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Klappstuhls (Tage)Buch
#11
Ja richtig.
Als ich gesagt bekommen habe dass ich ein Problem mit den Pornos habe und es dann später auch selber realisiert habe habe ich mich an die Suchtberatung der Caritas in Berlin gewendet. Dort gibt es eine Einrichtung die sich Lost in Space nennt, die haben sich speziell auf Internet, Porno und Spielsucht spezialisiert. Dort habe ich in regelmäßig unregelmäßigen Abständen Einzelgespräche mit einem Betreuer, mit dem ich das Ganze Thema bespreche, darüber rede wie es läuft, einen sozialen Druck habe, weil er davon weiß usw. Hilft mir ungemein. Und dort gibt es auch Gruppensitzungen zu den verschiedensten Themen. Ich fange jetzt eben mit der reinen Pornosuchtgruppe an und stehe noch auf der Warteliste für die allgemeine Suchtgruppe, wo alle Süchte bunt gemischt sind wo wir uns dann gemeinsam einen Schlachtplan erarbeiten werden.


So nun mal noch zum Tagebuch. Heute war Tag 13.

Mein Verlangen nach meiner Partnerin ist nach wie zuvor sehr Groß, was das Durchhaltevermögen des Reboots im Hardmode nicht vereinfacht.
Aber ich konnte wieder einmal einen Tag wiederstehen und die sexuelle Energie wieder in Produktivität umsetzen. Heute Vormittag war ich wieder beim Rugbytraining welches ich erfolgreich mit einer leichten Gehirnerschütterung (mit dem Kopf auf den Boden geklatscht) beenden konnte. Spaß gemacht hat es dennoch und ich konnte schon kleinere Erfolge feiern.
Anschließend waren wir im Baumarkt und haben alle Utensilien für unsere Küchenlampe gekauft die ich daraufhin gleich gebaut habe. Wir finden sie richtig schön und ich bin stolz auf mich dass alles so geklappt hat wie ich es mir vorgestellt und ausgedacht habe. Ihr gefällt sie auch richtig gut.

Morgen folgt dann Tag 14, mit dem ich dann die 2 Wochen voll mache. Ich werde berichten.

Liebe Grüße

Klappstuhl
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#12
Nabend miteinander, Tag 16 des Reboot im Hardmode geht zu ende.

Pornos und andere Frauen: Fehlanzeige. Kein Verlangen.
Meine Partnerin: Ich bin total verrückt nach ihr und hab mich kaum noch unter Kontrolle.

Aber nun mal von Anfang an. Ein traumhaft schönes und langes Wochende ist zu ende (gestern war für mich Feiertag, und Montag hatte ich Brückentag). Ich war, wie ich finde über das Wochenende recht fleißig zuhause. Habe unsere neue Küchenlampe gebaut, die Sitzecke angefangen zu lackieren, den Küchentisch neu geölt und die Badewannenablage lackiert. Ich denke ich habe es mittlerweile ganz gut geschafft die Energie die ich vorher mit Pornos verschwendet und das Klo runter gespült habe in etwas Produktivität umzusetzen. Und die sexuelle Energie, bzw das Verlangen habe ich jetzt auf meine Partnerin umgelenkt.

Der gestrige Tag war recht schwer für mich durchzuhalten, da ich besonders scharf auf Sie war. Nachdem ich gefühlt den gesamten Vormittag bis etwas nach Mittags dauergeil hinter ihr her gerannt bin und schätzungsweise 3256 Erektionen überlebt habe ohne zum Schuss zu kommen,
stellte ich dann Nachmittags fest dass ziemlich unangenehme Schmerzen aus dem rechten Ei hervor traten. Meine Partnerin meinte das nennt sich Kavaliersschmerzen. Weiß da jemand genaueres drüber?
Vom Gefühl her kannte ich es ähnlich aus alten Zeiten wenn ich an manchen Tagen dann das 4. oder 5. mal onaniert habe und es dann langsam schon unangenehm wurde.

Nun muss ich mich mehr mit mir beschäftigen und meiner Gefühlslage auf den Grund gehen. Denn da bin ich blöderweise immer noch kein Stück weiter gekommen. Aber Stück für Stück merke ich doch immer wieder kleinere Fortschritte und auch die Dauer des Reboots im Hardmode verbessert sich mit jedem Tag. Ist schließlich schon der 3. Anlauf.

