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Tagebuch
#11
Zitat:Hast du gar keinen internetfähigen PC zu Hause, phoenix?

Doch, habe und brauche ich

(23.07.2020, 08:42)phoenix schrieb: Jetzt habe ich Ruhe und bin mit dem PC nur noch an einem sicheren einsehbaren Platz im Netz.
Ich habe keine Möglichkeit mehr, im Versteckten zu konsumieren.

Der PC steht im offenen, von zwei Seiten einsehbaren Erdgeschoss, muss jederzeit mit vorbeigehenden Nachbarn rechnen.
Ich gehe nicht ins Detail, Pornokonsum ist da völlig ausgeschlossen, weitere Geräte gibt es nicht mehr.
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#12
Ja, das ist natürlich ideal. 

Kontrolle in ähnlicher Form ist bei mir nicht gegeben. Damit ist das Angebot immer da und ich arbeite am Bedarf.

Die letzten Tage sind geradezu leicht. Was mich nach der Kontrollverlustphase von einer Woche und anschließend meinen mich übermannenden Schuld- und Ohnmachtsgefühlen nicht überrascht. Das ist dann oft leicht, wenn die Problematik besonders schonungslos zu erkennen ist.
Schwierig wird es an anderer Stelle. Besonders dann wenn ich mit mir unzufrieden oder nicht im Reinen bin. Daran zu arbeiten ist notwenig, schwer, und vorallem keine lineare und planbar kurze Sache. Das sehe ich als meine Hauptaufgabe

Heute ist Tag5, ein guter Tag
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#13
Tag 6: 
Ich habe heute viel gegrübelt. Ich denke viel über die Ursachen nach. Darüber, was bei mir die Pornosucht ausgelöst hat, was sie begünstigt hat. Und was Auslöser für Rückfälle sind. Das ist ziemlich anstrengend. Teilweise habe ich das Gefühl alles was ich bin ist diese Pornosucht. 

Ich habe aber auch das Gefühl, dass das gerade dazu gehört. Dass das Thema für mich so viel Raum einnimmt. Dass meine Gedanken immer wieder darauf zurück kommen. 
Dass ich mich viel dafür fertig mache, statt mehr nach vorn zu sehen, daran muss ich noch arbeiten. Es ist doch etwas Wunderbares, den Entschluss gefasst zu haben die Sucht zu bekämpfen und werthaltiger als der Vorwurf, der Sucht so lange verfallen gewesen zu sein.

Ich mache mir den Vorwurf mich selbst so lange leiden gelassen zu haben. Trotz besseren Wissens nicht willensstark gewesen zu sein, es wenigstens zu versuchen. Das ost seit geraumer Zeit vorbei. Und das ist gut so
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#14
Heute war Tag10. Ich war ziemlich down, bin es seit 2,3 Tagen. Ich merke dass ich mir aktuell keine Glückshormone mit Pornos zufüge, ich merke den Entzug. Alles ist schwerer, trister. Heute hatte ich mehrmals den Impuls, die Tristesse zu durchbrechen und den Tag mit Pornos zu verbringen. Ich habe es nicht getan, das war gut.
Diese Schwere zu ertragen ist hart. Sie bringt die mir bekannten melancholisch depressiven Gefühle mit sich, Einsamkeit, innere Leere, das Gefühl dass alles was ich bin, tue und wofür ich stehe irgendwie wertlos ist.

In den letzten Tagen habe ich mich viel abgelenkt, viel gearbeitet & mit Freunden unternommen. Heute nicht, heute war Pause. Und so nötig ich auch diese Pausen habe, so sehr gefährden sie auch meine Abstinenz.

Heute war es ein durchhalten.
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#15
An Tag 11 kam der Rückfall.

Ich habe einen großen inneren Druck gespürt. Ich habe den Tag allein zu Hause verbracht, habe mich zwischendruch kurz mit einer Freundin getroffen, was schön war. Abends habe ich 2 Bier getrunken und währenddessen bin ich rückfällig geworden.

