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m/24 rennt im Kreis
#21
Hey flash,
Lass dich nicht entmutigen. Man muss es eine ganze Zeit lang versuchen, bis man die 30 Tage schafft. Und ich glaube insgesamt kann man das als einen Rückfall werten, zumindest meine Meinung.
Da hilft nur Aufstehen Staub abschütteln und weitermachen. Mit Selbstmitleid schadest du dir nur.
Ich hoffe du fängst dich wieder und toppst die Zeit nochmal. Vermutlich wird es mehrere Rückfälle geben aber denk niemals, dass es deswegen umsonst war. Jeder Tag ohne Pornos ist hilfreich und bringt dich voran.
Viel Erfolg weiterhin!

Hey flash,
Lass dich nicht entmutigen. Man muss es eine ganze Zeit lang versuchen, bis man die 30 Tage schafft. Und ich glaube insgesamt kann man das als einen Rückfall werten, zumindest meine Meinung.
Da hilft nur Aufstehen Staub abschütteln und weitermachen. Mit Selbstmitleid schadest du dir nur.
Ich hoffe du fängst dich wieder und toppst die Zeit nochmal. Vermutlich wird es mehrere Rückfälle geben aber denk niemals, dass es deswegen umsonst war. Jeder Tag ohne Pornos ist hilfreich und bringt dich voran.
Viel Erfolg weiterhin!
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#22
Tag 2 ohne Porno und Masturbation

Erstmal vielen dank Zahn und Midonfire für die netten Worte. Werde ich mir auf jeden Fall zu Herzen nehmen.

Bin heute auch wieder etwas besser drauf. Rückfälle schlagen bei mir immer so derbe auf die Psyche, gerade wenn es mehr als ein Ausrutscher am Tag ist.
Gestern Abend ist mir etwas aufgefallen, was ich schonmal bemerkt habe: Eine erhöhte Herzfrequenz zu den Zeiten, wo ich gewohnheitsmäßig am häufigsten konsumiere. Mein Körper schreit gerade zu danach, mich der Sucht hinzugeben. Mein Hirn war da aber nicht ganz dabei, weil ich keine sexuellen Gedanken hatte und eigentlich recht gelassen war.
Depressive Gedanken kommen häufig auch genau zu den Zeiten, wo ich in der Regel Pornos schauen würde, was mir eigentlich nur noch klarer macht, dass meine negativen Gedanke einzig und alleine davon kommen.
Ich bin sogar jetzt ein 3/4 Jahr lang bei der Psychotherapie gewesen, allerdings wurden dort lediglich die Symptome behandelt, nicht jedoch die Ursache.
Mir ist schon seit Abschluss der Schulzeit - nein, eigentlich schon während des Abiturs - aufgefallen, dass mein Pornokonsum problematisch ist, hab es aber immer auf die leichte Schulter genommen um mir das Leben fürs erste leichter zu machen. Schaut man aber mal auf meine Noten, ist klar, dass diese just zu der Zeit schlechter geworden sind, seit ich mit den Pornos angefangen habe. Meine Befürchtung ist nun natürlich, dass ich mir sehr viele Chancen damit verbaut habe.
Dennoch bin ich davon Überzeugt, dass ich die Kurve kriegen kann... WENN ICH MICH NICHT IMMER SELBER HINTERGEHEN WÜRDE!!

Auch möchte ich mein Leben wieder sozialer gestalten. Habe mich die letzten Jahre ziemlich isoliert und bin dadurch natürlich etwas vereinsamt, was auch der Grund dafür ist, dass ich, als Corona begonnen hat, erstmal wieder in die Heimat gezogen bin und mich für die Regionale Uni entschieden habe.
"Ah shit... here we go again!"
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#23
Tag 3 ohne Porno und Masturbation.

Nichts besonderes zu melden. Mir ging es gestern ziemlich gut für meine Verhältnisse. Heute aber bin ich wieder etwas antriebsloser, aber noch kein Grund zur Sorge.
"Ah shit... here we go again!"
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#24
Glückwunsch für die 3 Tage, es ist ein Anfang und vor allem eine Abgrenzung zu deinem Rückfall. Schmeiß das nicht weg Wink
Man will sich später schließlich nicht fragen müssen was man hätte erreichen können.