Liebe Grüße

Klappstuhl
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#13
Hi Klappstuhl,

Du schilderst Deine Lebensgeschichte sehr gut, da kann man sich richtig einfühlen. Kavaliersschmerzen können nach mehreren Tagen Abstinenz auftreten und Deine Hoden extrem heftig in Mitleidenschaft ziehen. Ich habe das in der Zeit erlebt, wo ich eine Keuschheitsschelle getragen habe. Abspritzen löst die Schmerzen sofort auf, aber wenn ich das richtig gelesen habe, dann das ihr das nicht. Bitte laß es medizinisch abklären, weil es kann möglicherweise auch andere Gründe haben warum Dir ein Horn weh tut. Ansonsten hilft ein klein wenig die kalte Dusche, vorsichtige nicht erotische Massagen an den Seiten der Hoden und natürlich Sport. Achtung, das ganze kann so schlimm werden, dass Du nicht einmal mehr gehen kannst.
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#14
So, ich melde mich dann auch mal wieder zu Wort.

Nach Tag 16 war dann auch leider wieder Schluss mit Reboot im Hardmode. Nach dem Post hier ist es dann leider doch wieder passiert und ich hab es einfach nicht mehr ausgehalten dauergeil neben meiner Partnerin zu liegen und zu verzichten. Wir hatten Sex.
Im nachhinein war es warscheinlich doch irgendwie "nur" ein "Druckabbau", obwohl ich besten Gewissen und Wissen nach sagen kann, dass ich explizit Lust auf sie hatte, und nicht auf Porno, Masturbation oder irgendwas anderes. Ich wollte es explizit mit ihr erleben.
Seit dem habe ich auch keinen neuen Reboot im Hardmode gestartet, sondern wir haben wieder regelmäßig unregelmäßig Sex. Ich glaube ich möchte es auch ersteinmal weiter im "Softmode" versuchen in den Griff zu kriegen.
Was allerdings wieder auffällt, ist dass ich seit dem Rückfall wieder ganz unten anfangen muss. Sprich die Gefühlslage ist wieder weniger geworden und ich merke wieder dass ich generell weniger Lustempfinden habe und in der Hose ist auch wieder weniger los, und wenn was los ist, dauert es länger und er Steht auch nicht mehr so wie früher.
Ich bin echt hin und hergerissen ob ich doch wieder einen Reboot starte oder es weiter erst mal so versuche. Denn von den Pornos bin ich nach wie zuvor weg und auch andere Frauen interessieren mich mittlerweile nur noch wenig.

Kommende Woche ist dann meine erste Gruppensitzung. Ich bin sehr gespannt.
Zu dem habe ich heute auch einen Termin bei einem Therpeuten bekommen im April mit Aussicht auf verhältnismäßig zeitnahem Therapieplatz.
Von dieser Therapie verspreche ich mir immer noch sehr viel, da ich denke dass die Sucht irgendwo tiefer herkommt, was ich alleine einfach nicht schaffe auszugraben und zu bearbeiten.

@unpenetratet
Die Schmerzen waren wirklich nur den einen Tag für 1-2 Stunden und sind seit dem auch nicht wieder aufgetreten. Ich denke das ganze hat wirklich nur mit der Abstinenz zu tun gehabt und bedarf erst einmal keinen ärztlichen Rat.

Ich halte weiter auf dem Laufenden


Liebe Grüße

Klappstuhl
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#15
Aloha miteinander,

heute war dann meine erste Gruppensitzung in der Cybersexgruppe. Ich muss sagen ich fand sie wirklich gut und denke dass sie mir auch helfen kann und wird. Auch wenn sie nicht wirklich viel anders macht als dieses Forum, und auch nur alle 14 Tage stattfindet ist es doch nocheinmal was anderes mit realen Menschen in einem Raum zu sitzen und sich dabei ins Gesicht schauen zu können und direkt miteinander über dieses doch irgendwie sehr sensible und empfindliche Thema zu sprechen und auszutauschen. Was mich beeindruckt is dass dieses Problem scheinbar wirklich alle Altersklassen betrifft, wobei es doch eher Jüngere bzw so mitte 20 bis anfang 30 Jährige sind, inkl mir. Zumindest sind es diejenigen die das Problem erkannt haben und sich den Mut gefasst haben und sich Hilfe suchen. Ich kann wirklich nur jedem empfehlen den Mut zusammen zu nehmen und in solch eine Gruppe zu gehen. Es zeigt vor allem dass man nicht alleine mit dieser Sucht da steht und es ganz vielen sehr ähnlich geht. Klar, das zeigt dieses Forum auch, aber hier ist es doch noch anonymer.
Ich freue mich jedenfalls schon auf die nächste Sitzung.

Und jetzt nochmal zu meinem aktuellen Standpunkt.
Seit dem letzten Rückfall im Hardmode habe ich noch keinen weiteren Neustart gewagt, bin allerdings nachwievor abstinent von Pornos und Masturbation. Ich denke der Grund dafür dass ich das so gut und schnell geschafft habe ist warscheinlich die "Schocktherapie" die ich erfahren habe, dass ich beinahe meine Familie verloren habe. Ich denke dass mich das so sehr getroffen hat das es Klick bei mir gemacht hat. Auch wenn wir mitten in unserer Beziehung schoneinmal eine getrennte Phase hatten, die in mir scheinbar nicht ausgereicht hat umzudenken war der jetzige Schock Ausschlag gebend.
Ich will mich allerdings nicht in Sicherheit wiegen, denn auch wenn es mir anscheinend leicht fällt gänzlich auf Pornografie zu verzichten, aber das Suchtgedächtnis vergisst nie. Dessen bin ich mir bewusst und ich arbeite stetig daran sämtliche Trigger so gut es geht zu meiden.
Meinen Medienkonsum habe ich seit dem stark eingeschränkt, wobei ich mich in letzter Zeit doch wieder häufiger in den Sozielen Medien erwische. Allerdings halte ich micht dort eher in 2-3 Gruppen auf die für mich eher informativ sind (Handwerk, Autogruppe etc.) und die Triggergefahr geringer ist als im Newsfeed. Allerdings muss ich da weiter an mir arbeiten damit ich nicht wieder abrutsche.
Ansonsten mache ich zur Zeit leider keine Fortschritte bei der Selbstfindung, sondern aktuell eher wieder einen Schritt nach zurück.
Die ED belastet mich aktuell etwas, da ich eigentlich gerne zu einem gesunden Sexualleben mit meiner Partnerin finden möchte. Hinzu kommt aktuell wieder ein leichter Libidoverlust.
Deshalb überlege ich aktuell doch wieder einen erneuten Reboot im Hardmode zu starten und durchzuziehen.
Denn seit dem Rückfall merke ich auch wieder dass ich etwas antriebsloser werde. Wenn auch nicht so extrem wie vor der Abstinenz, aber ich weiß ja jetzt auch dass ich mehr kann.

So viel ersteinmal dazu.

Liebe Grüße

Klappstuhl
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#16
Nach längerer Zeit melde ich mich dann mal wieder zu Wort.

So richtig weiß ich gar nicht was ich groß schreiben soll. Ich hänge nun seit dem letzten Rückfall im Hardmode voll in einer Flatline, und auch meine Depressionen haben mich voll im Griff. Ich fühle mich absolut antriebslos. Gefühle sind auch wieder vollkommen verschwunden und die Schale komplett dicht. Meine Partnerin klagt auch nahezu täglich über meine Kühle, mein Nichtreden und die fehlende nähe. Ich merke das selber, bin aber wie betäubt und kanns nicht ändern. Hinzu kommt dann noch, dass ich mich auf meiner Arbeit aktuell nicht so wohl fühle. Irgendwie ist da auch die Stimmung im Keller und ich bin tagtäglich genervt davon, und das zieht mich noch weiter runter. Ich bin mal wieder an einem Punkt wo ich wie gelähmt in den Tag hineinlebe und auch genau so wieder aus den Tag hinauslebe, ohne dass irgendwas passiert oder ich irgendwas angehen kann, neue Erkenntnisse erlange oder was auch immer. Das macht mich zur Zeit echt fertig.
Lediglich beim Sport, sei es im Gym oder beim Rugby kann ich zumindest mal für 1-2std abschalten und mich gut fühlen.
Kommende Woche habe ich dann wieder Gruppensitzung und ein Einzelgespräch bei der Suchtberatung, wo ich das ganze auf jeden fall auch ansprechen möchte. Und in knap 2 Wochen dann mein nächstes Erstgespräch beim Therapeuten bei dem ich auch Aussicht auf einen relativ Zeitnahem Therapieplatz habe, davon erhoffe ich mir nach wie zuvor sehr viel um aus dieser Blase wieder herauszukommen.

Das einzig Positive ist immernoch meine Abstinenz von Pornos und Masturbation.
Allerdings möchte ich meiner Partnerin auch wieder nah sein, aber es existiert in mir zur Zeit absolut kein Verlangen nach irgendwas.
Irgendwie beängstigt mich das ganze und ich weiß echt nicht wie ich damit umgehen soll.

So konnte ich zumindest mal ein kleines Update geben und mir meine aktuellen Probleme von der Seele schreiben.

Bleibt Stark.