Der Gedanke, dass es schwer ist, kaum auszuhalten, dass es schon ausreichend ist was ich bis dahin erreicht habe und dass es völlig ok ist, jetzt wieder Pornos zu schauen und SB zu betreiben, war irgendwann da. Ich habe es nicht geschafft gegenzusteuern & so hat sich der Gedanke so lange verselbständigt, bis ich ihm nachgegeben habe.
Ich habe den ganzen Abend und die halbe Nacht mit Pornos verbracht. Im Anschluss und jetzt fühle ich ein Gemisch aus Erleichterung & Befreiung (ich habe ja auch aufgehört zu kämpfen und mich zu zwingen, keine Porno-SB zu betreiben), zudem sich auch Schuld und Enttäuschung mischt. Ich merke, wie schwer abhängig ich bin. Wie sehr der Entzug mein Leben steuert, wie stark er ist.
Während des Entzugs gibt es für mich kaum ein anderes Thema, es dreht sich alles darum, meine ganze Gefühlswelt ist davon beeinflusst.
Es ist sehr stark spürbar, wie meine Dopaminquelle versiegt und sich innerlich Gedanken breit machen, diese wieder an´s Sprudeln zu bringen.

Diese psychische Auswirkung ist der große Knackpunkt. Es ist der Entzug, der aber auch dann besonders spürbar ist, wenn ich gerade einen schlechten Tag habe und mir sonst meine Befriedigung über Porno-SB geholt habe.

Schuld und Enttäuschung sind da. Und dennoch merke ich, dass sich etwas verändert (hat). Ich sitze eben jetzt nicht wieder vor Pornos, denn der Entschluss steht bereits beim Onanieren fest: ab morgen ist wieder pornofreie Zeit.
Mein Wille, diese Sucht zu besiegen, ist ungebrochen da. Ich merke aber eben wie verdammt schwieirig der Kampf ist. Den habe ich anfangs absolut unterschätzt.
Ich versuche jetzt erstmal, kleinere, machbarere Schritte zu gehen. Bisher habe ich in den letzten 3 Monaten so wenig Porno-SB betrieben wie seit Ewigkeiten nicht. Das ist etwas, auf dem ich aufbauen will.

Wie ich diesen Drang mindere, diesen starken Impuls nach mehreren Tagen/ Wochen doch SB zu betreiben, ich weiß es noch nicht. Aktuell scheint er ein mir übermächtiger Gegner zu sein.

Ich habe dazu ein paar Gedanken:
ich muss im Vorfeld daran arbeiten, dass er geringer wird. Meditation & Sport könnten hierbei hiflreich sein.
ich muss vielleicht kleinere Schritte gehen, was heißt, dass ich aktuell nur auf Pornos, aber nicht auf SB verzichte. Und mir zugestehe, 1x pro Woche zu onanieren.

Ich bin noch recht hilflos was dann angeht. Den Plan habe ich für mich noch nicht.

Und dennoch, heute is Tag1 eines neuen Intervalles. Ziel für dieses Intervall: 14 Tage

Ein Gedanke beschäftigt mich:

Bisher zwinge ich mich, aufzuhören, etwas nicht zu tun, dass ja einen Zweck hat (und wenn es in diesem Fall nur die Befriedigung der Sucht ist). Ich stehe somit die ganze Zeit unter Anspannung.
In dem Moment, wo ich mir zugestehe, diese zu lösen, den Kampf zu beenden, reißen bei mir alle Fesseln. Ich werde komplett maßlos, möchte so viel, so intensiv, so lange, so oft und so exzessiv konsumieren wie es nur geht, da ich ja auch weiß, ich möchte es bald wieder lassen.

So als müsste ich diesen kurzen Moment der Freiheit ausnutzen, so intensiv wie möglich.
Ich kenne das von früher, aus der Zeit als ich mit den Drogen aufgehört habe, da war es genau so.

Habt ihr Ideen, wie ich damit umgehen kann?
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#16
Hallo,

Ich meine, dass das nur funktioniert, wenn du es schaffst, diese Leere nicht mehr als Leere zu empfinden. Das bedeutet: mach dir Gedanken dazu wie du deine Zeit pornofrei verbringen willst. Und das, in deiner Situation für jeden Tag, bis du es überwunden hast. Wenn dir keine Aktivität einfällt, nimm die, die dir am einfachsten umzusetzen erscheint. Vom Aufstehen, bis zu Bett gehen! 

