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So dann versuch ichs mal
#1
Wage nun einen Versuch. Regeln:

- keine vorsätzliche erotische Stimulation durch irgendwelche Medien (d.h. keine Pornos, Sexchats etc suchen, aber falls in nem Film der gerade läuft eine Sexzene ist, trotzdem auch nicht ausschalten deswegen, etc.)

- da unten nur anfassen aus Reinigungsgründen

- sexuelle Interaktion zu zweit bleibt aber erlaubt.

Und ergebnisoffen ohne dass ich mich da verkrampfe weil ich unbedingt irgendein Ziel erreichen will oder mir konkret was davon verspreche. Einfach "mal schauen was es bringt".
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#2
Hm, alles belanglos, aber bisschen fies mit den ganzen knapp bekleideten Girls am Badesee ;-).

Und ich merke, wie automatisiert dann vom leichten Anregungsgefühl im Kopf der Impuls "hand da nun runter" ausgeht.. wie antrainiert.
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#3
Nachm schlafen (nachts wie auch Mittagsschlaf) oft eine Erektion. Aber nur dann. Durch Erregung tagsüber - Fehlanzeige.
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#4
Früher war das krass.. also, so ganz früher, mit 16? Da musste man das Ding nur ein bisschen berühren und es hat sich sofort was geregt. Mittlerweile passiert sogar bei direkter Stimulation.. nichts.

Wenn ich, was meine Chatkontakte angeht, explizit auf jegliche erotische Intention verzichte, stelle ich fest, dass bei den meisten überhaupt nichts bleibt. Ausser "eine Prise Erotik und Kick im Alltag" hat wohl niemand von denen eine tatsächliche Funktion für mich bzw interessiert mich auf der menschlichen Ebene. Irgendwie fies, aber so is es halt. Trifft auch nicht auf alle zu, gibt auch einige, wo da "mehr" ist. Wenn ich das ganze sexuelle weg lasse wird meine ganze Geisteshaltung in Bezug auf den ganzen Internet kram eine andere.. irgendwie distanzierter und sachlicher.
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#5
hm, gestern abend einen Rückfall. Nach 2 Tagen Abstinenz. Da muss ich wohl etwas disziplinierter sein..
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#6
Auch hier möchte ich gern die mir gegebenen Tipps wiederholen, welche auch bei der Behandlung anderer Suchterkrankungen Anwendung finden.

* mache dir bewusst, was dich am Pornokonsum stört. Weshalb bist du hier? Was ist dein Antrieb, was ist der Nachteil wenn du so weiter machst wie bisher? Versuche dir das möglichst konkret und bildlich vorzustellen

* mache dir bewusst, was die Vorteile einer Verhaltensänderung sind. Was wird besser? Worauf freust du dich? Was versprichst du dir vom Pornoentzug und was von der Reduktion oder dem Ende deiner Pornosucht? Auch hier, möglichst konkret, möglichst kleinteilig, möglichst bildhaft.


* überlege für dich, was zu Rückfällen führt. Wann und wie, in welcher Stimmung oder nach welchem Muster konsumierst du Pornos? Was ist die Funktion des Pornokonsums?
Und was kannst du nun an diese Stelle setzen. Besonders geeignet sind Handlungen o.ä., auf die du bereits früher zurückgegriffen hast.

* benötigst du, zB für die Anfangszeit, einen Tagesplan? Hilft es dir, deine freie Zeit durchzuplanen, um Langeweile, Leere o.ä. zu minimieren.

* benötigst du einen Notfallplan? Was machst du, wenn der Impuls, Pornos zu konsumieren, ansteigt? Auf welche Handlung greifst du dann zurück, wir begegnest du dem Impuls?

Eines noch:

Werde bestimmter in der Begrifflichkeit. 
"Ich wage einen Versuch" (dein Eingangspost) vs. "Heute beginne ich meinen Reboot/ ab heute konsumiere ich keine Pornos mehr".

Glaube daran was du tust, nimm es ernst
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#7
Ja, da hast Du Recht. "Ich versuchs dann mal" ist kein 100% ersthaftes commitment.

Geht ja eher um heisse Chats als um Pornos bei mir. Auf Pornos an sich kann ich problemlos verzichten.

