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Wo bekommt man Hilfe?
#11
(11.02.2018, 18:11)Brulado schrieb:
(11.02.2018, 17:50)ralflinden schrieb: Ich habe mir die Frage gestellt: Warum habe ich mit Pornos schauen angefangen. Dann die Frage: Warum schaue ich heute Pornos an. Dadurch erkennst du viel und kannst die Sucht besser bekämpfen.

Die Fragen kamen bei mir in der Reboot Phase, denn da passierte psychisch viel mit mir. Es war wie ein Blick von oben oder in den Rückspiegel. Ohne Reboot und Abstand wäre ich nie drauf gekommen. Es gibt eine Ursache, die zu Pornos (oder Alk, Hasch, Drogen,...) führt und eine Fehlprogrammierung auslöst.

Nach dem oben Zitierten, half mir die Erkenntnis so auf keinen Fall weiterleben zu wollen.
(die Liebe des Lebens verloren..., Sinnlosigkeit der "Angewohnheit" erkannt,...)

Wenn man es selbst will, ist es m.E. relativ "leicht" schaffbar aufzuhören.
Mache Dir klar, warum Du es nicht mehr willst. Was der ist Vorteil für Dich es zu lassen....
Deine Versuche und Rückfälle deuten für mich darauf hin, Dir fehlt der absolute Wille es zu lassen.

Ich hatte nur meine Sammlung gelöscht, aber jederzeit Onlinezugang. Bei Rückfallgefahr habe ich mir immer wieder klar gemacht, ich verschwende weitere Lebenszeit als Pornowichser. Da ich das nicht mehr wollte, hab ich immer die Kurve bekommen.
Mir half dann auch neben dem Reboot eine Tadalafil Kur (5mg tgl.) und die daraus folgenden Erfolgserlebnisse beim Sex. Zu Anfang hatte ich auch Probleme einen Orgasmus beim normalen Sex zu erreichen. Aber auch das wird zunehmend besser... 

Zur Eingangsfrage:
Leider habe ich da auch keine Adresse o.ä..
Ob die normalen Suchtberatungsstellen da schon fit sind...?
Deine Erfahrungen mit dem Sexualmediziner sind hier sicher für viele interessant. Wäre schön, wenn Du berichtest.
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#12
Hey, danke für die Antworten!

Das soll jetzt nicht negativ klingen, ich gebe auch allen Vorrednern recht, ich finde dennoch, die Lage was professionelle Hilfe angeht könnte durchaus besser sein.
Ich meine mit Willen und Selbstreflexion einfach probieren, aufzuhören, ist ja gut und schön. Und ohne den absoluten Willen und Selbstreflexion wird einem da sicher eh kein Profi weiter bringen.
Aber wenn wir es mal vergleichen mit andere Süchten, sei es Alkoholsucht, Spielsucht oder Magersucht, klingt es halt etwas dünn, sich darauf zu verlassen, dass man sich da quasi an den eigenen Haaren aus dem Sumpf zieht. Gelingt das, dann ist das gut und schön. Aber wenn nicht, sollte da einfach mehr sein, ebenso, wie es bei allen anderen Süchten auch ist.
Ich meine, manchmal kommt es mir so vor, als würde die Pornosucht als Form der Sexsucht nicht vollständig ernst genommen, dabei finde ich jetzt Spielsucht auch nicht unbedingt leichter nachzuvollziehen. Man muss halt akzeptieren, dass es eben für die betroffene Person nicht unbedingt so leicht ist und man mit den Mechanismen arbeiten kann,wie man es bei "gesunden" Menschen tun würde...

Hab jetzt praktisch seit Sonntag keine Pornos mehr geschaut bzw dazu onaniert. Was im Moment hilft, dass ich dieses Gespräch nächste Woche habe, da fühle ich mich irgendwie schon wie vertraglich gebunden, keine Pornos zu schauen.

Ich denke, was es für mich schwer macht, ist eben, dass keiner davon wissen soll, und ich dementsprechend eben auch keinem Freund/Bekannten gegenüber ein schlechtes Gewissen habe... Also das schlechte Gewissen hab ich natürlich dann selbst, aber man betrügt halt noch eher sich selbst bevor man anderen Leuten gegenüber etwas schuldet...


Zitat:Nach dem oben Zitierten, half mir die Erkenntnis so auf keinen Fall weiterleben zu wollen.
(die Liebe des Lebens verloren..., Sinnlosigkeit der "Angewohnheit" erkannt,...)

Das sag ich mir auf jeden Fall auch. Echt traurig, wo man heute hätte sein können.
Naja das hab ich mir früher halt auch schon gesagt, im Zweifelsfall will ich diesmal das ganze etwas "stabiler" angehen.

Teile gerne meine Erfahrung mit dem Sexualmediziner. Schätze aber, dass ich, nach dem ersten Gespräch, im besten Fall erst in Wochen oder Monaten einen Platz bekomme.
Psychologen sind wohl jetzt verpflichtet, mehr Sprechstunden anzubieten, Therapieplätze gibt es aber meist wohl leider leider erst nach längerer Wartezeit.
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#13
So, also mit dem Kein-Porno-Schauen läuft eigentlich ganz gut bisher. Halt nichts mehr geschaut seit meinem ersten Post hier...

Wie wichtig ist es eurer Meinung nach, nicht zu Masturbieren? Da hab ich nämlich jetzt noch nicht den Fokus drauf gelegt. Es ist weniger, aber da halte ich nicht die Null bis jetzt.
Dachte, es ist besser, da mal schnell und knackig den Druck abzubauen, als stundenlang an Pornos zu denken im Halbstundentakt und dann, da der Druck zu groß wird, doch wieder was anzuklicken...
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#14
(18.02.2018, 15:58)NaaFap schrieb: So, also mit dem Kein-Porno-Schauen läuft eigentlich ganz gut bisher. Halt nichts  mehr geschaut seit meinem ersten Post hier...

Wie wichtig ist es eurer Meinung nach, nicht zu Masturbieren? Da hab ich nämlich jetzt noch nicht den Fokus drauf gelegt. Es ist weniger, aber da halte ich nicht die Null bis jetzt.
Dachte, es ist besser, da mal schnell und knackig den Druck abzubauen, als stundenlang an Pornos zu denken im Halbstundentakt und dann, da der Druck zu groß wird, doch wieder was anzuklicken...

Druck abbauen ist ok, aber erst nachdem du versucht hast dich abzulenken. Brich bewusst aus der gewohnten Alltagsroutine aus und belohn dich mit etwas, das du immer schon machen wolltest. So kannst du deine Gedanken in gesündere Bahnen lenken. 

Lg Rudi
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#15
Danke, das klingt interessant!
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#16
Wichtig finde ich, wenn du dich dafür entscheidest, gelegentlich zu masturbieren, das es 1) keine Pornos dabei gibt und 2) du dich wirklich befriedigst dabei. Also nicht nur dieses "schnell einen abrubbeln und Druck ablassen", sondern es sollte etwas für dich wirklich schönes werden.

Anfangs wirst du wohl noch "Kopfkino" dazu brauchen um die Erregung aufrecht zu erhalten. Dabei achte darauf, das es keine Pornos sind, sondern versuche dir Situationen vorzustellen die in Real passieren können (deine Partnerin, was ihr gemacht habt oder was ihr machen würdet). Später dann wird es dir Möglich sein, dass du völlig ohne Kopfkino masturbierst und dass du dich nur auf das schöne Gefühl dabei konzentrieren kannst
[Bild: nfc.php?da=nu&nfc=11804]

Seit 07.09.2016 ohne Pornos (275 Tage + Countertage)
Seit 09.06.2017 "Aufräumen" (Countertage)
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#17
Ja, weiß was du meinst! Es ist mal das eine und mal das andere, aber ich probiere mir eigentlich immer entweder was Erlebtes vorzustellen oder halt an reale Menschen zu denken.
Bin gespannt, ob es so wird, wie du sagt. Bisher läuft das schon eher über eine Art Kopfkino, also Berührung alleine würde sich glaub ich nichts tun.
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#18
Bei mir hat die "Umstellung" von Pornos auf "natürliche Reize" mehrere Monate gedauert. Daher versuche es nicht krampfhaft zu erzwingen, sondern lass es langsam auf dich zu kommen.

Für mich war es ein sehr emotionaler Moment, als ich das erste Mal wieder wirklich befriedigt war danach. Das hat mich regelrecht umgehauen, so intensiv und nachhaltig war es. Aber es war für mich der Moment, wo ich entschieden habe: Nie wieder zurück zu Pornos
[Bild: nfc.php?da=nu&nfc=11804]

Seit 07.09.2016 ohne Pornos (275 Tage + Countertage)
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#19
Danke für die Antwort, bleibe auch am Ball...
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#20
Also bis jetzt fällt es mir recht leicht, keine Pornos zu schauen. Wobei ich mir darüber im Klaren bin, dass das eine ganz fragile Angelegenheit ist und man schnell abrutschen kann.
Hab auch meine Pornos noch nicht gelöscht, weil ich damit im Moment noch nicht in Berührung kommen will. Aber wirklich seit dem 11.02. nicht mehr geschaut.

Eine Phase hatte ich seitdem, da hab ich tatsächlich in kürzerer Zeit 3x was Sexuelles geträumt, was ich an sich sehr selten habe.

Davon mal abgesehen fühle ich mich sexuell aber überwiegend tot....kennt jemand dieses Gefühl? Haben das alle?
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