Mache dir einen Plan zu der konkreten Situation, von der du ausgehst, dass der Rückfall am wahrscheinlichsten ist. Z.B. wenn es soweit ist, lasse ich alles stehen und liegen und gehe für eine Stunde spazieren. Wichtig ist, dass dieser Impuls sich ins Unterbewusstsein eingräbt. Wenn du erst mal am Rechner sitzt, ist es zu spät. 

Überlege dir zwei Bilder: 1. was passiert wenn du die Sucht nicht kontrolliert bekommst ( wie wird das sein, wie fühlt es sich an, wie lebst du...). 2. arbeite an dem Bild wie dein Leben sein wird, wenn du suchtfrei bist. Ich sage deshalb arbeiten, weil es vermutlich zu Beginn nicht so deutlich ist, wie das erste Bild. Das kommt mit der Zeit. Diese Bilder rufst du dir in den Kopf- jeden Morgen aufs Neue wenn du dich hinsetzt und deinen Tagesplan machst.

Führe einen inneren Dialog 1x Tag, den du notierst:  wie ging es mir heute (körperlich, emotional), was hat mich inspiriert, was hat mir Kraft gegeben, was mich gefreut, was habe ich heute gelernt ( über mich, andere), wie haben sich Beziehungen weiter entwickelt...das ist beliebig veränderbar. Wozu das Ganze: das brauchst du mit dir verbunden zu sein - wir verstehen uns häufig selbst nicht. Wenn wir diesen Dialog beginnen, lernen wir das allmählich und verstehen besser, was gerade nicht gut läuft und lernen Handlungsoptionen zu erkennen ( mein Kollege hat mich gefrustet, statt Pornos anzuschauen, überlege ich mir, was ich ab morgen anders mache o.ä.)

In dir muss ein Entschluss reifen- ich will das nicht mehr! Wenn du den gefasst hast, wird es leichter. Wenn du mit Drogen Erfahrung hast weisst du, dass Drogenentzug schwieriger ist, weil eine stoffgebundene Sucht entsteht. Die gibt es hier nicht. Letztlich müssen wir „nur“ unseren Stoffwechsel aushalten, der uns vorgaukelt, dass wir etwas brauchen gegen Leere. Ich weiss natürlich was Dopamin mit uns macht, die ersten 5-7 Tage habe ich auch Unruhe gespürt und Stimmungsschwankungen. Das legt sich. 

Soweit eine Kurzfassung von dem was ich gerade so mache. 

Du schaffst das!
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#17
Danke eswerdelicht, danke für die aufbauenden Worte & praktischen Tips. Ich würde das genau so unterschreiben.

Den inneren Dialog führe ich bereits regelmäßig, und oft hilft er mir sehr. 
Ein weiterer guter Punkt ist sicherlich, nicht beim Gefühl der inneren Leere zu verharren, sondern sie aktiv umzugestalten und/oder in Fällen des Pornoimpulses aktiv zu werden. Du schreibst Spazierengehen. Das fällt mir zwar zuletzt nicht leicht, ist aber wohl ein entscheidender Punkt.

Rückfälle kamen bei mir an den Tagen, in denen ich nichts gemacht habe. Aber sie haben sich im Vorfeld auch aufgebaut.

Heute ist Tag2, gestern habe ich mich zurückgezogen und viel zu dem Thema Pornosucht gelesen. Heute werde ich noch etwas unter Leute gehen.
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#18
Ich befinde mich in einer meiner schwersten Zeiten, ohne Frage. Ich habe einen harten Gegner, der mir, nein mit dem ich mir mein Leben erschwere und aktuell nur schwer erträglich gestalte.
Ich bin gewillt das zu ändern, ich bin gewillt mich anders zu verhalten und dafür zu investieren.
Ohne Investition, ohne Arbeit geht es nicht. Ich werde durch eine Phase müssen, die mich stark zweifeln lässt. Aber ich bin auch gewillt diese Phase zu bestehen.

Mein  finales Ziel ist kein Reboot, keine Pause, kein Genuss statt Sucvt. Ich habe es satt. Wirklich satt. Ich will pornofrei leben.

