es ihm sehr leid tut mir so weh getan zu haben. 3 mal hatten wir nach 2 !!! Jahren wieder Sex. und siehe da, er konnte. Ich war so glücklich. ...

Auf meinem Druck hin löschte er alles . Allerdings blockierte er schon länger alles für mich einsehbare. Am PC genauso wie am Handy. Plötzlich hatte sein Handy Fingerabdruck-Sperre. Der Browserverlauf war auf "alles löschen" geschaltet. ....

Monate später war morgens eine Pornoseite auf dem PC noch offen. Das übliche Drama, Tränen, Reue, Versprechen....

Er lehnt so etwas komplett ab, hält es für Spinnerei. ...

Eine Phase des Abwartens, nachdem es raus kam, hat in meinen Augen keine Wirkung gehabt. Er kommt einfach nicht auf mich zu auch wenn er sonst sehr liebevoll ist. ...

Hallo Frauchen,

das sind alles die Verhaltensweisen eines Süchtigen. Abwiegeln, beruhigen, verharmlosen, auf Zeit spielen, ne Weile wieder "normal" tun, kein Gespräch zulassen...
Wenn er sein Problem nicht als solches erkennt geht das immer so weiter.

Zitat:Auf jeden Fall schubse ich ihn jetzt eindringlich auf solche Seiten wie diese.

Wir müssen etwas tun sonst geht unsere wunderbare Liebe kaputt.

Das ist sicher richtig. Ihm muss klar werden was ihm wichtig ist. Seine Pornowichserei oder seine Ehe.
Lass dich nicht von Wohnungs oder Arbeitsproblemen abhalten etwas zu tun. Von allein wird er sich wahrscheinlich nicht ändern.

Du musst wissen ob du so weitermachen willst.
Zitat:3 mal hatten wir nach 2 !!! Jahren wieder Sex. und siehe da, er konnte. Ich war so glücklich. Er denke ich, auch. Leider ging die Aktivität immer von mir aus aber ich dachte, dass wird mit der Zeit wieder. Das war vor ca. 3 Wochen. 

VG
Frasier
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#5
Ich bin klar auf Frasiers Seite. Irgendwo musst du für dich Grenzen festlegen und Konsequenzen ziehen. Alles andere ist wirklich Kontraproduktiv für dich, für euch und für ihn genauso. Also wenn du ihm helfen willst sei konsequent auch wenn es schwer ist und weh tut. Da musst du wirklich in erster Linie nur an dich denken.
Ich denke viel kannst du sonst nicht falsch machen Hauptsache es passiert was in ihm.
Allerdings musst du auch damit rechnen das er sich gegen dich entscheidet... aber dann bist du aufjedenfall besser dran.

LG Daniel
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#6
Danke für die schnelle Antwort.

Nur um es überhaupt zu ertragen, muss ich Druck machen. Mir geht es sehr sehr schlecht damit. Obwohl ich mit Sicherheit auch kein armes unschuldiges Mauerblümchen bin.
Ich werde nicht damit leben können.

Unser Sex war, so denke ich und als es noch welchen gab, ziemlich schmutzig und heiß. Das hatte ihm recht gut gefallen. Aber wie es so ist, jeden Tag Leberwurst, schmeckt immer gleich und irgendwann hat man alles schon mal versucht. Seine Vorlieben, zeigen mir, dass unsere Praktiken die richtigen waren. Nur während ich ihn in tiefer inniger Liebe zunehmend reizvoller finde und für andere "Bilder" immer gesperrter werde, scheint er mich nicht mehr auf diese Art ansehen zu wollen. Obwohl ich nicht hässlich und ungepflegt bin. Früher fand er mich in jeden Sack sexy.
Eine Phase des Abwartens, nachdem es raus kam, hat in meinen Augen keine Wirkung gehabt. Er kommt einfach nicht auf mich zu auch wenn er sonst sehr liebevoll ist.

Und ich frage mich, ob und wie oft ich die Initiative ergreifen soll.
Immerhin finden Frauen es auch ziemlich verletzend abgewiesen zu werden.

Auf jeden Fall schubse ich ihn jetzt eindringlich auf solche Seiten wie diese.
Wir müssen etwas tun sonst geht unsere wunderbare Liebe kaputt.



Hallo Frauchen,

deine jahrelange unfreiwillige Sex-Abstinenz erinnert mich fatal an meine - schon längst überwundene - Ehe. Aber das hatte andere Ursachen, die hier nichts zur Sache tun.