Liebe Grüße
Klapptuhl
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#17
(27.03.2022, 21:21)Klappstuhl schrieb: Das einzig Positive ist immernoch meine Abstinenz von Pornos und Masturbation.
Allerdings möchte ich meiner Partnerin auch wieder nah sein, aber es existiert in mir zur Zeit absolut kein Verlangen nach irgendwas.
Irgendwie beängstigt mich das ganze und ich weiß echt nicht wie ich damit umgehen soll.
Hey Klappstuhl,
du schreibst hier "das einzig positive" und deine Wortwahl lässt erahnen, dass dir der Wert davon gerade gar nicht so bewusst ist (oder liege ich falsch?). Deshalb an der Stelle mal von außen: Das ist ein verdammt guter Erfolg und sich mal Scheiße fühlen gehört dazu, ich hatte das die letzten 2 Wochen unregelmäßig auch durchlebt. Wollte dir das nur mal mitteilen.
Ich bin mir nicht sicher ob du das in irgendeinem Beitrag schon etwas näher erläutert hast, was mich interessiert ist warum du eigentlich den Hardmode wählst? Persönlich finde ich die Pornoabtinenz das wichtigste, aber warum auf echten Sex verzichten?
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#18
Hi Fladenjunge,

danke für deine aufmunternden Worte. Das stimmt allerdings, den bisherigen Erfolg habe ich durch meinen Rückschritt und meinen Depressionen beinahe gänzlich verdrängt.

Den Hardmode habe ich gewählt, weil ich meine Gefühle und Emotionen und damit auch meine Empathie unter anderem durch die Pornosucht komplett verloren, verdrängt und unterdrückt habe und der Meinung bin dass ich durch jeden Orgasmus wieder sämtliche Energie "rausgespritzte". Mein aktuelles Hauptziel ist es eben meine Gefühle und Emotionen wieder zu erlangen und lerne damit umzugehen und diese zuzulassen, sowohl positive als auch schlechte. Das hat auch wärend des Hardmodes ganz gut funktioniert. Allerdings habe ich nach dem letzten Rückfall entschieden den Hardmode ersteinmal sein zu lassen, auch wenn ich es aktuell unfreiwillig wieder im Hardmode mache, da ich vollkommen in einer harten Flatline stecke.

Ich hoffe du verstehst wie und was ich meine.

Liebe Grüße
Klappstuhl
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#19
Moin!
ok ich verstehe, das mit dem Emotionsverlust betrifft glaube ich viele Pornosüchtige, inkl. mich. Ich denke auch der Hardmode ist sicherlich keine generell schlechte Idee, um wie du erwähnt hast Energien aufzubauen etc. Wir sollten uns dennoch bewusst sein, dass wir hier eine Sucht loswerden wollen und das alleine ist schon verdammt schwierig, der Hardmode macht das nicht leichter. Ich hab für mich entschieden, dass ich das eher seriell machen möchte, erstmal die Pornos, und wenn das einigermaßen läuft auch mal Masturbationsverzicht. Wenn du das wirklich beides auf einmal schaffen möchtest, dann go for it, möchte dich da sicher nicht abhalten. Nur daran erinnern, dass das zwei ganz schön harte Aufgaben auf einmal sind. (Ebenfalls wollte ich natürlich nicht, dass du dich dafür rechtfertigen musst, sondern nur deine Beweggründe hinterfragen).
Viel Erfolg dir!
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#20
Hey Klappstuhl!

Ich habe auch am Montag gemerkt dass ich in der Flatline bin. Bei mir kam es anscheinend schon am Samstag, da dachte ich Anfangs nur ich hätte zu wenig geschlafen. Sport war auch total anstrengend. Am Sonntag hatte ich immernoch die schlechte Laune, keine Lust auf Sex oder sonst etwas. Erst am Montag ist mir aufgefallen dass es nicht normal ist und beim einlesen ist mir klar geworden: Ich stecke mitten in der Flatline. Ich kann deine Sorge verstehen, es ist ein Gefühl welches man nicht kennt. Das wichtigste hierbei ist, dass du damit lernst umzugehen! Anstatt dich mit den Pornos abzulenken, verstehe was gerade mit dir passiert. Dein Gehirn gewöhnt sich gerade um, du bist mitten in der Erholungsphase. Die wird vorbei gehen und danach wirst du dich viel besser fühlen! Alle Artikel die ich gelesen habe, haben beschrieben dass die Phase schwer ist, aber es lohnt sich diese durchzustehen, für das was danach kommt.
Ich versuche das ganze trotzdem Positiv zu sehen. Zwing dich zum Sport, zwing dich etwas zu tun und dich positiv abzulenken.
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