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Hilfe ich hatte einen Rückfall
#1
Also Hallo erstmal ich bins der Daniel. An alle die mich kennen hallo. Ich bin 18 Jahre jung und glaube ich habe eine solche Pornographie abhängigkeit. Ich weiß nicht genau ob ich es richtig beschreiben kann aber ich werde versuchen es möglichst gut zu beschreiben.

Seitdem ich 9 bin schaue ich jeden Tag Pornos. Mein Bruder hat mir damals die Seite "xxx" gezeigt und ich masturbiere seit 8 Jahren täglich. Vor einigen Tagen habe ich versucht eine Pause zu machen. Heute in der Schule jedoch hatte ich einen Rückfall.

Ich saß im Unterricht und habe meine SoWi aufgaben gemacht und war wie immer als erster fertig und habe meiner Lehrerin bescheid gesagt. Sie kam rüber zu mir und hat sich über meinen Tisch gebeugt um meine Aufgaben zu betrachten. Während sie dies tat, betrachtete ich ihr Gesicht und mir viel wie jeden Tag ihre Schönheit auf. Ihre platinblonden Haare und ihr makelloses Make-Up. Naja durch meine Pornopause hatte sich bei mir schon ziemlich viel Druck aufgebaut. So kam es dass ich sofort eine Erektion bekam, welche gegen meine Jeans drückte. Ich bekam Panik und versuchte mich abzulenken. Aber wie bereits gesagt sie war über meinen Tisch gebeugt und ich konnte direkt in ihren Ausschnitt schauen. Sie trug keinen BH und ihre Bluse war sehr locker. Dadurch konnte ich sogar ihre Nippel sehen. Ihre Brüste waren wunderschön und prall und sie bemerkte nicht mal meine starrenden Augen weshalb sie mehrere Minuten so dort verweilte. Ich merkte dass ich den Druck irgendwie loswerden musste. Ich fing an meine Hose zu reiben. Es tat gut. Alles andere war nun nicht mehr wichtig. Ich merkte Wellen die über meinen gesammten Körper durchströmten. In diesem Moment viel mir auf dass sie nicht mehr meine Aufgaben las sondern mich verwundert anschaute. Sie bemerkte meine Hand und ich sah dass sie sich unwohl fühlte. Trotzdem es mir sehr peinlich war, ließ meine Erektion nicht nach und ich merkte wie sie an meinem Bein pulsierte. Sie sagte nur "du darfst natürlich auf Toilette gehen". Ich schaffte es, zumindest glaube ich, unauffällig den Raum zu verlassen. Als ich auf der Toilette war fing ich an und nach 10 Minuten hatte ich meinen ersten Orgasmus nach Tagen. Leider spritzte ich meine Hose voll und musste so wieder zurück zum Unterricht. Das hat sicher niemand übersehen.

Dieser Rückfall hat mich sehr getroffen. Ich hatte es mehrere Tage geschafft nicht mal an Pornos zu denken und nun ist das passiert. Wie habt es geschafft die nötige Disziplin aufzubauen um so etwas zu vermeiden? Ich wäre für jede Hilfe dankbar.

LG Daniel
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#2
Hallo Freunde. Leider hat mir keiner von euch geantwortet (bisher). Das hat mich sehr traurig gemacht. Ich habe mich als Mensch in Not an euch gewendet und mich geöffnet. Ich habe meine tiefsten Gedanken mit euch geteilt. Dies hat sehr viel überwindung gekostet und ich war von eurer Hilfe abhängig. Ich saß hier jeden Tag und habe mich gefragt "hat mir heute jemand geantwortet?" doch niemand schien mir helfen zu wollen. Ich habe noch lange an dem Willen festgehalten. Dem Verlangen zu trotzen und nicht nachzugeben. Doch heute wurde mir klar dass mir niemand hier helfen wird. Die Frage die ich mir jedoch stellte war: Warum? Warum hat mir niemand geholfen? Vielleicht nehmen sie mein Problem nicht ernst. Vielleicht denken sie ihre Probleme wären wichtiger. Oder vielleicht kann man mir garnicht helfen. Nun sitze ich hier. Ich halte es langsam nicht mehr aus. Ich spüre die Anschwellungen des Druckes, welche jede Sekunde stärker werden. Meine Hände zittern, vor allem meine Rechte. Ich merke wie sie angezogen wird. Von meiner Hose. Schickt Hilfe ich werde es nicht mehr lange durchhalten. Bitte.

LG Daniel
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#3
Hallo Daniel,
ich bin sehr neu hier in dem Forum. Möchte dir aber mein Ohr gerne zur Verfügung stellen. Ich kann mir gut vorstellen wie du dem heißen Drang widerstehen willst und musst. Ich glaube einfach du musst die Entzugserscheinungen überwinden und du musst einmal übern Berg sein. Dann wirst du auch nicht mehr onanieren. Ich kenne deine Probleme vielleicht können wir uns zusammen tun. Wie alt bist du denn ?

Dein MetalSachse95
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#4
Hallo Daniel,

erst einmal ein Lob dafür, dass du nach deinem ersten Rückfall nicht sofort wieder komplett der Sucht verfallen bist und weiterhin tapfer geblieben bist. Insbesondere nach einem Rückfall, der einen so frustriert, wie in deinem Fall geben viele nach, weil die Enttäuschung und der Frust zu groß ist.

