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Verzweifelt, aber nicht hoffnungslos...
#1
Hallo zusammen!

Ich finde es toll, dass dieses Forum wieder aktiv ist. Ich hoffe, der Austausch wird mir helfen können endlich dieses Elend mit der Pornosucht zu beenden.
Ich kann gar nicht sagen seit wann ich intensiv Pornos schaue, bestimmt seit ich 15 bin oder so. Früher war das für mich alles normal und gehörte dazu. Macht schließlich jeder. Erst mit 23 habe ich festgestellt, dass ich mir mit meinem Pornokonsum schade. Exzessives masturbieren, mehrmals am Tag, hintereinander. Hinzu kam dass ich als junger Erwachsener zusätzlich gesundheitlich auf verschiedenen Ebenen Probleme hatte, die dazu beigetragen haben, dass es schlimmer wurde. Als ich meine erste Freundin mit 23 hatte und wir Sex haben wollten, ging nichts. Keine Erektion, vielleicht zu 60%, aber niemals genug um Sex haben zu können. Es war peinlich und es klappte auch die nächsten Versuche nicht. Da wurde mir klar, dass ich ein Problem habe. Aber jetzt bin ich 27 und hänge immer noch an Pornos. Meine letzte Beziehung habe ich dadurch auch kaputt gemacht, weil es wieder nicht mit dem Sex klappte. Im Prinzip bin ich noch Jungfrau.

 Es gab schon oft Phasen, mal 1 Monat, mal 2 Monate, Rekord waren ca. 100 Tage, wo ich frei von Pornos war.  Aber ich bin rückfällig geworden, weil ich manchmal einfach verzweifelt bin und denke, dass es mit einer Beziehung und richtigen Sex nie klappen wird. Dann greife ich wieder zu Pornos um runterzukommen. Hier spielen auch wieder andere gesundheitliche Aspekte eine Rolle, die mir zu schaffen machen. Ich habe einfach Angst, dass ich nie mehr eine normale Erektion bekomme und auf Dauer geschädigt bin. Hoffnung habe ich aber, da es auch in den letzten Monaten vereinzelt mal Erektionen ohne irgendwelche Einflüsse gegeben hat. 

Aktuell treffe ich mich auch mit einer Frau, aber wie soll ich sexuell anziehend sein, wenn ich nicht dazu in der Lage bin? Dating mit Erektiler Dysfunktion ist nicht so leicht. Wie soll das funktionieren und welche Partnerin geht mit einem da durch? Und dann ziehe ich mich oft wieder runter, die Hoffnung ist wieder kurz weg und ich werde rückfällig. Das geht jetzt schon wieder Monate so. Aber ich möchte jetzt mit diesem Forum einen neuen Anlauf wagen. Habe es schon schließlich ein paar Mal geschaft länger pornofrei zu bleiben. Das möchte ich jetzt endgültig schaffen. Es erstaunt mich immer wieder, wie viele mit diesem Problem kämpfen. Bei manchen Texten denke ich, das könnte ich sein.

In diesem Sinne, gemeinsam raus aus diesem Sumpf!
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#2
Hey Gojira1992,

sei froh dass du es schon mal bis zu 100 Tagen geschafft hast. Davon kann ich zurzeit nur von träumen..

Man muss halt irgendwie einen Weg finden mit diesen negativen Gefühlen auf eine gesunde Art und Weise umzugehen. Sonst kommt man immer wieder darauf zurück. Aber ist natürlich leichter gesagt als getan...

Ich hatte auch oft die Gedanken dass ich mit meiner Problematik nie eine richtige Beziehung führen könnte. Und doch kam dann irgendwann die eine mit der ich über alles reden konnte und mit meiner erektillen Dysfunktion kein Problem hatte. Und alleine dadruch hat es sich bei mir schon verbessert. Frauen sind da meistens verständnisvoller als man denken mag.

Das mit der Errektion kommt bei jedem irgendwann zurück. Hast du ja anscheinend auch schon feststellen können. Bei manchen dauerts halt ein bisschen länger. Versuch nicht aufzugeben und denk daran wies war als du diese 100 Tage Abstinenz geschafft hattest. Das alleine sollte doch schon eine große Motivation sein um auch in schweren Zeiten Nein dazu sagen zu können und dort wieder hinzukommen.

Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Erfolg!
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#3
Moin Gojira,

du schreibst, dass du in gewissen Situationen gedacht hast, mit dem Sex werde es eh NIE klappen. Aus der Verzweiflung heraus wurdest du Rückfällig, denn dir kam aufgrund des Wortes NIE deine Situation aussichtslos vor. Villeicht hattest du sogar eine kleine Panikatakke und um zu kompensieren, schautest du Pornos.
Meine Eltern haben häufig panisch auf meine Reaktionen reagiert und Dinge gesagt wie "immer machst du..." nie machst du". Die Auswirkungen dieser Absolutsetzungen sind mir mit der Zeit bewusst geworden.
Villeicht hilft es dir, wenn du auf deine Gedanken achtest, nie und immer möglichst vermeidest und so die Kontrolle bewahrst.
Viel Erfolg
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