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Wofür 5 Sekunden Glücksgefühle, wenn man sie ein ganzes Leben haben kann?
#1
... Dieses "Bild" befindet sich auf meinem Desktop als Hintergrundbild. Vielleicht kennt ihr das Bild? es erscheint, wenn ihr NoFap in der Bildersuche eingebt. Es handelt sich dabei um ein Männchen der auf ein Ziel zuläuft. Das Ziel ist als ein Regenbogen dargestellt und bedeutet "Life Goals", also Lebensziele. Um das Lebensziel zu erreichen gibt es ein Hindernis. Eine "Grube", dargestellt wie ein Gefängnis. Das sind diese 5 Sekunden Glück, die das Männchen davon abhalten seine Lebensziele zu erreichen. Immer wieder, wenn er in diese Grube fällt, dann ist er gefangen und kommt nicht voran.

Ich mag dieses Bild sehr, denn es verdeutlicht mir jetzt damit aufzuhören, um diese Lebensziele zu erreichen. Ich bin 26 Jahre alt und habe seit meinem 17. Lebensjahr regelmäßig Pornos konsumiert, unwissentlich, wie schädlich das eigentlich sein kann. Ich kämpfe seit Monaten mit mir, um damit aufzuhören. Den letzten Porno habe ich mir vor 3 Tagen angeguckt. Wie jedes andere Mal auch, fühle ich mich danach schlecht. Mittlerweile kann ich auch nachvollziehen, was in meinem Kopf dabei vorgeht, wie das Dopamin sich ausschüttet. Angefangen habe ich mit harmlosen Pornos über zärtliche Gefühle bis zum wilden Sex. Nach einiger Zeit habe ich dann allerdings gemerkt, dass mich das langweilt und wollte aus reiner Neugier sehen, was es mehr gibt. Anschließend bin ich bei BDSM Pornos gelandet, bis hin zu Vergewaltigungsszenen, in denen die Menschen teilweise außer Gefecht gesetzt werden. Die Auswirkungen auf mein Leben habe ich dadurch nicht bedacht. Ich bin 26 Jahre alt und schwul. Seit vielen Jahren kann ich mich nicht mehr richtig auf Sex einlassen, ja eine Beziehung habe ich deswegen schon beendet bevor sie überhaupt angefangen hat. Ich bin vollkommen unentspannt, oft depressiv, bin lieber Single. Den Sex habe ich mir oft über Pornos, aber auch durch verschiedene andere Vorgehensweisen, wie Telefon- oder Camsex geholt. Daraus bestanden meine 5 Sekunden Spaß, aber mein Lebenziel konnte ich dadurch leider nicht erreichen. Immer wieder bin ich in diese Grube gefallen, zunächst unwissentlich, mittlerweile aber wissentlich. Mein größtes Problem ist der Drang nach mehr. Der Drang nach geilerem Sex, nach geileren Situationen und Momenten. Wenn ich in der Stadt unterwegs bin, dann sehe ich die Menschen als Sexobjekte an, dann verspüre ich einen Drang danach, diese Person "besitzen" zu wollen und falle danach in ein tiefes Loch, weil ich die Aufmerksamkeit nicht bekomme.

Ich bin 26 Jahre alt und habe ein Pornoproblem. Dabei möchte ich unbedingt dieses Lebensziel erreichen. Ich möchte Sex aus Liebe und mit vollkommener Hingabe meiner Gefühle. Nicht aus Lust und Befriedigung. Ich möchte mich besser konzentrieren, entspannter und selbstbewusster sein, attraktiver auf andere Menschen wirken, vielleicht auch begehrt werden. Daraus bestehen meine Lebensziele. Was sind eure Ziele und Wünsche?

Als ich von Nofap gehört habe, war ich begeistert. Es ist eine Herausforderung, aber ich brauche diesen "reboot". Einige Male bin ich bereits gescheitert. Aber dieses Mal wird mich die Sucht danach nicht unterkriegen! Tongue
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#2
Willkommen im Club. ;-) Mir gefaellt dein Text sehr, wirklich sehr motivierend und bildlich geschrieben. Ich habe ihn mir gleich als als bookmark gesetzt. Wenn mich die Suchtgedanken nach Pornos und Selbstbefriedigung draengen, hilft es ungemein, solche Texte zu lesen. Das gibt immer einen Motivationsschub und hilft einem, auf dem Weg und stark zu bleiben. Dein oben erwaehntes Bild konnt ich leider in keiner Bildersuche finden. Habe die Suche auch schnell wieder beendet, da ich bei der Suche wieder ueber Sexbilder gestolpert bin. Noch alles gut gegangen. Hast Du evtl. einen direkten Link dazu? Bin fuer jede Motivationshilfe dankbar. Gemeinsam sind wir stark und schaffen den Reboot!!!
[Bild: nfc.php?da=nu&nfc=3458]
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#3
Hallo Mr. Darcy,