ABER, das muss es gar nicht. Ein Rückfall für sich betrachtet ist gar nicht soo schlimm. Klar ist es schade, dass du nicht dein vorher festgelegtes Ziel erreicht hast und schwach geworden bist. Und klar ist bei einem Rückfall immer die Gefahr dabei, dass einen die Sucht wieder in ihren Bann zieht. Das aller wichtigste ist jedoch, dass du keinen Porno konsumiert hast UND dass du danach wieder in die Spur gefunden hast. Das ist beides bei dir der Fall. Die meisten denken sich nach dem ersten Rückfall "so ein Mist aber auch. Ich bin wohl zu schwach. Naja, dann kann ich ja jetzt wenigstens richtig schön die Sau rauslassenm, wenn ich doch eh wieder bei 0 stehe und sowieso zu schwach bin" so oder so ähnlich.

Weißt du, vielleicht ist der hardmode auch gar nicht für dich gemacht. Viele Therapeuten beauftragen ihre Patienten erstmal nur mit dem Verzicht von pornos, masturbieren darf man weiterhin. Erst einmal. Vergiss nicht, wir sind alles Individuenm der eine schafft es am besten von der Sucht loszukommen, wenn er den Hardmode bestreitet. Für den anderen ist der softmode die perfekte Lösung. Ich kenne zum Beispiel eine EHEMALIGE Raucherin. Sie war kettenraucherin und hat anderthalb Schachteln pro Tag geraucht. Dann hat sie aufgehört. Von einem Tag auf den anderen. Aber es war kein kälter Entzug. Denn sie hatte kräuterzigaretten als Ersatz für die erste harte Zeit.

Was ich damit sagen will: versuch für dich selbst herauszufinden, welcher der Weg ist, der zu DIR am besten passt. Mit dem Du die besten Fortschritte machst. ABER sei trotzdem nicht zu nachgiebig. Man brauch schon einige gewisse Härte und Willenskraft um den mächtigen Dämonen in einem drinnen zu bezwingen. Was nicht heißt, dass man sich irgendwelche schlichtweg unerreichbar Ziele stecken soll, an denen man schlussendlich scheitert und aufgibt vor lauter Frust und Selbstzweifel. Der Kampf gegen die Sucht ist ein LANGER und HARTER Weg. Wenn du dran bleibst und immer wieder aus deinen Schwächephasen lernst und es versuchst beim nächsten mal besser zu machen, schaffst du es schon bald.

Ansonsten solltest du versuchen ganz allgemein herauszufinden, wer du bist und was dich glücklich macht. Die fehlende Lücke, die durch die Abstinenz entsteht, musst du dann genau mit diesen Aktivitäten füllen. Aktivitäten für die du dich begeistern kannst. Bleib immer dir selber treu. Dazu musst du jedoch erst einmal dich selber finden.

Viel Kraft und Erfolg wünsch ich dir!
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#5
Danke Exwanker wahrscheinlich auch im Namen vom Daniel.
Kannst du uns nicht noch ein paar weitere Tipps geben wie du die Sucht überwunden hast. Im Prinzip ist es ja nichts anderes wie jede andere "normale" Sucht. Ich hoffe auch das wir uns etwas in unserer Grube stützen können D.C..
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#6
Hallo Freunde,
ich habe es geschafft weiter durchzuhalten. Meine Antwort kommt etwas spät, aber ich habe eure Antworten gelesen. Ich habe eure gesendete Kraft gespürt. Sie hat mich erfüllt und mich davon abgehalten wieder auf solche Seiten zu gehen. Mit dem Druck komme ich nun auch besser klar.
Nach meinem letzten Post war ich am Boden. Habe mich zurückgelassen gefühlt. Ohne Kraft alleine gelassen. Ich hatte mir vorgenommen Abends wieder anzufangen. Ich sah schon genau vor meinen Augen welche Seiten ich besuchen würde und welche Kategorien ich durchforsten würde. Doch dann kamen eure Antworten. Sie haben mir geholfen. Ich fühlte neue Stärke in mir aufkommen. Sie erhob mich und ich schaffte es weiter durchzuhalten. Ich habe gegen meine Hose gewonnen. Ich habe mir neue Beschäftigungen gesucht. Ich habe angefangen mit Malen nach Zahlen. Es hilft mir mich zu beruhigen und auf etwas anderes zu konzentrieren. Ich werde weiter durchhalten. Zwischendurch scheint es noch schwer aber ich bin nach jedem Tag erleichtert. Danke für eure Antworten.

LG Daniel
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#7
Hallo Daniel,

Malen nach Zahlen klingt gut. Kreativität ist eine gute Alternative.
Letztendlich hängt es aber an Dir selbst, ob Du Pornokonsum loswerden willst - und nicht an anderen.
Mach Dir ne Liste mit Dingen, die Du tun kannst, wenn der Druck steigt. Dinge, die Spaß machen. Die Liste ist für mich sehr wichtig gewesen, denn im Moment, in dem der Druck da ist, denke ich nicht mehr. Dann muss ganz schnell klar sein, was ich stattdessen tue.

Und schreib Dir auf, wie Dein Leben ohne Pornos aussehen wird. Welche Vorteile wirst Du haben? Welchen Gewinn an Selbstachtung? Du wirst nicht mehr unter der Fuchtel Deiner Triebe stehen, sondern selbst entscheiden. Wie sehen Deine Ziele aus?

Und versuche, Deine Trigger herauszufinden: In welchen Situationen fühlst Du Dich am Stärksten herausgefordert? Welche Filme, welche Internettätigkeiten, welche Tagesform, welche Stimmung löst bei Dir Pornokonsum aus? Hier ist knalharte Analyse gefragt. Sei ehrlich mit Dir selbst. Und schreib es Dir am Besten mal auf, dann kannst Du es immer mal wieder lesen. Das hilft.
Bzw. hat mir das sehr geholfen.

Viel Erfolg!

Thomas
4 Reboots: 210 / 110 / 121 / 139+ Tage pornofrei. Ziel: Freiheit ohne Rückfälle.
[Bild: nfc.php?da=nu&nfc=8463]
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