Erste Ziel bleibt der Reboot, bleiben die 3 Monate. Erste Etappe ist ein Monat.
[Bild: nfc.php?nfc=26143]
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#19
Ich war heute den gesamten Tag beschäftigt und unter Leuten. Diese Ablenkung hat mir sehr gut getan. Heute hat sie sehr gut getan. Ich hatte das Gefühl, als bestünde ich eben nicht nur aus meinem Kampf gegen die Sucht.

Ich bin im den letzten Tagen insgesamt müde, geistig etwas abwesend, im Hinterkopf oft beim Gedanken wie ich mit meiner Pornosucht umgehen soll.
Da tat die Ablenkung sehr gut.
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#20
Nachdem ich in den letzten Tagen sehr viel unter Leuten war, nehme ich mir heute einen Tag für mich. Dies bedeutet auch, dass ich heute wieder mehr zum Thema Pornosucht lese, in die Selbstreflexion gehe und in mich hinein höre.

Wenn ich meine Tage so fülle, dass ich immer beschäftigt bin, fällt es mir leicht(er), pornofrei zu sein. Dennoch denke ich in Momenten der Stille, manchmal aber auch wenn ich gerade in Gemeinschaft bin, an das Thema Pornosucht. Es ist so als wäre ich unablässig auf der Suche nach DER Lösung, nach DER Technik o.ä.

Die Worte von @eswerdelicht hallen nach. Ja, ich denke es ist wichtig zu reflektieren, wie das Leben mit und und ohen Änderung aussieht und diese Gedanken mit Bildern zu füllen. Und diesen Vorgang immer wieder zu wiederholen.
Und für den Anfang habe ich mir vorgenommen, meine Tage mehr zu planen, manchmal zu verplanen, um nich unbewusst in eine Leere zu laufen, die für mich dann erdrückend wird und in der ich meine Rückfallgefahr vergrößere.


Wie geht es mir, wenn ich mein Verhalten nicht ändere, wenn ich weitermache wie bisher?

Mein Befinden ist aktuell oft abhängig vom Pornokonsum. Ich habe eine einfache, verfügbare und funktionierende, aber eben ebenso irreale und mich schädigende Technik perfektioniert, mein Empfinden zu steuern. Wenn ich einen Glückshormonschub benötige, greife ich zu Pornos. Wenn ich mich einsam fühle, greife ich zu Pornos. Wenn ich mich schwach fühle, greife ich zu Pornos. Wenn ich mich belohnen, abreagieren oder entstressen will, wenn ich ein Ventil für was auch immer suche, greife ich zu Pornos.
Ich greife schon so lange zu dieser Technik, dass ich verlernt habe, es anders zu tun. Da diese Technik funktioniert, zumindestens für einen kurzen Moment, gibt es für mich keinen Antrieb, anders zu reagieren, andere Techniken zu entwickeln.
Die Probleme, der Stress, all das worauf ich reagiere, bleibt davon unberührt. Ich ändere nichts am Problem, ich ändere nur mein Gefühl zum Problem. Und heirfür nutze ich diese Technik so oft, so lange, so intensiv, bis vom Gefühl des Problems nichts mehr da ist. Aber wie gesagt, das Problem bleibt unebrührt und ist genau so groß wie zuvor.

Ich merke, dass ich dadurch sehr wenig belastbar bin. Mir fehlen normale/ natürliche Techniken, Stress zu bewältigen, mti Problemen umzugehen oder einfach nur Situationen auszuhalten. Ich bin also auf diese Technik der Pornos SB angewiesen. Ich bin abhängig.

