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hinfallen und aufstehen... - mein Tagebuch
#21
(23.02.2018, 10:47)Thomas schrieb: Hallo zusammen,

Brulado: Pornos reizlos? Das würde mich ja wirklich interessieren, ob das jemandem, der erfolgreich ausgestiegen ist, so geht.

Nein, da war ich ein Narr Dodgy Nackte Models und Sexdarstellungen werden niemals reizlos sein, solange der Chip in den Genen ist. Pornos docken an diesem Chip an. Da nach 139 Tagen keine Vorteile erkennbar sind, kein besseres Leben, kein Umbruch, sehe ich keinen Sinn mehr in einer Weiterführung.

Das andere Geschlecht hat seine Reize: Ist es nicht natürlich, dass Man(n) auf sie reagiert?
Eine nackte (und manchmal reicht ja schon leichtbekleidete) Frau zu sehen, weckt ja "Instinkte", die in uns angelegt sind, oder?

Genau zu dieser Erkenntnis bin ich auch gekommen. Es kann sich nur um ein geerbtes Programm im Hirn handeln. Von daher ist der Kampf gegen nackte Haut, Sex-Darstellungen kompletter Irrsinn. Selbstverstümmelung und gegen die Natur. 

Ich habe das Ganze so verstanden, dass ich mir dieser (durchaus verlockenden) Reize bewusst bin und sie zugunsten eines höheren Ziels vermeide. Großhirn siegt über Kleinhirn, quasi... Bewusstsein siegt über Trieb. Das passiert ja schon täglich dadurch, dass ich nicht einfach wie ein Neandertaler über jedes weibliche Wesen herfalle.

Unser Ziel hier auf Erden ist Fortpflanzung. Wer keine Stammhalter will, der wird trotzdem zum Sex getrieben. Regelmäßig will der Trieb seinen Anteil. Versperre ich dem Trieb den Weg, werde ich gewalttätig oder körperliche Defekte (Aggression nach innen) und Neurosen bekommen.
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#22
Hallo Tagebuch,
hallo an alle, die weiterhin mit Pornokonsum aufhören wollen.
Mein letztes Drittel des 90-Tage-Reboots hat begonnen. Die 90 Tage fand ich beim ersten Reboot als Zwischenziel sehr sinnvoll, jetzt beim 3. Mal ging das Abgewöhnen schneller. Das eheliche Sexleben ist sehr gut, meine Wahrnehmung kommt in normales Fahrwasser.
Trotzdem ist immer mal wieder die eine oder andere Stolperfalle da. Beliebiges Surfen im Netz muss ich begrenzen- die absolute Beliebigkeit würde mich sicher wieder in den Pornokonsum führen.
Zielstrebigkeit hilft: Einfach bewusst entscheiden: Was will ich in dennächsten Minuten im Netz? Und Langeweile im Internet vermeiden. Und auch den Ausknopf finden...
Auch soziale Netzwerke haben Suchtpotential.

Ich bin gespannt auf den Frühling, da wars für mich immer etwas schwerer... .-)

Gruß
Thomas
4 Reboots: 210 / 110 / 121 / 139+ Tage pornofrei. Ziel: Freiheit ohne Rückfälle.
[Bild: nfc.php?da=nu&nfc=8463]
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#23
Hi Thomas
Toll, dass es bei Dir so gut läuft!
Bei mir ging es diesmal, wie bei Dir auch schnell vorwärts.
Sex und Beziehung sind richtig stimmig geworden.

Halte Dir das immer wieder vor Augen.
Du kannst Dir eine regelrechte Pornoabneigung mental antrainieren.
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#24
Hi phoenix,

danke! Das tut gut, auch in diesem Stadium ermutigt zu werden!

Einige Verhaltensweisen habe ich mir inzwischen so angeeignet, dass sie "passiv funktionieren", also ohne groß nachzudenken.
Momentan melden sich aber neue bzw. uralte "Einstiegsdrogen". Wie ein 12jähriger werde ich von plötzlicher Nacktheit oder unerwarteten Sexszenen im Fernsehen überrascht und merke, dass ich auch hier Entscheidungen treffen muss.

Gestern mit meiner Frau über ein paar Themen geredet. Vor Jahren wollte sie mir mal entgegenkommen und wir haben uns eine Porno-DVD geholt und zusammen angesehen. Für uns beide wars komisch. Und wir sind uns einig (!), dass wir das nicht mehr tun werden, weil es unserer gemeinsamen Sexualität nicht hilft, sondern eher schadet: Man sieht sich halt doch Fremde beim Kopulieren an.
Für mich ein neues Denken. Und ich bin überrascht, dass ich das wirklich so will.

Alkes Gute und viele Grüße
Thomas
4 Reboots: 210 / 110 / 121 / 139+ Tage pornofrei. Ziel: Freiheit ohne Rückfälle.
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#25
(10.03.2018, 12:20)Thomas schrieb: Hi phoenix,

danke! Das tut gut, auch in diesem Stadium ermutigt zu werden!

Das ist doch der Sinn dieses Forums :-)

Einige Verhaltensweisen habe ich mir inzwischen so angeeignet, dass sie "passiv funktionieren", also ohne groß nachzudenken.

Darauf kannst Du weiterbauen, ist grossartig wenn sich schon positive Automatismen gebildet haben!

Momentan melden sich aber neue bzw. uralte "Einstiegsdrogen". Wie ein 12jähriger werde ich von plötzlicher Nacktheit oder unerwarteten Sexszenen im Fernsehen überrascht und merke, dass ich auch hier Entscheidungen treffen muss.

Jeder gesunde Mann reagiert auf Nacktheit/Sexszenen, das ist kein "Privileg" von uns!
Du bist kein12jähriger unschuldiger Junge, es liegt an Dir entsprechend darauf zu reagieren.

Gestern mit meiner Frau über ein paar Themen geredet. Vor Jahren wollte sie mir mal entgegenkommen und wir haben uns eine Porno-DVD geholt und zusammen angesehen. Für uns beide wars komisch. Und wir sind uns einig (!), dass wir das nicht mehr tun werden, weil es unserer gemeinsamen Sexualität nicht hilft, sondern eher schadet: Man sieht sich halt doch Fremde beim Kopulieren an.
Für mich ein neues Denken. Und ich bin überrascht, dass ich das wirklich so will.

Mach Dir das neue Denken immer wieder bewusst, es wird Dich davonabhalten, Fremden beim widernatürlichen Kopulieren nach Drehbuch zuschauen zu wollen.

Zieh es durch Thomas, es fällt Dir mit der Zeit immer leichter.

LG
phoenix
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#26
(04.03.2018, 14:30)Thomas schrieb: Hallo Tagebuch,
hallo an alle, die weiterhin mit Pornokonsum aufhören wollen.
Mein letztes Drittel des 90-Tage-Reboots hat begonnen. Die 90 Tage fand ich beim ersten Reboot als Zwischenziel sehr sinnvoll, jetzt beim 3. Mal ging das Abgewöhnen schneller. Das eheliche Sexleben ist sehr gut, meine Wahrnehmung  kommt in normales Fahrwasser.
Trotzdem ist immer mal wieder die eine oder andere Stolperfalle da. Beliebiges Surfen im Netz muss ich begrenzen- die absolute Beliebigkeit würde mich sicher wieder in den Pornokonsum führen.
Zielstrebigkeit hilft: Einfach bewusst entscheiden: Was will ich in dennächsten Minuten im Netz? Und Langeweile im Internet vermeiden. Und auch den Ausknopf finden...
Auch soziale Netzwerke haben Suchtpotential.

Ich bin gespannt auf den Frühling, da wars für mich immer etwas schwerer... .-)

Gruß
Thomas

Hallo Thomas, ich weiß dass du schon einen langen Kampf führst und dass du nie aufgegeben hast. Ich möchte dir hier danken für deine Inspirationen und Techniken die du herausgefunden hast und mit uns teilst. Dein Beispiel hat gezeigt, dass nach 90 Tagen noch nicht Schluss ist mit der Gefahr eines Relapse. Das stärkt mich in meinem absoluten und strikten Kampf gegen jeglichen Pornokonsum und zeigt mir wie ernst und schwer es ist da wieder rauszukommen. Das dein eheliches Sexleben wieder top ist, ist mit Sicherheit ein wichtiger Erfolg in deinem Fall. Besonders danken möchte ich dir auch für deinen Hinweis wie wichtig Selbstkontrolle im Alltag ist, der immer wieder durch Werbung und andere Medien übermäßig sexualisiert ist und Wünsche in uns weckt die oft schädlich sind für uns. Ich lerne von dir mich jedesmal zu fragen: aus welchem Sinn und Zweck will ich ins Netz gehen und meine Zeit dort verbringen? Falls es nur Langeweile ist werde/will ich die Reisleine ziehen. Gebote mit müssen funktionieren ja oft leider nicht, wenn wir sagen wir müssen das und das tun bildet sich leider oft eine Ressistenz gegen diesen verpflichtenden Charakter. Weniger Surfen und benutzen elektronischer Geräte begreife ich als ein Privileg und Schlüssel zum Erfolg. Soziale Netzwerke wie Twitter nutze ich zum Glück nicht, FB versuche ich auch kaum noch zu nutzen, weil sie zu negativen Verhaltensweisen zählen die Suchtpotenzial haben und einfach nur Timekiller sind die eben keine Zielstrebigkeit beweisen. Ich wünsche dir viel Kraft für den Frühling, der jetzt so richtig startet!
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#27
Hallo Tagebuch, hallo Mitstreiter,

vielen Dank für Eure ermutigenden Worte. Unglaublich, was sowas mit einem macht!
Tag 72. Heute hab ich Ärger und Frust bei der Arbeit und damit eine Situation, die mich vor einiger Zeit sofort vor den PC gezogen hat, um das Hirn auszuschalten. Pornos lenken ab. Früher war der Pornodrang in so einer Situation so stark war, dass ich mich gar nicht mehr wehren konnte. Das führte dann dazu, dass ich bei Arbeitsfrust schon morgens direkt nach der Abreise meiner Frau zu ihrer Arbeit am PC saß.
Ja, auch heute morgen kam die Idee auf. Damit merke ich, dass der Reboot noch nicht abgeschlossen ist. Die Idee war aber eine 1-2, während es sonst immer eine 10 war. Noch nicht abgeschlossen, aber eben auch schon einiges erreicht. Ich bin gespannt, ob auch diese "kleinen Versuchungsgedanken" noch verschwinden - oder ob ich lernen muss, damit zu leben.

Viele Grüße an alle. Macht weiter!
Thomas
4 Reboots: 210 / 110 / 121 / 139+ Tage pornofrei. Ziel: Freiheit ohne Rückfälle.
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#28
Ich habe eigentlich von einem Erfolg berichtet, wie sich der Verzicht von Pornokonsum auch auf mein Verhalten auswirkt.
Natürlich wird man krank, wenn man keinen Ort für Frust und Wut hat, das ist doch völlig klar.
Habe auch nicht gesagt, dass ich das in mich hineinfressen würde.
Im Gegenteil, ich kann besser damit umgehen als vorher.
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#29
@Thomas

Ich glaube nicht, dass Versuchungen verschwinden werden.
Sie werden wie Dein Skalenvergleich bestätigt wieder handelbar.
Bei mir trifft die 1-2 auch zu und damit komme ich immer besser klar.
Für mich sind das richtig grosse Fortschritte.

Ein Reboot ist kein Abschluss, er ist ein Neustart.
Du wirst immer auf Deinem Weg sein, das ist nie abgeschlossen.

lg
phoenix
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#30
Hallo Tagebuch,
hallo Mitstreiter,

Tag 78 ohne Pornos, Selbstbefriedigung und digitaler Erotik.
Das "Leben ohne" spielt sich ein. Die Besuche hier helfen, sich bewusst zu bleiben, wo man gerade steht.

Phoenix hat Recht: Der Reboot ist ein Anfang, kein Abschluss. Bisher war es das allerdings. Natürlich will ich damit auch ein großes Kapitel in meinem Leben abschließen, aber es ist eben auch ein Doppelpunkt hinein in etwas Neues.

Dass der Weg nie abgeschlossen sein wird, zeigt sich durch die "fiesen kleinen Fallen" im normalen Alltag. Da habe ich beim Onlineeinkauf nach "Pins" gesucht, und in der Suchliste werden mir Pin-Ups vorgeschlagen, natürlich mit Vorschaubild. Und schon finde ich mich in einer Situation wieder, in der ich nur einen Klick vom Rückfall entfernt bin. Manche mögen damit klarkommen, ich aber nicht, denn das ist meine "Einstiegsdroge"...

Ja, der Gedanke ist zu schön, dass mich das alles eines Tages nicht mehr interessiert .-) Aber auch erschreckend; schließlich will ich ja auch nicht meine Libido bzw. gesamte Sexualität an den Nagel hängen.

So bleibt der Weg ein Weg und kein Ziel.
Aber was ist dann mein Ziel?
Mit einer gesunden Sexualität suchtfrei mein Eheleben führen zu können.
Und als nächstgroßes Zwischenziel: Meiner Frau zum nächsten Hochzeitstag "ein Jahr pornofrei" präsentieren zu können. Das wâre ein großes Geschenk für uns beide.

Gruß an alle!
Thomas
4 Reboots: 210 / 110 / 121 / 139+ Tage pornofrei. Ziel: Freiheit ohne Rückfälle.
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