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Always in my head
#1
Hallo liebes Forum,

nach dem ich letzte Woche meine Story und Betroffenheit im Begrüßungsforum vorgestellt habe, möchte ich nun heute mit einem Tagebuch beginnen in das ich nicht täglich, aber immer Mal wieder von meinen Fortschritten, Eindrücken, Veränderungen und Problemen berichten werde und freue mich natürlich, wenn wir uns gemeinsam austauschen.

Heute ist der 32. Tag meiner Abstinenz. Ich konnte bereits in den letzten Tagen positive Veränderungen meiner Persönlichkeit wahrnehmen. Wie ich euch in meiner Vorstellung erläutert habe, bin ich eigentlich ein sehr positiver Mensch und stets gut gelaunt. Durch den ganzen Porno-Wahnsinn und dem beginnenden Selbsthass, ging das aber immer weiter zurück. Ich habe festgestellt wie schnell ich wegen Kleinigkeiten gereizt bin und meinen Ärger, durch die immer wiederkehrenden Rückfälle und der damit verbundenen Gefühlslage, auch an anderen Personen ausgelassen habe. Aktuell merke ich vom geschilderten Problem aber nichts mehr, im Gegenteil ich bin aktuell wieder sehr gut drauf und komme mit mir wieder besser zurecht.

Weiterhin habe ich durch meine Vorkehrungen wenig Chancen getriggert zu werden, war dies dennoch der Fall, so konnte ich die Gedanken durch meine für den Reboot festgelegten Maßnahmen sehr gut bewältigen. Das allgemeine Verlangen nach pornografischen o.ä. Inhalten ist im Moment definitiv deutlich zurückgegangen. 

Probleme bereitet mir eher das Thema Masturbation. In früheren Reboots dachte ich "eigentlich habe ich nur ein großes Verlangen danach". Allerdings musste ich einsehen, dass eben irgendwie beides, pornografisches Material als auch Masturbation zusammenhängt. Oftmals war es dann so, dass ich aufgrund eines Triggers masturbiert habe, allerdings ohne mir etwas anzusehen, dennoch wenig zielführend. In diesen 32. Tagen habe ich bisher 4. Mal masturbiert, aber nur, weil ich einfach Lust darauf hatte ohne einen Trigger und natürlich "Ohne Alles" versteht sich. Für mich persönlich habe ich das auch auf höchstens einmal in der Woche beschränkt, da alles andere wieder zu sehr den alten Verhaltensweisen ähneln würde und entsprechende Pfade im Gehirn aktivieren könnte.

Nun zu meinem Problem: Nach dem ich es getan habe, fühlte ich mich nicht unbedingt gut. Es fällt mir schwer das hier zu erklären. Kurze Momente danach fühlt es sich einfach fast wie ein Rückfall an, mein Gehirn versucht mir einzureden "Jetzt bist du wieder gescheitert", genau wie ich zuvor gemeint hatte da zumindest früher Porno und Masturbation verknüpft waren. Ich will ja zu einem gesunden Masturbationsverhalten gelangen, dementsprechend halte ich es durchaus für richtig "wie" ich es mache: Keine oder nur realistische Gedanken (Keine pornografischen Szenen etc.), kein harter Griff, kein Drängen usw. ihr wisst worauf ich hinaus möchte. Dennoch habe ich eben danach eher negative Gefühle, die mich auch den Tag danach verfolgen. Es fühlt sich einfach falsch an obwohl ich weiß, dass ich seit diesen 32. Tagen nichts konsumiert habe ganz im Gegenteil. Ich habe das Gefühl, dass ich mir da selbst einen Streich spiele, da ich schon während des Masturbierens eben gedanklich genau aufpasse was ich denke und an was ich nicht denken sollte und wie sich das auswirken könnte wenn ich an etwas falsches denke. Dadurch habe ich auch festgestellt, dass das Verlangen am Tag danach etwas größer, weil ich dann die Ganze Zeit an dieses "Problem" denken muss. Vielleicht konntet ihr mir ja folgen. Auf jeden Fall habe ich beschlossen nun Mal min. 2 Wochen auszusetzen, um die Wirkung festzustellen.

Ansonsten bin ich sehr zufrieden mit dem Fortschritt, mein Hauptziel: eine Beziehung zu führen, stets motivierend vor Augen.

Ich hoffe euch geht es allen gut. Bei mir scheint der erste Funke entfacht zu sein.

Grüße
RelightMyFire
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