Achja und kennst du dich schon mit dem Thema flatline aus? 
Die ist echt ein Biest aber wenn du sie überstanden hast, dann wirst du stolz auf dich sein und erst Recht nicht zurück wollen.

Und was das Thema Offenheit angeht, mir hat es echt geholfen mit meinen Freunden und meiner Frau darüber zu reden. Wie ein Looser wirkt man so oder so, da hilft es vielen Leuten zu verstehen dass da etwas hinter steckt und nicht einfach deine Persönlichkeit ist. Außerdem sind Fehler = menschlich = sympathisch.
Verschwiegenheit wegen Angst vor versagen ist auch eine Form von Selbstbetrug, denk Mal drüber nach Smile

Alles Gute und halte durch!
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#25
Tag 4 ohne Porno und Masturbation.

Ich fühle mich... gut! Es geht wieder Berg auf, ich komme morgens besser aus dem Bett, fühle mich nicht mehr wie ein nasser Lappen. Durch die Klarheit, die sich so langsam ergib werden mir wieder ein, zwei Dinge bewusst:
1. Meine Erwartungen an Schönheitsideale sind völlig übertrieben und faktisch garnicht erreichbar. Man darf nicht vergessen, dass das allermeiste im Internet inszeniert ist. Viele Fotos sind bearbeitet und Videos sind immer aus dem perfekten Winkel und bei perfektem Licht gemacht. Wenn man denkt, so sieht das wahre Leben aus, hat man ein großes Problem.
2. Man wächst nur an Herausforderungen. Wer sich selber nicht herausfordert und immer in seiner Komfortzone bleibt (basically mein Leben) tritt auf der Stelle.
Das Problem an der Sache: Wenn ich schwach werde und einen Rückfall riskiere, sind mir diese Erkenntnisse völlig egal. Großer. Fehler.

Und ja Mindonfire, die Flatline ist mir bekannt Big Grin Mein größter Erzfeind würde ich sagen. In der Phase macht alles keinen Sinn mehr und man bezweifelt, dass der Pornoentzug überhaupt etwas bringt.
Ich habe häufig genau dann einen Rückfall, obwohl ich gerade garnicht in Stimmung bin. Ich mache das häufig dann mit der Absicht "Hauptsache hinter mich bringen" Irgendwie fühlt sich für mich in dieser Phase alles, aber auch wirklich alles nach Zeitverschwendung an, obwohl ich generell nichts anderes als Zeitverschwendung mache.

Hilfreich wäre sicherlich jemand, der parallel das gleiche durchlebt und wo man sich gegenseitig ermutigen kann, jetzt nicht aufzugeben.
Ich traue mich tatsächlich nicht, mit jemandem darüber zu reden, da ich sehr schambelastet bin. Hab nicht mal mit meinem Therapeuten damals darüber geredet.
Worüber ich nachgedacht habe, ist ein Sexualtherapeut, aber das muss man ja auch irgendwie erklären können.

Mein Motto aktuell: Nach vorne schauen, die Dinge so nehmen, wie sie kommen und kein Rückzieher machen. Pornos dienen bei mir auch häufig als eine Art Ausschalter für schlechte Gedanken. Wenn es mir schlecht geht, ich schlechte Gedanken habe oder Stress naht, greife ich zu Pornos, um diesem Druck auszuweichen. Dass das natürlich nur eine vorübergehende Wirkung hat, und eigentlich das Problem nur schlimmer macht, liegt auf der Hand.

Ich habe mir daher ein Sprichwort von Laotse verinnerlicht: "Nur derjenige, der an den Leiden leidet, wird von den Leiden befreit."
"Ah shit... here we go again!"
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#26
Hey flash, an dem Punkt mit dem Therapeuten möchte ich dir Mut machen! Ich habe mich irgendwann auch geöffnet. Meistens in einem Moment der Stärke, als es gerade gut lief! Da war ich in der Aktion und hatte gefühlt mehr Kontrolle. Sei dir auch bewusst, das Therapeuten, gerade Sexualtherapeuten, die Problematik kennen. Sie kennen auch viele Menschen, die ähnlichen Themen haben wie Dienstunfähgikeitsversicherung Da wirst du nicht verurteilt. Die Frage ist: Wie sehr verurteilst du dich und wie sehr gestehst du dir ein, dass du ein Recht hast um Hilfe zu bitten?

