Themabewertung:
  • 0 Bewertung(en) - 0 im Durchschnitt
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Pornos nahmen mir ALLES!
#11
Lieber Nachtkaffee,
mein Psychater schlug mir vor Pornos ab und zu kontrolliert zu nutzen,
was meiner Meinung viel über sein Wissen über Süchte sagt.
Vielleicht wäre es von mir sinnvoll den Therapeuten zu wechseln zu jemanden der sich mit Süchten auskennt oder vielleicht besser noch, separat zu einer Suchtberatung zu gehen. Was sagt ihr? der Therapeut ist sonst eigentlich ganz okey.

Ja ich erkenne mich auch wieder, wenn ich statt dem langweiligen lernen für die Schule raus gehe um zu Joggen oder auf einmal irgendwas erledigen muss obwohl lernen Priorität ist.
Lernen ist für mich leider extrem langweilig, so motiviert mich meine Psyche auf einmal das interessantere zu machen, was auch etwas wichtig ist, aber gerade gar keine Priorität hat.
Ich vermute, da hilft einfach nur, sich bewusst zu kontrollieren, aufkommende Gelüste zu unterdrücken und sich das Lernen zumindest nicht besonders schwer oder langweilig zu gestallten.
Vielleicht muss ich bewusst erstmal mit irgend einer ineffektiven Methode lernen die dafür Spaß macht, um das richtige Lernen zu erlernen. 

Sorry wenn ich mich jetzt aufs Lernen beziehe, aber das ist quasi die Nummer eins meiner Probleme.
Natürlich auch, allgemein, klar zu kommen, ohne sich irgendwie zu berauschen. Z. B. frühs der Kaffee usw..

Lieber Schokiprinz,
erstmal danke für die motivierenden Worte.

Tatsächlich fällt es mir schwer auf die Dopaminshots zu verzichten.
Ich fange deshalb erstmal mit Kaffee an und reduzieren dies.
Ich liebe Sport und die Kombination aus Musik und Sport ist nochmal attraktiver als ohne, immerhin passt das in meinem Leben. Ich werde dann versuchen langsam langsam ohne jegliche Mittelchen auszukommen und auf welche switche, wie Nachtkaffee meinte, die mir auf lange Sicht was bringen, sozusagen Belohnungsaufschub.

Lernen kostet erstmal Langeweile und Willenskraft und gibt einem vielleicht ein etwas wohltuendes Gefühl das man was gutes getan hat. Aber auf lange Sicht ist es enorm belohnend, da man gute Noten bekommt, man so auch Anerkennung von anderen bekommt und Stolz auf sich selber ist.

Ich bin jetzt nicht Fett oder so Big Grin , aber bisschen mehr abnehmen könnte mich auch etwas attraktiver machen, so das mich Frauen noch etwas attraktiver finden und mir mehr Aufmerksamkeit schenken. Außerdem würden die Männer wahrscheinlich auch eher mit mir befreundet sein wollen, weil man sich lieber mit attraktiven Leuten umgibt. Wobei die Verbesserung der Attraktivität nur ein Bonus wäre, letztendlich muss ich sozial, freundlich usw. sein.
Ich nehme jetzt nicht direkt ab, aber ich versuche einfach viel mehr Protein und ballastoffreiche Lebensmittel zu mir zu nehmen und das wirkt bei mir immer wie wunder, ich nehme automatisch Fett ab, bin schon bisschen magerer geworden.

Tagebuch führe ich fast jeden Tag seit kurzer Zeit, handschriftlich auf einem Blockblatt, welche ich dann in einen Ordner einordne. Ja es hilft die Ursachen seiner Gefühle zu verstehen und mit negativem klar zu kommen. Außerdem kann ich dadurch gut meine Suchtbefreiung protokollieren. 

Ein gutes Teilziel wäre für mich schon eine Stunde zu lernen und sich dabei nicht abzulenken.
Zitieren
#12
"Langeweile und Willenskraft" dürfte eine wichtige Säule sein ;-).

Ist das ein Psychiater oder ein Psychoterapeut?

Ganz auf Sport und Musik verzichten musst Du natürlich nicht, aber wäre etwas blöd wenn die Sexsucht nun durch eine Sportsucht ersetzt wird. Also dann lieber maßvoll sporteln als maßvoll pornieren.

Was genau waren eigentlich die "suboptimalen Erziehungsmethoden"? Wie ist es bestellt um Dein Familiengefüge?
Zitieren
#13
Lieber nachtkaffe, er ist Psychiater. 

Achso, dann mach ichs mit dem Sport glaube ich richtig, hehe Big Grin

Kleine Randnotiz, bin gestern fast Rückfällig geworden, musste sehr hart gegen das Verlangen ankämpfen, da ich auch bisschen angeschwipst war. 
Bin mega stolz das ich nicht Rückfällig wurde und auch darauf, dass ich endlich mal was für die Schule gelernt habe. Big Grin

Pornoentzug korreliert anscheinend mit Erhöhung kognitiver Kapazitäten und Leistung. 

Meine Eltern schieden sich als ich noch ganz jung war, in der Kindergartenzeit schon. Mein Vater hatte dann kein Recht mehr mich und meinen Bruder zu sehen.
Meine Mutter erkrankte auch an einer schweren Krankheit, sie musste oft ins Krankenhaus oder in die Psychiatrie, sie war psychisch leider nicht gesund. So kam es das ich sehr oft ohne Eltern aufgewachsen bin, und wenn ich sie mal hatte, ich meiner Meinung nach besser erzogen hätte werden können. Bei mir gab es Lücken in der Erziehung, wie kein Druck/Support bei schulischen Lern Gewohnheiten. So habe meine schulischen Misserfolge begonnen und meine Mutter wusste uns leider nicht besser zu helfen und steckte mich in Tagesklinik undeinem Psychotherapeuten. Parallel noch Computersucht, Pornosucht, starke Vereinsamung, Mobbing weil ich ein so komisches verwahrlost Kind war, starke Depressionen, schreckliches Umfeld(Hauptschule).

Ist echt scheise gelaufen..
Zitieren
#14
Uff, ja, das klingt nicht gut. Aber leider auch relativ typisch. Wenn die Basis im Leben nicht stimmt, der Knacks in frühen Lebensjahren da ist, zieht es einen Rattenschwanz von unschönen Dingen mit sich und versaut einem irgendwie das ganze Leben.

Tagesklinik und Psychotherapeut klingt doch ganz gut. Du solltest unbedingt therapeutische Hilfe haben.

Derlei umfassende Erkenntnis hilft allerdings auch nur bedingt weiter. Es ist ja nunmal nun so, wie es ist. Sicherlich kann man nicht sagen, "Dein Problem ist die Pornosucht". Es geht viel weiter und tiefer (noch mehr als ich gedach hatte). Aber die Gegenwart und die Realität ist nunmal so, und da hilfts ja nix ausser das halt erstmal zu akzeptieren und das beste draus zu machen.

Sinnvolle Etappenziele setzen ist da also bestimmt gut, und Pornoabstinenz und mehr Schulerfolg ist da ja zweifellos der richtige Weg. Genauso wie es eine große Abwärtsspirale gab, kann es auch wieder Aufwärtsspiralen geben.

Beschwipst sein ist auch nicht so gut, ich hoffe es ist im Rahmen.. nicht auch noch ein Alkoholproblem entwickeln.
Zitieren




Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste