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Vom Wichser zum Mann
Tag 21:

ein bisschen Fleiß, ein bisschen Fokus und dann wieder ganz viel Lärm.
Heute fühle ich mich sehr hin und her gerissen. Neben der konzentrierten Arbeit und dem Lernen gibt es immer wieder Augenblicke in denen ich meine Gedanken abschweifen lasse und anfange meine Zeit zu vergeuden. Ich war heute morgen aufgrund einer kürzeren Nacht sehr müde, weshalb ich mich nochmal hingelegt habe. Ich muss in diesen Augenblicken konsequentere Entscheidungen treffen. Wenn ich mich dazu entschließe, dann muss ich es auch durchziehen und mich wirklich hinlegen und nicht erst nochmal irgendwo googeln, Nachrichten schauen usw.
Ich ziehe jetzt nochmal zwei Stunden durch, dann habe ich einen Termin außerhalb.
Ich habe zuletzt "manuell" Druck abgebaut, weil meine Gedanken in eine Richtung tendiert haben, die Potenzial für einen Rückfall haben. Das ist, erfahrungsgemäß, nur ne Phase und da gehe ich jetzt entschlossen und wachsam durch!
Dann kann ich in 9 Tagen die 30 Tage Marke durchschreiten
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@Hallo fokusfinden,

dieses Unkonsequente und Hinauszögern/bummeln, bevor man etwas umsetzt, kenne ich bei mir auch.

Gerade beim Thema "sich nochmal hinlegen" verzettele ich mich auch oft, und dann ist schnell die Zeit anderweitig vertan. Manchmal ärgere ich mich dann weil ich so müde bin. Beim Thema Sport geht es mir häufig ebenso. Nicht selten reicht dann nur noch die Zeit für Dinge, die unbedingt erledigt werden müssen wie Arbeit und Haushalt. Am Ende des Tages fühle ich mich dann schlecht und bin unzufrieden.

Aber ich bin mir sicher, dass Du das für Dich ändern kannst, so reflektiert und bewusst wie Du das Ganze angehst.

Die Druckphase wirst Du gut meistern. Davon bin ich überzeugt und freue mich schon darauf wenn Du von einem erfolgreichen Tag 30 berichtest.

GLG Geduldige
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Tag 28 beginnt:

nichts regt sich. Auf ein ereignisreiches Wochenende folgt Leere. Angst, Vergleich und dann wieder diese Leere..
Kein innerer Impuls zu handeln. Nichts!

Gedankenmuster tauche auf, verwüsten alles, verschwinden. Leere bleibt.
Ich kenne es. Weiß, dass es verschwinden wird. Hoffe einfach, dass es Auswirkungen meiner Sucht sind und sich bessert.

Ich erwarte viel von mir, zu viel. Zumindest gebe ich mir selten die Zeit und breche meine Vorhaben deshalb vorzeitig ab. So weiß ich in vielen Dingen nicht, wie es sich anfühlt, ans Ziel zu gelangen.
Ich glaube es lässt sich gut mit einem Marathon vergleichen. Ich will ihn so laufen, wie ein Profi und muss mich nach wenigen Kilometern geschlagen geben.. Ich könnte ihn auch einfach in meinem eigenen Tempo laufen, ganz entspannt und unprofessionell, aber mit Zieleinlauf.
Mit meiner Sucht hat es sich in der Vergangenheit ähnlich verhalten.
Viele Versuche und genauso viele Aufgaben innerhalb der ersten Startkilometer.
Wenn die Euphorie des Starts verblasst und das Jubeln der Zuschauer verklingt beginnt die eigentliche Arbeit.
Hier befinde ich mich gerade.

Ich muss arbeiten. Jetzt geht es darum Strecke zu machen, Schritt für Schritt. Ganz glanzlos und unspektakulär. Kein High, kein Runnersflow, zumindest jetzt noch nicht.
Liebe Geduldige, liebe Community, wir sehen uns spätestens bei Tag 30! Ich hoffe jemand hat Wasser dabei
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31 Tage.. geht doch..
Bin aber im Moment auch super beschäftigt! Trotzdem kleine Momente wo ich gern mal schauen würde. Muss ich zugeben. Aber es fällt mir zum Glück nicht schwer einfach den Fokus auf andere Dinge zu lenken.
Wünsche euch ein schönes Restwochenende!
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Tag 34:

Warum laufen manche Versuche besser als andere? Wie ist die Situation drum herum?
Hat sich dieses Mal ein Schalter umgelegt? Ist es Zufall, Glück oder doch etwas anderes?