auch von mir ein "herzliches willkommen" in der aussteigergemeinde Wink
[Bild: nfc.php?da=nu&nfc=3393]
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#4
(26.07.2015, 09:44)Christian schrieb: Willkommen im Club. ;-) Mir gefaellt dein Text sehr, wirklich sehr motivierend und bildlich geschrieben. Ich habe ihn mir gleich als als bookmark gesetzt. Wenn mich die Suchtgedanken nach Pornos und Selbstbefriedigung draengen, hilft es ungemein, solche Texte zu lesen. Das gibt immer einen Motivationsschub und hilft einem, auf dem Weg und stark zu bleiben. Dein oben erwaehntes Bild konnt ich leider in keiner Bildersuche finden. Habe die Suche auch schnell wieder beendet, da ich bei der Suche wieder ueber Sexbilder gestolpert bin. Noch alles gut gegangen. Hast Du evtl. einen direkten Link dazu? Bin fuer jede Motivationshilfe dankbar. Gemeinsam sind wir stark und schaffen den Reboot!!!

Vielen Dank!

Im voraus findest du hier den Link:
http://www.nofap.com/wp-content/gallery/...-goals.jpg

Ich finde das echt klasse von dir, dass du der Sucht direkt wieder entkommen bist und dich nicht von den Bildern hast dazu verleiten lassen. Du hast meinen Respekt und kannst echt mega stolz auf dich sein Smile
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#5
@Mr.Darcy

Vielen Dank fuer den Link. Bilder sagen mehr als tausend Worte. ;-)

Ich bin inzwischen 16 Tage ``clean'' und an Tagen wie heute merkt man, welche Macht solche Trigger haben. Das Eis auf dem See des Reboots sieht von oben schon recht dick aus, doch es ist noch sehr duenn und bruechig. Der Schein truegt und wenn man nicht aufpasst, bricht es und zieht einen wieder nach unten auf den Grund.
[Bild: nfc.php?da=nu&nfc=3458]
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#6
Auch von mir ein herzliches Willkommen Mr. Darcy,

ich wünsche dir viel Kraft bei deinem Entzug. Es klingt wirklich, als wärst du fest entschlossen. So ein Momentum, wie du es gerad erlebst kann ein super Startfunken für einen langfristigen Entzug sein!
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#7
Willkommen Mr. Darcy. Was du schreibst klingt sehr entschlossen, ich wünsche dir viel Kraft und einen starken Willen. Das Bild finde ich sehr passend Smile .
[Bild: nfc.php?nfc=1794]
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#8
Vielen Dank für die netten Begrüßungen hier, da fühlt man sich ja gleich stärker und das macht echt Hoffnungen Smile
Besten Dank also für die Starthilfe^^

Soweit ich mich erinnere müsste das mein vierter Tag heute sein und er war zuerst nicht ganz einfach Big Grin Natürlich habe ich auch heute ein bisschen das Bedürfnis danach verspürt, aber soweit konnte ich das unter Kontrolle bringen, woraufhin ich mich gleich stolz ins Bett begeben kann! Ich hoffe, euer Tag war auch so erfolgreich und ihr versucht es auch zu spüren, wie großartig es ist, es nicht getan zu haben! Daumen hoch!
Heute war ich unterwegs auf einer Kirmes und es waren mega viele Leute dar. Ich leide seit langer Zeit unter Angstzustände, unter der Angst einfach umzukippen. Ob es jetzt mit meinem Pornokonsum zusammenhing, kann ich euch nicht sagen. Vielleicht hat aber jemand ein ähnliches Problem und kann mir deutlicher sagen, ob es damit zusammen hängt oder nicht. Unter vielen Menschen fühle ich mich auch immer irgendwie ziemlich unwohl! Leider ist es immernoch so, dass ich auf viele sexuelle Reize reagiere. Sprich: Wenn ich unterwegs bin und Männer gutaussehend finde, dass ich da schon ein bisschen hinterher gucke und sie eher als Sexobjekte betrachte. Sexobjekt, weil ich in einer sexuellen Hinsicht auf sie achte: auf den Hintern, auf die Boxershorts, auf den Oberkörper, auf die Lippen, die Augen, die Schuhe. Also ich mustere sie sozusagen von oben bis unten. Und ich vermute mal, dass das damit zusammenhängt, dass das Dopamin den Anteil zu erreichen versucht, wie es das bei den Pornos tut. Und wenn ich auf Pornos verzichte (und das Gehirn sich langsam wieder anders benimmt), dass ich die Männer auch nicht mehr als Sexobjekte zu betrachten brauche. Aber das sei erstmal dahin gestellt und unter Beobachtung erst erfahrbar! Smile

Ich merke allerdings, dass ich mich selber plötzlich richtig attraktiv finde und das auch so wahrnehme. Ich nehme mich sozusagen mehr an und selbst wenn ich die Panikattacken heute kurz hatte, habe ich mich doch recht Selbstbewusst gefühlt Smile Das ist meine Wahrnehmung für heute, die ich mit euch teilen kann.

Viele Grüße und bleibt stark,
Euer Mr.Darcy
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#9
Bisher habe ich mich wacker geschlagen! Die Tage zu zählen nervt mich ehrlich gesagt ein wenig und setzt mich ziemlich unter Druck Smile Vllt ist das auch ein Grund dafür, dass ich oftmals ein paar Rückfälle hatte... Mittlerweile verspüre ich aber überhaupt keinen Drang und mein Selbstbewusstsein scheint wohl etwas zu steigen. Aber hier möchte ich mal ein paar der positiven Veränderungen durch NoFap anführen, die ich mir erhoffe und auch in verschiedenen Foren gelesen habe Smile

Der erste und wichtigste Grund ist: Ich möchte Weg von der Pornosucht! Es hat nichts mit der Realität zu tun und es ist alles nur gespielt. Sprich: Uns wird dadurch etwas vorgemacht. Selbst Gott möchte nicht, dass wir so mit unseren Körpern umgehen, da es ja auch schon wirklich an Prostitution grenzt. Ja, irgendwie ähnelt es fast wie der Besuch in einem Puff. Nur es ist alles medial. Der zweite Grund besteht aus besserem Sex, keine unentspanntheit, intensiveres Wahrnehmen, Romantik und vor allem Liebe! Und das können wir nur wahrnehmen, wenn wir von der unrealistischen Pornowelt weggehen und uns auf das hier und jetzt konzentrieren! Auf Zärtlichkeiten und tiefere Empfindungen, die zu einem erfüllten Leben beitragen! Erinnert euch an mein Bild. Es ist nur eine Grube mit Gittern, man fühlt sich gefangen. Aber dahinter verbirgt sich etwas viel Schöneres!

Der nächste Punkt ist, ich möchte Männer nicht mehr als Sexobjekte betrachten. Möchte ich mich fühlen wie ein Hund, der jedem Knochen hinterher rennt? Habe ich das wirklich nötig? Nein. Durch Pornos verirre ich mich in eine andere Welt, fern ab von dem hier und jetzt. Ich betrachte Männer als Sexobjekte, hätte vllt gerne mehr mit ihnen. Und während ich mir das einbilde sinkt mein Selbstvertrauen in Grund und Boden. Und warum? Weil ich mich nicht mehr auf mich konzentriere. Dabei vergesse ich immer mehr, dass ich ein Mensch bin, der sich selber so annehmen sollte wie er ist. Der sich Zeit für sich nimmt und sich auf sich konzentriert. Wenn ich durch die Straßen gehe und jedem Typen hinterher schaue, bin ich dann noch ich selber? Stattdessen verliere ich meine innere Wertschätzung und falle in eine Art Ohnmacht (Panikattacken) und werde nicht erwachsen ("den Typen möchte ich unbedingt haben").

Ich habe oftmals gelesen, dass Menschen sich durch NoFap besser konzentrieren können. Stellt euch mal vor, was ihr alles erreichen könnt, wenn ihr euch besser konzentrieren könnt. Dann erst merkt ihrm welche Kraft eigentlich in euch steckt. Dass ihr keine Ängste haben müsst und für viele Situationen im Leben gewappnet seid.

Der nächste kraftspendende Punkt ist das Selbstbewusstsein und mehr Selbstdisziplin.

Manche sagen, dass man durch NoFap mehr Energie zur Verfügung hat und mehr männlich wird. Die Stimme soll angeblich tiefer werden.

Man wirkt attraktiver auf andere Menschen. Hier kann ich mit einem Beispiel dienen. Als ich einen kompletten Monat nicht gefapt habe, wurde ich von Leuten angesprochen, habe neue Leute kennengelernt und wurde teilweise in Bus oder Bahn von anderen Leuten angelächelt. Und das hat mir nicht nur mehr Selbstbewusstsein beschert, sondern auch mehr Energie.

Mein Ziel ist irgendwann eine glückliche Beziehung zu führen und auch weniger oberflächlich zu sein. Der Großteil meiner Freunde sind in Beziehungen. Ich aber habe keinen Freund. Meine Freunde wirken auf mich ausgelassenen, standhafter und glücklicher. Zudem habe ich mich oft gefragt: "oh nein, das wäre nicht mein Typ." Warum? Weil mich Pornos oberflächlich gemacht haben. Zumal man immer auf der Suche nach attraktiveren Typen ist um sich zu befriedigen. Und das wirkt sich belastend auf das reale Leben aus.

