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ein neuer Anfang
#21
Also, im Moment klappt alles wunderbar, und ich bin nicht den ganzen Tag in "Hab-Acht-Stellung". Das tägliche Vorbeischauen hier im Forum erinnert mich daran, dass ich im Rebootprozess bin. Und doch hat man die Vorsicht noch präsenter im Hinterkopf.
Meine Rückfälle passierten, weil ich dachte, dass ich diese Vorsicht nicht mehr brauchte.
Ein Verwandter von mir war sein Leben lang Alkoholiker, obwohl er mit 25 oder so aufgehört hat zu trinken. Er blieb clean, weil er sein Leben lang (bis über 70) bereit war, vorsichtig zu sein. Alle haben immer schon gegrinst, weil er noch nicht mal Schwarzwälder Kirschtorte essen wollte. Aber nur so hat er es geschafft... Vielleicht ist das bei uns Pornosüchtigen auch so?
4 Reboots: 210 / 110 / 121 / 139+ Tage pornofrei. Ziel: Freiheit ohne Rückfälle.
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#22
(05.04.2019, 09:17)Thomas schrieb: @ Hans: Ich denke nicht, dass das klappen würde. Ein Alkoholsüchtiger gönnt sich im Rahmen seiner Therapie ja auch nicht so viel Bier, dass er gerade noch die Kontrolle hat...

Das hat ja nix mit Exposititionstherapie zu tun, sich Bier zu gönnen. Im Rahmen der Therapie, wir der Umgang mit Alkohol gelernt, dass heißt nicht, dass er getrunken wird, ebenso meinte ich das mit Expositionstherapie und Porno.
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#23
Also ich habe schon ein paarmal probiert, mit Absicht eine Pornoseite anzuklicken, um mir selbst beweisen zu können, wie stark ich bin und wie gut ich kraft meines Intellekts widerstehen kann.

Ergebnis?

Richtig - jedes mal hat die Sucht den Intellekt besiegt.

Bleibt stark!

Heinrich
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#24
(06.04.2019, 19:12)HansG schrieb:
(05.04.2019, 09:17)Thomas schrieb: @ Hans: Ich denke nicht, dass das klappen würde. Ein Alkoholsüchtiger gönnt sich im Rahmen seiner Therapie ja auch nicht so viel Bier, dass er gerade noch die Kontrolle hat...

Das hat ja nix mit Exposititionstherapie zu tun, sich Bier zu gönnen. Im Rahmen der Therapie, wir der Umgang mit Alkohol gelernt, dass heißt nicht, dass er getrunken wird, ebenso meinte ich  das mit Expositionstherapie und Porno.

Noch eine Ergänzung: Expositionstherapie wird in der Regel natürlich mit therapeutischer Begleichtung gemacht bzw. gelernt. Im Selbstversuch mit Porno habe ich da so meine eigenen (negativen) Erfahrungen gemacht...

Aber abgesehen davon: der Süchtige ob nun Alc oder Porno ist mehr oder weniger immer seinen Suchtmitteln gegenüber "exponiert", die sind nun mal in der Welt....
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#25
Ich denke, dass der Pornosüchtige (nicht der Sexsüchtige) dem Alkoholkranken voraus hat, dass er dem Körper keine externen Substanzen zuführt und den Organismus dadurch in keine körperliche Abhängigkeit bringt.
Der Nachteil ist natürlich, dass die sexuellen Reize ÜBERALL lauern und man ein gewisses Körperorgan mitschleppt bzw. jeden Tag in der Hand hat.

Heinrich
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#26
(10.04.2019, 07:58)heinrich66 schrieb: Ich denke, dass der Pornosüchtige (nicht der Sexsüchtige) dem Alkoholkranken voraus hat, dass er dem Körper keine externen Substanzen zuführt und den Organismus dadurch in keine körperliche Abhängigkeit bringt.
Der Nachteil ist natürlich, dass die sexuellen Reize ÜBERALL lauern und man ein gewisses Körperorgan mitschleppt bzw. jeden Tag in der Hand hat.

Heinrich

Ja, aber..... durch Porno und Mastururbation werden ja sozusagen interne Substanzen erzeugt, Dopamin etc., und insofern besteht hier durchaus eine körperliche bzw. wie bei alc ja auch psychische Abhänigkeit nach dem guten, geilen Gefühl.....

Das Körperorgan, das hier mitgeschleppt wird, ist nach meinen Erfahrungen nicht zwischen den Beinen, sondern die eigene, pornografizierte Psyche, Seele oder wie man es nennen mag
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#27
Das stimmt, aber ,wenn man sich zwischen dein Beinen berührt ...

Ich will hier nicht triggern.

Und Dopamin wird ja auch durch viele andere "Belohnungen" (hoffentlich) erzeugt.

Aber, du hast recht, das eigentliche Problem liegt im Kopf.
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#28
(10.04.2019, 09:03)heinrich66 schrieb: Das stimmt, aber ,wenn man sich zwischen dein Beinen berührt ...

Ich will hier nicht triggern.

Und Dopamin wird ja auch durch viele andere "Belohnungen" (hoffentlich) erzeugt.

Aber, du hast recht, das eigentliche Problem liegt im Kopf.

Ja, zum Glück (also für einen "Dopaminkopf") muss es nicht Porno sein, da gibt es Alternativen!

(die sind allerdings anstrengeder, porno ist halt der leichtere weg, da muss man sich nicht anstrengen, die Anstrengung ist dann Teil der Herausforderung, wenn man sich für Abstinenz entschieden hat, aber das ist ok und gehört zu diesem Weg, der wird kein leichter sein..... ) (ich mag YN eigendlich nicht, aber dieser song passt ganz gut)
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#29
Zeitung lesen, Kaffee trinken, Sport, Familie, Fernsehen, schlafen, chillen, Familienfotos anschauen, Urlaub planen, Urlaub machen, Gartenarbeit, zusammenräumen, handwerklich betätigen, Freunde treffen, Feiern organisieren, Bücher lesen, Texte schreiben, Reboot genießen, in Foren posten, Ausbildung machen, in Vereinen helfen, Musik hören, Musik machen, zeichnen, malen, Aktienkurse beobachten, sein Geld verwalten oder ausgeben, .... aber NUR das EINE NICHT
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#30
Hallo Tagebuch, hallo Mitstreiter,
morgen sind 3 Wochen voll. Ist nicht viel, aber ein Anfang. Zum ersten Mal bei meinen 3 Rebootversuchen merke ich eine Art Flatline. Sex mit meiner Frau ist mir grade fast ein bisschen peinlich, obwohl ich sie liebe und ihren Anblick genieße. Ich habe aber keine Panik, das wird auch wieder besser.
Sonst alles ok. Null Suchtdruck.
Gruß an alle
Thomas
4 Reboots: 210 / 110 / 121 / 139+ Tage pornofrei. Ziel: Freiheit ohne Rückfälle.
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