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Tagebuch
#21
Mein Wille ist ungebrochen. Nachdem ich auf heute schlecht geschlafen habe, weil ich in meinem Kopf einen Konflikt gewälzt habe, der eigentlich hätte an mir abprallen können, habe ich mir über diesen Konflikt nach dem Aufstehen nochmal Gedanken gemacht.

Ich habe irgendwann meine Ruhe gefunden und hatte anschließend einen angenehmen Arbeitstag. 
Abends habe ich viel Sport mit einem Fteund getrieben ... Und bin jetzt ziemlich zufrieden.

Ein gefüllter Tag. Und auch ein Tag, wo ich das Gefühl hatte auch gedanklich einen Schritt weiter gekommen zu sein.

So kann es weiter gehen.
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#22
Ich habe in letzter Zeit viel gelesen.
Das Tagebuch von Phoenix (bewundernswerte Stärke, die du zeigst @phoenix) und ein paar Beiträge von Partnerin76.
Vorhin habe ich den Eingangspost zu Ende gut, Alles gut? gelesen. Sehr berührend. Wahnsinn, wie wir uns mit/durch die Pornosucht verhalten. Und auch bemerkenswert, welche Wendung es nehmen kann, wenn man die Scham erstmal durchbrochen hat, sich und anderen gegenüber, und aufhört zu leugnen und zu lügen. Und sich gegenüber eingesteht, ja ich bin süchtig. 

Ich halte es hierbei aber auch für wichtig, mich nicht als Opfer der Sucht zu sehen. Ich bin nicht passiv. Ich wurde nicht zu meinem Verhalten, zu meinem Konsum etc. gezwungen. Ich habe mich aktiv dafür entschieden.
Sicherlich, ich habe die Folgen nicht überblicken können. Sicherlich, die Sucht kam schleichend, die Auswirkungen der Sucht kamen schleichend. Die Funktion, die die Sucht und PornoSB für mich erfüllt, das kam schleichend. Das ist ein Prozess.
Aber ich habe mich aktiv dafür entschieden. Und das gibt mir nun u.a. auch die Möglichkeit, mich aktiv dagegen zu entscheiden.

Ich halte es für wichtig, sich auch in diesem Bezug als aktiv handelndes Subjekt wahrzunehmen. Es ist nicht leicht, denn damit kommt zumindestens bei mir auch ein Gefühl von Schuld und Versagen einher.
Aber hierdurch habe ich die Möglichkeit, darauf zu schauen, welche Gründe es für meine Sucht, sowohl in der Entstehung, als auch im immer wieder Reproduzieren gibt.
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#23
Heute ist Tag 10

In den letzten Tagen habe ich dem Thema Pornosucht weniger Raum gegeben & habe mich mehr mit anderen Dingen beschäftigt.
Das werde ich heute auch tun.

Es tut mir gut, ich brauche dieses Abschalten. Ich merke aber auch, dass es für mich schwer ist die Schwelle zwischen abschalten & vermeiden wahrzunehmen. Dass ich die Tendenz habe mich dann zu wenig mit meiner Sucht und mit mir zu beschäftigen. 
Das ist etwas, was ich im Blick behalten muss
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#24
Die letzten Tage waren etwas trist, ich habe michvetwas hängenlassen und in mich zurückgezogen. Dennoch habe ich wenig Kraft gefunden, mich mit mir & meinen Themen zu beschäftigen.
Heute fühle ich mich wie verkatert und habe das Gefühl, erstmal wieder zu mir & in Bewegung kommen zu müssen. Und zu wollen.

Damit möchte ich jetzt beginnen. Es war genug Passivität und Schneckenhaus ich merke es tat mir nicht gut.

Rückfällig geworden bin ich nicht. Ich stand auch nicht kurz davor. Ich habe gerade wenig Libido. Wenig Lust. PornoSB habe ich sonst aber auch mehr als Ventil und Spannungslöser genutzt. 

Ich bin weiterhin entschlossen, meinen pornofreien Weg weiter zu gehen. Und auch wenn ich gerade etwas langsamer laufe, so gewinne ich gerade wieder das Gefühl, immerhin noch zu laufen.
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#25
Zitat:Rückfällig geworden bin ich nicht

Super, freu Dich darüber!
Hochs und Tiefs gehören dazu, das ist normal.
Du kannst nicht immer aktiv und positiv drauf sein.
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#26
Ja Phoenix, Recht hast du.

Ich muss auch nicht tagtäglich "an mir arbeiten" oder leisten. Die innere Leere zu füllen und damit den Pornos Raum und Grundlage zu nehmen kann ja durchaus auch mal von alleine kommen, dadurch dass ich Sachen mache dir mir Spaß bringen, mich regenerieren oder anderweitig füllen. Je nachdem was ich gerade benötige.

Ich habe halt immer das Gefühl ich muss kontinuierlich arbeiten. Immer auf der Suche nach der Lösung sein. Einfach nur Sachen machen die Spaß machen könne ja nicht die Lösung sein. Das ist auch abseits der Pornosucht so.
Das ist so eines meiner Grundthemen. Und dieser innere Druck, dieses Niemals-Lockerlassen, baut eine Grundspannung auf, für die ich PornoSB oft als Ventil genommen habe.

Ich bin aktuell und seit ein paar Tagen mit Freunden spontan verreist. Tut gut. Die Tage sind voll und auch ich fühle mich nicht leer. 
Die Libido kehrt situativ zurück. 