Ich habe durch Pornos immens viele Stressfaktoren, die nachlassen werden, sofern ich aufhöre. Ich habe mehr Zeit, kann konzentrierter arbeiten und habe keine sozialen Ängste oder sowas. Ich werde mich gelassener und selbstsicherer fühlen.

Daher ist es immer gut, sich die positiven Sachen vor Augen zu führen!
Mir meine Ziele vor Augen zu halten hilft mir ungemein, mich nicht wieder auf Pornos einzulassen.
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#10
(28.07.2015, 14:57)jdpsy schrieb: Hi Mr.Darcy,

als ich deinen Text las, dachte ich mehrmals: "Dir geht es genau so."
Nur fing das bei mir mit den Pornos schon ca. 4 Jahre früher an.

Bin auch vor Beziehungen geflüchtet, bevor sie wirklich anfingen. Da war mal so ein Typ, der richtig gut aussah, das sagten auch andere und er meinte, dass er auch eine Beziehung mit mir wollte. Und was mache ich? Suche lauter Gründe weshalb das nicht gut ist und lehne ab, obwohl ich mich bei ihm ganz wohl gefühlt habe.
Und dann bahnte sich da bei einem anderen Typen etwas an und er hat mich auch richtig emotional unterstützt, als es mir gar nicht gut ging und ich beschließe dann plötzlich in eine andere Stadt zu ziehen.
"Sex" findet bei mir fast auch nur vor dem Bildschirm statt. Der Portokonsum hat bei mir auch diverse Ängste ausgelöst, bzw. verstärkt. Weil so viel Zeit für den Konsum für Pornos drauf ging, habe ich oft schon Angst vor dem ganz normalen Kontakt mit Menschen, denn was soll ich groß sagen, wenn die mich fragen was ich in meiner Freizeit so mache oder auch die Angst beim Sex nicht richtig zu funktionieren, weshalb ich dann auch Angst vor realem Sex entwickelt habe.

Neben selbstbewusster werden, realen Sex genießen und wirklich jemanden lieben zu können, sind meine Ziele noch:
- Studium mit 1,x abschließen
- gesund Leben und Gesundheit ausstrahlen
- ein zufriedenes und glückliches Leben führen
- Zum Glück auf dieser Welt beitragen (einen Beitrag dazu leisten, dass mehr Menschen auf der Welt glücklicher werden)
- mehr Muskeln aufbauen
- finanzielle Freiheit erreichen
- genügend Freunde haben, um nicht mehr unter Einsamkeit leiden zu müssen
- wieder attraktiver werden (regelmäßig von Flugbegleiterinnen angemacht worden zu sein und 1000 Besuche an einem Tag bei Gayromeo waren doch schon mal attraktiv genug oder? Wink )

Hallo jdpsy,

Willkommen. Ich muss gestern echt lächeln als ich deinen ersten Satz gelesen habe, dass es dir genauso geht. Da hat man gleich ein ganz anderes Gefühl und ist nicht allein Smile
Bei mir fing das mit den Pornos bereits mit 17 Jahren an. Also doch schon etwas eher, wenn man das über so einen langen Zeitraum konsumiert, dann ist es verständlich, dass es so lange dauert um darüber hinweg zu kommen.
Das mit den Beziehungen kann ich echt gut nachvollziehen. Ich habe auch immer irgendwelche Ausreden gefunden und mich irgendwie danach gesehnt, Single zu sein. Ich habe mir selber eingeredet, dass Single zu sein viel cooler ist und man so viel anderes machen kann. Im Endeffekt habe ich mich dann wieder alleine in mein Zimmer und vor den Computer gesetzt. Man müsste sich selber mal als Außenstehender sehen. Dann würde man vllt merken, dass da irgendwas verkehrt ist. Smile
Wenn sich mal etwas angebahnt hat und man ist mit jemandem im Bett gelandet, dann tauchte in mir oftmals ein Unwohlgefühl auf. Ich konnte mich nicht wirklich drauf einlassen, war überhaupt nicht entspannt. Wie du schon sagst, man kann sich nicht wirklich drauf einlassen. Und zum Höhepunkt konnte ich dadurch auch nicht kommen, weil vermutlich mein Gehirn viel viel mehr auf die Pornos angesprungen ist, als auf den echten Sex.

Deine Ziele finde ich super, ich könnte glatt meine Liste um ein paar Punkte erweitern, die auf mich zutreffen würden. Tongue
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