Ich habe ein sehr intensives Wochenende hinter mir. Viele tolle Momente und glückliche Augenblicke. Ich habe es gar nicht geschafft alle Situationen zu konservieren, sie mal aufzuschreiben. Mein Tagebuch ist ein wenig verkümmert in der letzten Zeit.
Ich werde wieder mehr schreiben, das hilft sich zu konzentrieren und führt noch einmal die tollen Augenblicke auf.

Kleine Geschichte noch: Vor ca. 1,5 Wochen, ich hatte meine Freundin seit 4 Tagen nicht gesehen und in dieser Zeit auch keinen Sex oder SB, trafen wir uns Abends und fielen ziemlich schnell übereinander her. Ich hatte lange Zeit schon nicht mehr ein so intensives Verlangen nach ihr und konnte mich schon lange nicht mehr so fallen lassen. Es war überragend, einfach geil und im gleichen Moment auch wunderschön. In diesen Augenblicken weiß ich dann, warum ich nie wieder meine ganze Energie in leblose scheiß Pornos verschleudern will.

Es ist häufig ein Kampf.. Keine Pornos mehr zu schauen und auf regelmäßiges "Wichsen" zu verzichten ist für mich weitaus weniger spektakulär, als die ganzen NoFap-Jünger teilweise berichten. Keine 24h Worksessions und Fokus wie auf Rithalin, kein Testoschub, wie bei Stoffern.
ich finde es einfach fade. Ehrlich, es ist langweilig. Langweilig nicht auf Pornos zu wichsen, langweilig, nicht im Internet jeder Neuigkeit nachzugehen, langweilig nicht zu zocken. Die nächste Belohnung muss erst erarbeitet werden, langweilig.

Aber dann, wenn diese kurzen Augenblicke kommen, in denen ich spüre, was ich jahrelang nicht gespürt habe, dann erhalte ich doch wieder eine kleine Idee, einen Ausblick auf das, was dort auf mich wartet, so ganz in der Ferne.
34 Tage, viele schmeißen das Taschentuch, weil sie denken, dass es nichts bringt. Ich weiß, dass es sich einfach unspektakulär anfühlt, anfühlen kann. Ich weiß aber auch, dass es einfach dazugehört. Hat es immer, bei jedem Reboot.
90 Tage, 180 Tage, ich will irgendwann sagen können: Du, keine Ahnung, wie lange ich schon keine Pornos mehr geschaut habe. Klappt ja auch ohne ganz gut. Ich will sicher gehen können, dass es, wenn es scheiße läuft in meinem Leben, keine Sucht ist, kein nichtbefriedigtes Verlangen nach Pornos, sondern einfach etwas anderes. Leben halt... Mit Höhen und Tiefen...

34 Tage reichen nicht aus, das muss mir klar sein, weil manchmal kommen halt doch diese kurzen Wünsche zu konsumieren...

Ich wünsche euch allen einen guten Tag und die Kraft "Nein" zur Sucht und "Ja" zum Leben zu sagen
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Das hast du sehr gut geschrieben! Bleib dran!
LG, I.
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Tag 36:

ich bin heute weitgehend unmotiviert zu arbeiten.
Ich merke, dass es mir morgens schwer fällt "einfach" mit meinen Aufgaben anzufangen. Viele Ablenkungen sind sehr verlocken. Lesen, Schach, News, Sport, Meditation, Schlafen, alles mögliche. Dadurch brauche ich immer eine gewisse Zeit, bis es mir dann geleint nicht zu fokussieren.
Den Namen Fokusfinden habe ich mir nicht umsonst rausgesucht.

Wie findet ihr euren Fokus?
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Mir geht es auch oft so. Von Thema zu Thema, von News zu Spielen, ich schweife auch immer hin und her. Focus klappt bei mir nur mit Aufgabe setzten und abarbeiten. Sonst denke ich immer an 100 Sachen
LG, I.
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Extrem gefährdet heute. Paddel schon bei google. Lese Artikel über Pornosucht und formuliere meine Suchanfragen so, dass evtl. auch mal explizitere Inhalte auftauchen. STOPP
Ich gehe jetzt vom PC weg und mache etwas anderes

Daddel* schon bei Google
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Hallo fokusfinden!

Ich melde mich bei dir auch mal wieder. Smile

Das kenne ich. Fängt die Suche einmal an, kommt eins nach dem anderen und ab einem gewissen Punkt, weiß man, dass es kein Zurück mehr gibt.

An diesem Verhalten muss weiter gearbeitet werden. Das Erkennen ist der wichtigste Schritt und dann am besten alles aus machen und weg gehen. Genauso wie du es geschrieben hast. Ich hoffe, du hast es auch erfolgreich umgesetzt. Smile

Siehe es als Training an. Je öfter du es so machst, desto stärker wirst du auf lange Sicht gegen dieses Verlangen.
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