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Folgen und Gedanken
#11
Hallo Schnacki!

Offenbar hast du nur diesen Thread gelesen und nicht meine eigentlich Geschichte. Dann hättest du gesehen, dass ich ihn nie belogen habe. Sondern eher sogar zu viel kommuniziert habe. Und offenbar hast du auch nicht nachgeschaut, was Compulsory heterosexuality bedeutet. Darum schlage ich vor, du tust das, und sei es nur um ein bisschen Allgemeinwissen halber.

Anscheinend stört es dich sehr, dass ich 1 Jahr nach unserer Trennung beginne zu verstehen, dass ich Frauen liebe und selbst noch nicht so recht weiß wohin mit mir.
Anziehung bedeutet nicht sexuelle Triebe. Nur weil ich mit 13 lieber mit Mädchen abgehangen habe, weil mir Jungs Angst gemacht haben, und später lieber Freundinnen hatte, weil Freunde irgendwann immer versucht haben bei mir zu langen, heißt das noch lange nicht, dass man Jungs nicht als potenzielle Partner sehen kann.

Er ist in die Pornosucht gerutscht weil seine Mutter ihn nicht als Sohn, sondern als Partner- und Freundes-Ersatz erzogen hat, und ihn damit traumatisiert hat.
Wir hatten viele Jahre lang fantastischen und häufigen Sex, den ich sehr genossen habe. Erst als die Sucht immer doller geworden ist, hat unser Liebesleben drunter gelitten. Aber ich verstehe, dass es einfacher ist mit dem Finger auf jemanden zu zeigen, der wie gesagt 1 Jahr nach der Trennung plötzlich etwas über sich selbst erfährt.

LG, rabitten
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#12
Oh Mann Schnacki!

das glaubst du nicht im Ernst? Du steckst offensichtlich so richtig tief drin in der Sucht und hast noch wenig bis gar nichts verstanden und noch einen weiten Weg vor dir.

Aber du hast schon verstanden, dass kein Mann zu exzessivem Pornokonsum gezwungen wird? Und schon gar nicht deshalb, weil es irgendwelche unausgesprochenen "Probleme" in der Beziehung gibt oder gar das Sexual- und Liebesleben nicht rund läuft?

Ein normaler Mann in einer normalen Beziehung redet mit seiner Frau, wenn etwas nicht rund läuft und man arbeitet zusammen daran, damit das Liebesleben stimmt und beide eine zufriedene Partnerschaft führen können.

Das ist mit einem Pornosüchtigen nicht möglich, da dieser einzig Interesse an schneller und unkomplizierter Triebbefriedigung hat und sich mit zwischenmenschlichen Gefühlen doch gar nicht mehr beschäftigt. Ein Süchtiger merkt doch nichts mehr, was in der Partnerschaft los ist, geschweige denn, dass er noch irgendetwas unterschwellig aus der Gefühlswelt der Ehefrau wahrnehmen könnte. Dafür ist das Hirn doch viel zu überladen mit dem Mist. Dazu ist ein Süchtiger nicht mehr in der Lage. Der Fokus liegt wo ganz wo anders.

Es ist so richtig verlogen, an einer Pornosucht der Ehefrau die Schuld zuzuschieben!

Liebe Rabitten, diese Erkenntnisse im Nachhinein, was wirklich war, die schmerzen sehr. Es tut, glaub ich jedenfalls, deshalb so weh, weil man sich auf seine Wahrnehmung nicht verlassen konnte und weil es der Mensch war, auf den man sich verlassen hätte können müssen und das macht einem Angst. Es ist einfach gemein, dem anderen nicht die Wahrheit zu sagen, um selbst besser da zu stehen und den anderen zu binden. Ich kenne das auch.
Er hat mich gefragt, ob ich ihn nochmal heiraten würde und ich habe ihm gesagt, dass ich das nicht tun würde. Nicht zu den jetzt bekannten Bedingungen.
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#13
Hallo Rabitten,

Ich habe nichts gegen lesbische Frauen.

Insgesamt sind mir in deinen letzten Kommentaren zu viele Widersprüche und da wollte ich dich mal drauf festnageln.


Compulsory heterosexuality hin oder her, wer nicht entsprechend seiner natürlichen Intuition handelt, egal aus welchem Grund, hat eigentlich immer ein einseitiges, relativ oberflächliches Verhalten. Oft wirkt er auf andere "falsch" oder "nicht greifbar" oder "nicht ehrlich" und übrigens auch "widersprüchlich".