Ich würde es mit einer klassischen "warm/kalt"-Strategie probieren. Gib deinem Mann unmissverständlich zu verstehen, dass du Konsequenzen ziehst, wenn du nicht mehr in seinem Lebensmittelpunkt stehst. Gib ihm zu verstehen, dass du es ernst meinst, indem du zu ihm zeitweise auf Distanz gehst. Intensiviere die Kontakte zu deinem Freundschaftskreis, bau dir mehr Unabhängigkeit auf. Vielleicht macht dich das aus seiner Sicht wieder begehrenswert.
Auf der anderen Seite würde ich ihn nicht so streng behandeln - nicht wie einen Missetäter, sondern wie einen Kranken, denn letztlich ist er das. Sei milde mit ihm. Verzichte auf jede Kontrolle seiner Gerätschaften, schau weg! So könnt ihr wieder Vertrauen aufbauen. Letztendlich geht es nicht um ein Paar Pornoseiten, die er sich reinzieht, sondern um dich, wie er mit dir umgeht und ob bzw. wie er dich als Frau wahrnimmt.

Ihr müsst euch beide in eurer Beziehung wieder neu erfinden. Vielleicht könntest auch du selber an ein paar Rädchen drehen, die euren Alltag verändern. Ein Perspektiven- und/oder Ortswechsel (Urlaub?) täte euch vielleicht gut. Überrasche ihn, durchbrich deine Gewohnheiten. Ich weiß, das sind nur Schlagwörter, aber mehr fällt mir auch nicht ein. 

Das Allerwichtigste ist die Bereitschaft miteinander zu reden. Brieferl schreiben, denke ich, bringt nicht viel. Aber wenn dein Mann das Gespräch verweigert, dann wird es eng.

Alles Gute, viel Kraft und einen langen Atem wünscht dir 

Rudi

(PS.: Und aufgeben tut man bekanntlich nur einen Brief)
Seit 20. August kein Medienkonsum aus sexuellem Interesse [Bild: nfc.php?nfc=13390]
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#7
(04.12.2017, 23:02)Rudi58 schrieb: Danke für die schnelle Antwort.

Nur um es überhaupt zu ertragen, muss ich Druck machen. Mir geht es sehr sehr schlecht damit. Obwohl ich mit Sicherheit auch kein armes unschuldiges Mauerblümchen bin.
Ich werde nicht damit leben können.

Unser Sex war, so denke ich und als es noch welchen gab, ziemlich schmutzig und heiß. Das hatte ihm recht gut gefallen. Aber wie es so ist, jeden Tag Leberwurst, schmeckt immer gleich und irgendwann hat man alles schon mal versucht. Seine Vorlieben, zeigen mir, dass unsere Praktiken die richtigen waren. Nur während ich ihn in tiefer inniger Liebe zunehmend reizvoller finde und für andere "Bilder" immer gesperrter werde, scheint er mich nicht mehr auf diese Art ansehen zu wollen. Obwohl ich nicht hässlich und ungepflegt bin. Früher fand er mich in jeden Sack sexy.
Eine Phase des Abwartens, nachdem es raus kam, hat in meinen Augen keine Wirkung gehabt. Er kommt einfach nicht auf mich zu auch wenn er sonst sehr liebevoll ist.

Und ich frage mich, ob und wie oft ich die Initiative ergreifen soll.
Immerhin finden Frauen es auch ziemlich verletzend abgewiesen zu werden.

Auf jeden Fall schubse ich ihn jetzt eindringlich auf solche Seiten wie diese.
Wir müssen etwas tun sonst geht unsere wunderbare Liebe kaputt.



Hallo Frauchen,

deine jahrelange unfreiwillige Sex-Abstinenz erinnert mich fatal an meine - schon längst überwundene - Ehe. Aber das hatte andere Ursachen, die hier nichts zur Sache tun.

Ich würde es mit einer klassischen "warm/kalt"-Strategie probieren. Gib deinem Mann unmissverständlich zu verstehen, dass du Konsequenzen ziehst, wenn du nicht mehr in seinem Lebensmittelpunkt stehst. Gib ihm zu verstehen, dass du es ernst meinst, indem du zu ihm zeitweise auf Distanz gehst. Intensiviere die Kontakte zu deinem Freundschaftskreis, bau dir mehr Unabhängigkeit auf. Vielleicht macht dich das aus seiner Sicht wieder begehrenswert.
Auf der anderen Seite würde ich ihn nicht so streng behandeln - nicht wie einen Missetäter, sondern wie einen Kranken, denn letztlich ist er das. Sei milde mit ihm. Verzichte auf jede Kontrolle seiner Gerätschaften, schau weg! So könnt ihr wieder Vertrauen aufbauen. Letztendlich geht es nicht um ein Paar Pornoseiten, die er sich reinzieht, sondern um dich, wie er mit dir umgeht und ob bzw. wie er dich als Frau wahrnimmt.

Ihr müsst euch beide in eurer Beziehung wieder neu erfinden. Vielleicht könntest auch du selber an ein paar Rädchen drehen, die euren Alltag verändern. Ein Perspektiven- und/oder Ortswechsel (Urlaub?) täte euch vielleicht gut. Überrasche ihn, durchbrich deine Gewohnheiten. Ich weiß, das sind nur Schlagwörter, aber mehr fällt mir auch nicht ein. 

Das Allerwichtigste ist die Bereitschaft miteinander zu reden. Brieferl schreiben, denke ich, bringt nicht viel. Aber wenn dein Mann das Gespräch verweigert, dann wird es eng.

Alles Gute, viel Kraft und einen langen Atem wünscht dir 

Rudi

(PS.: Und aufgeben tut man bekanntlich nur einen Brief)
Danke für die Antworten,
Nun ja, konsequent und milde widerspricht sich in meinen Augen. Am Anfang sah ich es auch großzügig, sieht er sich halt mal so was an. Ist eben ein Mann. Hatte noch die Hoffnung, es würde unseren Sex vielleicht beleben. Bis ich nun begriffen habe, dass das seine neue Sex-Partnerin ist/war?. Und ich nicht auf eine Krankheit Rücksicht nehme bzw. verzichten muss sondern, für seinen Egoismus.
Sorry. das ich das so sehe. Aber wenn ich jemand anderen leiden lasse um meine Bedürfnisse zu erfüllen, ist das für mich Egoismus. Und wenn ich mir dann einer Sucht bewusst werde, durch die der angeblich so geliebte Mensch leidet, und es dann nicht eindringlich versuche zu ändern, wieviel Milde kann man dann von dem anderen erwarten ohne ihn zu zerbrechen. Wenn ich nicht dick werden möchte, muss ich mich auch ständig ermahnen, nicht weiter zu futtern und zu naschen. Fällt mir auch nicht unbedingt leicht.

Ich bin mir auch bewusst, dass ich die Jahre bis zu meinem Lebensende nicht alle 3 Wochen einen Nervenzusammenbruch haben möchte. Auch will ich mir sicher sein, angekommen und zu Hause zu sein, und nicht wie inzwischen tagtäglich, darüber nachdenken, will ich die Küche hier noch renovieren oder mache ich dass schon für meine Nachfolgerin.
Hab ich hier Freunde und Kolleginnen oder sehe ich sie bald zum letzten mal in meinem Leben, weil ich wieder 300km zurück ziehe.
Jeden Tag Gedanken über den Sinn und die Endlichkeit dessen, was ich hier tu. Dann lieber mit Entbehrungen, fest, im Kreise meiner Familie leben, wie täglich mit Enttäuschung, Streit und Mistrauen.
Schon jetzt habe ich wieder gesundheitliche Folgen aus dem Stress, den er mir damit angetan hat. Dafür werde ich nicht all zu lange Kraft haben. Außerdem wird es unseren liebevollen Umgang zerstören.

Ich hab ihm immer in allen Bereichen vertraut und bin so entsetzlich enttäuscht von seinen nun zu Tage gekommenen Lügen. Dass er nicht einmal von selbst in all der Zeit darüber nachgedacht hat ob er mir damit unrecht tut. 
Sicher hat er nicht das Ausmaß meiner Gefühlsausbrüche dazu erwartet und auch nicht gewollt. Und dass diese Art Sexualität für mich das Gefühl des Fremd gehens hinterlässt.
 
Unsere Leben läuft eigentlich nicht so langweilig ab auch wenn bei uns an Arbeitstagen nicht unbedingt der Bär rockt. Er ist im Verein aktiv und ich kann mich auch ganz gut beschäftigen.
Wir fahren meist 3-4 mal im Jahr weg und es sind aufregende Touren die wir super gerne gemeinsam machen. Angeln und Gletscher wandern in Norwegen. Vesuv, Amalfi,Capri und Cinque Terre in Italien. Eisbrechertour in Finnland, Bernsteine "jagen" in Dänemark und, und, und.