Eine Auswirkung der Abhängigkeit ist mein Blick auf Frauen. Ich bin schnell bei sexuellen Gedanken, wenn ich Frauen sehe. Gerade bei Kolleginnen oder Frauen, mit denen es zu Konflikten kommt/ kommen kann oder Frauen die ich gern habe, bei denen ich aber das Gefühl habe nicht zu landen, habe ich sexuelle Phantasien. Diese Phantasien sind eine Demonstration der Macht, ich bin der Mann der sich nimmt was er braucht. Ich bin der aktive Part. Im Geiste stelle ich damit sicher, dass ich ein starker Typ bin, der dem die Frauen verfallen sind oder was auch immer. Dies geschieht unterbewusst, ich schäme mich dafür, weil ich mich für einen Menschen halte, der andere sehr respektvoll behandelt und jedem seine Grenzen zugesteht. Ich möchte bewusst niemanden dominieren.
Dennoch hat sich das in mein Unterbewusstsein eingeschlichen. Ich habe keine feste Beziehung, blocke immer ganz schnell ab wenn es mit Frauen persönlicher wird, bin eher schüchtern. Fühle mich dann schwach, weil ich mir das Gegenteil wünsche. Ich möchte eine feste Beziehung, ich möchte aber auch flirten können, attraktiv wirken. Da ich dann das Gefühl habe dies in diesem Moment nicht zu sein, überkompensiere ich dieses Schwächegefühl mit sexuellen Phantasien.
Ich schäme mich nicht nur dafür, schlimmer ist eigentlich, dass ich merke wie sehr negativ es meinen Kontakt mit Frauen beeinflusst.
Mir fällt es oft schwer, normal mit Frauen, die ich attraktiv finde (mit Frauen die ich nicht attrakitv finde ist es eigentlich kein Problem) normal zu reden, da ich die Beziehung zwischen ihr und mir schnell dahin leiten möchte, dass wir die Beziehung intensivieren. Ich hage Erwartungen und Hoffnungen, dass sie sich für mich interessiert, bekomme dann keine Zeichen dass dem so ist (logisch!) und bin dann enttäuscht von mir - und kompensiere dass mit sexuellen Phantasien, in denen dann alles anders ist.

Diese Gedankenmuster haben sich eingeprägt. Ich bin total unlocker und angespannt, wenn ich mit attraktiven Frauen rede, und das wird genau so bleiben, wenn ich mit meinem Pornokonsum so weiterverfahre wie ich es tue. Ich werde weiterhin soziale Beziehung mi Sex gleichsetzen und dadurch genau das verpassen, was ich im Innern möchte - gelungene, "normale" soziale Beziehung.
Ich habe keine Lust mehr auf diesen sexualisierten Scheiß.

Mir fällt es schwer Augenkontakt zu halten. Ich habe oft gelesen, dass dies vielen Pornosüchtigen so geht und ebenso oft gelesen, dass sich das mit der Pornoabstinenz verbessert.

Ein weiterer negativer Effekt, wenn ich so weitermache wie bisher: Ich werde weiterhin das Gefühl haben zu scheitern, da ich einer Sucht nachhänge, von der ich merke, dass sie mir schadet, die ich versuche zu ändern - und es nicht schaffe. Solange ich unglücklich mit Pornos bin und diese dennoch weiter konsumiere, werde ich in Bezug darauf immer unglücklich sein. Und dieser Lebensbereich ist bei mir aktuell so vordergründig, dass ich das Gefühl habe, er beeinflusst mein komplettes Leben.

Außerdem ist mein Verlangen, auch und gerade in der Phase der erzwungenen Abstinenz, nach intensiveren und härteren Ponros gesteigert. Ich bin eigentlich ein softer Typ und habe in der Realität kein Interesse an knallhartem Sex. Und dennoch schaue ich mir, je mehr ich mich zwinge es nicht zu tun, härtere Filme an. Und das fühlt sich ziemlich scheiße an. Solange ich mir diesen harten Mist anschaue, solange werde ich mti Schuld, Scham und zum Teil Selbstahss leben müssen - und das ist das letzte was ich will. Ich will wieder zufrieden und einverstanden mit dem sein, was ich tue, was ich schaue.


Ich bin auf dem richtigen Weg, das weiß ich. Und ich weiß, dass er trotz aller Überzeugung und allen Wissens um die positiven Effekte und dem Zurücklassen mir schadender Effekte, trotz dem rationalen Wissen, die klar eigentlich alles ist - trotzdem wird es ein schwieriger Weg. Und ich habe Angst, dass ich vom Weg abkomme, dennoch bin ich gewillt, diesen Weg bis zum Ende zu gehen. Und die Pornosucht hinter mir zu lassen.
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