Ich bin weiterhin Porno&SB frei, und das ist eine tolle Sache
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#27
Ich habe gestern meinen Urlaub beendet, indem ich mit ein paar Freunden und Bekannten bis spät zusammen gesessen und auch getrunken habe.

Das war sehr schön. Als ich zu Hause angekommen bin, wollte ich noch einen Film streamen und dann schlafen gehen.

Ein PopUp für ein Pornospiel ist aufgeploppt, ich habe tatsächlich draufgeklickt (mache ich sonst nicht), habe das ein wenig "gespielt'/ begafft und dann dem Gedanken "mach eine Pornoseite auf und onaniere" nachgegeben.

Ich habe gestern meine 16tägige Zeit unterbrochen bzw abgebrochen.
Ich hatte in den letzten Tagen kein lange ausgehaltenes Verlangen, keine schwierige Phase, keinen sich aufbauenden Druck.
Ich hatte eine angenehme Zeit.

Alkohol hat sicher seine Rolle gespielt, ich war gestern nicht fokussiert und meine Hemmschwelle gesunken. Und ich habe mich gefüllt gefühlt, habe gemerkt da war zuletzt wenig innere Leere etc, und bin dann nach Haus gekommen, wo ich allein war. Vielleicht wollte ich so dem Gefühl der zurückkommenden inneren Leere zuvorkommen.

Anders als bei meinen letzten Abbrüchen war die PornoSB kurz. Wenig intensiv, ich habe vielleicht 5-10 Minuten auf der Pornoseite verbracht und dann dem Gedanken widerstanden, aus diesem Rückfall jetzt eine ganze Nacht zu machen. 
Das ist sehr positiv.

Und nein, es ist kein Abbruch, es ist eine Unterbrechung. Ich bin nach wie vor überzeugt von meinem Weg und froh über meine Überzeugung. 
Die letzten Monate war ich so pornofrei wie noch nie, und das ist gut. Es entwickelt sich was, und es wächst immer weiter. Auch nach Rückfällen.
So ein Rückfall wie gestern ist besch***en. Ja. Ich ärgere mich jetzt auch sehr. Aber bei der Schwere meiner Sucht ist der Rückfall auch Teil des Prozesses. Ohne ist dann unrealistisch.

Ich mache genau jetzt weiter. Kurzfristiges Ziel bleiben 30 Tage, langfristige Überzeugung ist die Pornoabstinenz.

Beim Zurückdenken an gestern gibt es für mich 2 Risikofaktoren:

Alkohol, wenn ich abends nach Hause komme

Das "nach Hause" - Kommen an sich. Auch oder insbesondere dann, wenn die Zeit davor schön war und ich due Diskrepanz merke, wie sich eine leere Wohnung dann für mich anfühlt.
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#28
Tag 2 neigt sich dem Ende.

Ich merke dass ich durch den Rückfall wieder ein Verlangen angefeuert habe und ich häufiger an Pornos, sexuelle Handlungen oder ähnliches denke. Oft als eine Art Ausweg, wenn ich mich in einer Situation unwohl fühle.

Außerdem ist der Schwung, das Selbstvertrauen und das Gefühl, mein Leben in die Hand zu nehmen, gemindert.

Dies ist zwar hemmend, aber bestärkt mich weiterhin, dass das Ende meiner Pornosucht alternativlos ist. Ich merke eben die negativen Folgen des Pornokonsums.

Ohne PornoSB fühle ich mich so viel energiegeladener, auch optimistischer und aktiver. Das möchte ich wieder aufnehmen bzw. fortführen.
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#29
(18.08.2020, 22:36)Nutzername schrieb: Tag 2 neigt sich dem Ende.

Ich merke dass ich durch den Rückfall wieder ein Verlangen angefeuert habe und ich häufiger an Pornos, sexuelle Handlungen oder ähnliches denke. Oft als eine Art Ausweg, wenn ich mich in einer Situation unwohl fühle.

Außerdem ist der Schwung, das Selbstvertrauen und das Gefühl, mein Leben in die Hand zu nehmen, gemindert.

Dies ist zwar hemmend, aber bestärkt mich weiterhin, dass das Ende meiner Pornosucht alternativlos ist. Ich merke eben die negativen Folgen des Pornokonsums.

Ohne PornoSB fühle ich mich so viel energiegeladener, auch optimistischer und aktiver. Das möchte ich wieder aufnehmen bzw. fortführen.
Ich denke du siehst die Dinge wie sind und ich glaube dass du das schaffst. Mache dir für den nächsten schwachen Moment einen Plan. Und/oder vermeide ihn- wenn du weisst das zu viel Alkohol das Problem ist, trinke nicht. Ich merke dass Gedanken an Pornos bei mir schon sehr verblasst sind. Nach 40 Tagen merke ich einen deutlichen Unterschied! Mach weiter, es lohnt sich.
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#30
Da kann ich @EswerdeLicht nur zustimmen! Die Gedanken und einzelnen Szenen sind merklich weniger geworden. Wenn mich mal die Lust überfällt, kommen in meinem Kopf andere 'normale' Gedanken Big Grin kein stumpfer Porno mehr. Hab auch den Eindruck die Fantasie ist viel besser geworden.
Pornfrei seit genau 05.10.2020 01:15 Uhr Blush
Onanieren um echten Sex nachzustellen ohne Porn, ohne Bilder ohne Texte. Only Fantasie.

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