Ein Schwuler, der aufgrund gesellschaftlicher Konventionen eine Frau heiratet, wird nie ehrlich "Ich liebe dich" zu ihr sagen können. Vielleicht bekommt er den Satz ja heraus, vielleicht bildet er sich ein, es wirklich zu tun, aber dennoch erscheint es nur als oberflächliche Floskel, der es an Tiefe fehlt. Es kommt halt nicht aus dem Herzen. Und auch sein Sexualleben mit dieser Frau kommt nicht aus dem Herzen!

Dementsprechend müsstest du eine Beziehung mit deinem Mann genau so geführt haben. Und dann müsstest du dich auch mal fragen, wie diese ganze verkorkste Situation mit deinen geheimen lesbischen Neigungen sich auf euer Beziehungsleben ausgewirkt hat.

Kurzum: ich glaube dir nicht, dass du schon immer eine hundertprozentige Lesbe warst.
Und: ich glaube du hast diesen Mann ehrlich geliebt und nicht nur aufgrund von Compulsory
heterosexuality.


Ich würde dich vorsichtshalber wohl als bisexuell einstufen. Vielleicht eher als eine Frau die grad eine lesbische Seite an sich entdeckt.

Ehrlicher wäre es wohl, wenn du sagst:"Ich hab mich schon in Männer verliebt, aber weil ich enttäuscht und angewidert von ihrem Verhalten bin, switch ich jetzt einfach um auf Frauen,..... ihr Arschlöcher."

Genauso ehrlich wäre es, wenn du sagst: " Ich habe einen Mann geliebt und mit ihm viele Jahre eine Beziehung geführt. Irgendwann, wir haben es nicht mitbekommen, gab es Probleme, die kaum noch zu lösen waren. Um so mehr ich gekämpft habe, um so weniger Erfolg hatte ich damit. Was ist mein Anteil am Scheitern dieser Beziehung?"

Und in Bezug auf das Thema Compulsory heterosexuality könnte man sich vielleicht eine ähnliche Frage stellen. Wieviele Menschen halten unvernünftiger Weise an einer quasi schon gescheiterten Beziehung/Ehe jahrelang fest, weil die gesellschaftlichen Normen einem vorgeben, man müsste eine lebenslange, monogame Beziehung mit gemeinsamer Wohnung und Familienplanung führen?


Hallo Chiara,

ich würde mich als pornosüchtig bezeichnen. Trotzdem glaube ich, dass ich das Gefühlsleben meiner Freundin kenne, daran interessiert bin, dass es ihr gut geht und es ihr an nichts fehlt. Wir beide würden unser Verhältnis als harmonisch beschreiben. Ich habe sehr wohl Macken oder psychische Probleme unter denen sie manchmal leidet. Meine Pornosucht gehört nicht dazu. Das berührt sie kaum.
Pornosucht hat meine Fähigkeiten für Empathie in keiner Weise eingeschränkt.

Dennoch, so wie ihr glaubt, ich würde euch in eine Schublade stecken, scheint es so zu sein, dass ihr mich auch in eine Schublade steckt. Ich bin süchtig, aber ich hab nicht das Gefühl, dass die Beschreibung eines Pornosüchtigen, die du hier angebracht hast auf mich zutrifft.


Ich möchte jetzt mal den Kompromiss anbieten und sage:


Wir kommen wohl alle aus unserem Schubladendenken nicht heraus.
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#14
Hallo Schnacki.

Ja gerne, erkläre mir bitte meine Sexualität. Ich bin sicher, du weißt darüber mehr Bescheid als ich.
Ich habe damit gerechnet, dass irgendjemand genau auf diese Art reagiert, darum trifft es mich nicht. Und genau deshalb sehe ich nicht, dass ich die Energie und Zeit aufbringen müsste dir etwas zu erklären, was du offensichtlich nicht verstehen kannst oder möchtest.
Dein Verhalten ist mit der Grund, warum manche Frauen erst so spät in ihrem Leben verstehen, wer sie sind und was für eine Sexualität sie haben. Genau deswegen existiert compulsory heterosexuality.
Ich wünsche dir viel Erfolg mit deinen Zielen.

LG, rabitten
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