Wenn du dir die Frage ehrlich beantwortest kannst du vielleicht einen weiteren Schritt gehen. Und wenn wir ehrlich sind, wissen wir doch, dass jeder Tag, den wir unter dieser Sucht leiden ein Tag zu viel ist.

Alles Gute
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#27
Hey Flash, das schamgefühl kann sicher jeder nachempfinden, bei dem Thema geht es echt an die Substanz aber lass dir gesagt sein du bist ja nicht allein. Es ist wichtig und richtig sich zu öffnen und das ganze aus der Dunkelheit zu holen, niemand muss diesen Kampf allein gehen. Meiner hat über 4 Wochen auf einen Termin bei Suchtberatung gewartet, lost in space ist extra für Internetsexsucht... So voll ist es dort und die sind täglich am arbeiten bis spät abends. In eine der Gruppen kam er nun nach drei Monaten Wartezeit... Weil der Andrang so groß ist und mehrere Gruppen sogar parallel laufen. Das Problem ist wirklich riesig und ich denke irgendwann kommt das in der Gesellschaft an und dann sinkt vielleicht auch einfach die schamgrenze bei den menschen. Vor 20 Jahren war es total suspekt das jemand Depressionen hat, heute klingt es schon fast salonfähig. Es wird mehr darüber gesprochen und es wird mehr normalisiert und viel mehr Menschen erlangen Verständnis weil die mit dem Thema irgendwie in Berührung kommen und wenns auch nur durch Medien ist. Auch damals zog niemand allein gegen seinen Feind in eine Schlacht und euer Feind ist riesig. Es ist nicht männlich das allein machen zu müssen, diese Bürde muss sich keiner selbst auferlegen. Alles Liebe
Reue ist Verstand der zu spät kommt.Niemand glaubt leeren Worten, wenn keine Taten folgen. 
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#28
Tag 5 ohne Porno und Masturbation

Geht immer weiter nach oben... noch. Schlimm dürfte es ab Woche 2 werden. Mal schauen, wie ich da reinstarte.
Ansonsten alles beim Alten.
"Ah shit... here we go again!"
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#29
Denk dran, die Tür zu Pornos ist immer offen, auch in guten Phasen, du hast aber die Kraft, sie auch geschlossen zu halten!
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#30
Tag 6 ohne Porno und Masturbation

Alles fühlt sich zunehmend wie ein Drahtseilakt an. Mein Kopf ist zwar noch klar, aber anderen Bereichen an meinem Körper fällt auf, das irgendetwas anders ist. Die letzten Tage waren wirklich gut. Ich habe mich gut gefühlt und mir wurde von anderen gesagt, dass ich auf einmal so motiviert wirke, entgegen meines sonstigen Erscheinungsbildes.

@fladenjunge: Deswegen verschließe ich diese Tür ja mit Blockern. Die Frage ist nur, ob diese Tür nicht im schwachen Moment mit allen Mitteln aufgebrochen wird Smile

Bis jetzt sieht es für mich aber noch nicht danach aus. Ich habe mich in den letzten Tagen gut von Triggersituationen fernhalten können. Bzw. wenn ich versehentlich etwas anzüglichere Bilder gesehen habe, bin ich nicht drauf angesprungen und habe sofort was anderes gemacht bzw. weggeklickt.

Das nächste, was ich erwarte, ist ein Haufen überschüssiger Energie. Das ist dann Energie, die ich nicht mal mit Sport besänftigen kann. In solchen Phasen bleibe ich auch gut und gerne mal bis 4 Uhr morgens wach, weil ich nicht einschlafen kann. Das war bis her auch häufig ein Grund für ein Rückfall bei mir.
"Ah shit... here we go again!"
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