Und wenn es dann doch die Bequemlichkeit ist, dass Ehesex zu anstrengend ist, ich brauche auch keine stundenlangen Schmuße-Harmony-Kuschel Abende...

Endlich hab ich ihn wenigstens dzu bewegen können, hier gemeinsam zu lesen und er hat etwas davon anerkannt. Will "nie mehr Porno" und dass war wirklich sein Ernst. Fragt sich nur wie stark sein Wille sein wird. Denn immerhin war das nun schon sein 3. Versprechen.

Als ich gestern gedankenverloren einkaufen ging, hat mir ein älterer Mann in mein trauriges Gesicht gelächelt und ich habe einen tiefen Schreck bekommen weil es mich an das Ende meine letzten Ehe erinnert hat, in der ich auch "mit Milde" einiges ertragen hab. Mit genau so einer Begebenheit hat damals ein 2 jähriger Ehe-Kampf begonnen, den wir verloren haben. Ich will dass nicht! und gleich gar nicht wegen dieser blöden Porno`s. Damit würden wir beide nur verlieren.

Und ich habe ihm gesagt, ich werde ihn jetzt kontrollieren und ermahnen, denn als ich nur auf Vertrauen gesetzt habe, wurde es gebrochen. Auch werde ich an unserem neuen Sex-Leben dran bleiben. Noch geb ich nicht auf.

Für euch wünsche ich natürlich Durchhaltevermögen und in Zukunft eine gesunde Sexualität.
Vielleicht hilft es euch ja auch ein wenig, mal die Dinge , aus den Augen einer/s Frau/Partners zu sehen.
Trotzdem wäre ich für erfolgversprechende Tipps weiter dankbar.
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#8
Zitat:Und ich habe ihm gesagt, ich werde ihn jetzt kontrollieren und ermahnen, denn als ich nur auf Vertrauen gesetzt habe, wurde es gebrochen. Auch werde ich an unserem neuen Sex-Leben dran bleiben. Noch geb ich nicht auf.

Das ist doch gut. Und auch das er hier mitliest. Nur er kann an der Situation etwas ändern. Das du ihm die Chance gibst sollte er als Glück verstehen.

VG
Frasier
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#9
Ich überlege eben, was aus all den Bildern und Videos von mir und über unseren Sex geworden ist. Wir hatten sehr lange eine Fernbeziehung und diese "Erinnerungen" sollten nur für ihn sein. Hoffentlich bin ich nicht unwissentlich eine von denen geworden, welchen ich jetzt so gern an die Gurgel gehen würde. Ich weis, dass er zumindest ein Bild von sich benutzt hat. Mein Bild! Hoffentlich lassen mich all diese Gedanken jemals wieder los. Mir ist so schlecht.
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#10
Ihr kommt um wirklich ehrliche Gespräche nicht herum.

Auch wenn es schwerfällt, aber er und auch du solltet euch klar machen:
Mit diesen Zweifeln, den Bildern in deinem Kopf, dem Misstrauen und deinen Ängsten ist die Beziehung eigentlich am Anfang vom Ende. Das wird nicht mehr von allein aufhören.

Nur wenn ihr beide es wollt, wird ein Neustart gelingen. So weiter machen wird nicht gehen.
Ändert er sich und zeigt dir durch sein Verhalten und seine ehrlichen Bemühungen - ich bin es Wert geliebt zu werden... Könnte es doch klappen.

Das ist für euch beide nicht leicht. Er muss sein Problem aber wirklich selbst erkennen.
Auch das es sehr wahrscheinlich nach einer Trennung oder bei einer neuen Partnerin nicht weg ist.
Mir ging das jedenfalls so. Nach einer gewissen Zeit in einer Beziehung frönte ich wieder meiner "Gewohnheit".

Durch ein erneutes Beziehungsende, zunehmender ED, der Lebensrückschau zum 50. und dem Erkennen ich bin "Krank" und selbst schuld...
Konnte ich meine Süchte bekämpfen. Und es ist, da ich es selbst will, sogar relativ einfach.

Auch ein Rückfall könnte mir meine Erkenntnis nicht mehr nehmen.:
" Ich bin selbst schuld an meinen Lebensumständen, fehlender oder langweiliger Sex lässt sich durch Pornowichserei nicht ersetzen/verbessern. Nur ich kann mein dämliches Suchtverhalten ändern..."

Ich wünsche euch, ihr schafft es...

VG
Frasier
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