Es ist nicht so, dass das irgendwelche Alltagsaktivitäten bei mir beeinträchtigt. Allzu viel Zeit widme ich dem nicht.

Was stört mich daran - eigentlich nichts. Es macht mir Spaß. Das ist das Problem. Und die Kontakte sind alle nett und so.

Aber ich glaube

- man gerät in eine entrückte Parallelwelt die nicht mehr recht mit der Realität in Einklang ist
- das reale Sexleben leidet massivst (bzw entfällt mehr oder weniger die meiste Zeit)
- als Folge davon, und auch neurologisch, allgemein erhöhte Depressivität.

Also wäre zumindest mal "wie fühlt es sich denn an alledem mal für ein halbes Jahr den Rücken zuzukehren" ein objektiv gesehen absolut sinnvoller Versuch ;-)

Also ich könnte jetzt problemlos ein heisses Mädel aufgabeln und nackt mit ihr im Schlafzimmer landen, ich bin mir sicher, da unten würde sich nix regen..

wobei mich das tatsächlich auch nicht wirklich stört.

Aber irgendwie isses letztlich doch suboptimal Big Grin
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#8
Nunja, ich denke irgendetwas hat dich hierher getrieben & du hast dich entschieden, ein Tagebuch zu eröffnen und deine Sexchatgewohnheiten zu verändern.

Du benennst ja auch gleich Dinge. 
Das Wort objektiv "stört" mich. Was bedeutet es für dich subjektiv? Für dich ganz persönlich.
Hast du Angst irgendwann mal depressiv zu werden/ zu erkranken oder fühlst du dich bereits depressiv, mit welcher Häufigkeit und Intensität auch immer?

Dein reales Sexleben leidet. Wie leidet es? Vermeidest du Kontakte? Befriedigst du deinen Drang über Sexchat und vermeidest so realen Sex? Hättest aber gern (mehr) realen Sex?

Was meinst du mit Parallelwelt? Die Zeitfülle ist nicht das Problem an der Parallelwelt schreibst du. Was ist es dann? Deine Handlungen in dieser Welt, deine Vorstellungen?

Du könntest ein heißes Mädrl aufgabeln, nackt sein und es tut sich nix. Und das würde dich nicht stören. Tust du das? Reißt du heiße Mädels auf und dann regt sich nix? 
Wenn es dich nicht stört, wieso ist es suboptimal?


Ich will dich nicht pisacken oder dir zu Nahe treten. Aber es ist wichtig zu wissen, was dich ganz persönlich stört. Sei ehrlich zu dir und dabei so konkret wie möglich. Das halte ich für wichtig
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#9
Eigentlich empfinde ich mehr oder weniger genau das, was man auf vielen Seiten zu dem Thema liest.

"virtuelle Partner" erscheinen perfekter und aufregender als die realen, man findet das spannender, verliert real einfach das Interesse. Das wiederum führt dazu, dass man mit seinem realen Leben hadert und es fade und nicht besonders aufregend findet (das, was sich vermeintlich in der virtuellen Parallelwelt abspielt, ist halt spannender..).

Und das ist einfach keine gute Basis für ein zufriedenes Leben, was ich sehr deutlich merke.
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#10
Auch hier wieder:

"Hadert man mit dem realen Leben" oder haderst DU mit deinem Ist-Zustand. Bist du ganz subjektiv unzufrieden? Was konkret ist es? Zu wenig Sex, fehlende Nähe, Abgestumpftheit, sexualisierte Sicht auf Frauen oder sozialer Rückzug, was auch immer.

Denn wenn das virtuelle Leben spannender (=besser für dich?) ist, weshalb bist du hier, weshalb möchtest du etwas ändern?

Was genau macht dich unzufrieden (du sprichst von keine gute Basis für ein zufriedenes Leben)?
Ich halte es für sehr wichtig, ganz konkret zu wissen und zu benennen, womit du unzufrieden bist. Du musst wissen was du hinter dir lässt. Und was du erreichen möchtest, wo du hin willst.

Mein Vorschlag: nimm dir Zeit für diese Gedanken. Schreibe drauf los, wenn es dir hilft. Und wiederhole das, das hilft um sich dessen bewusst zu werden.
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