Themabewertung:
  • 2 Bewertung(en) - 3 im Durchschnitt
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Es ist alles gesagt
#91
Immerhin, Tag 1 ist geschafft. Melde mich nächsten Mittwoch wieder, wenn ich eine Woche geschafft hab. . Dank euchcalken für die aufbauenden Worte!
[Bild: nfc.php?da=nu&nfc=11583]
Zitieren
#92
Hey Fairlight,

bist du noch da? Vermutlich hat es dich wieder geholt?
Vermutlich brauchst du noch etwas Zeit, bis du wieder durchstartest?
Nicht entmutigen lassen. Kommt…

Gruß
P.
Zitieren
#93
Tja … ich war etwas angeschlagen, und die Zeit im Bett ist mir nicht gut bekommen. Gestern Abend war ich zwar wieder fit, dafür mit Freunden was getrunken, so dass auch wieder alle Vorsätze hinfällig waren. Aber immer neu aufstehen!
[Bild: nfc.php?da=nu&nfc=11583]
Zitieren
#94
So ist es!
Neu aufstehen.
Man kann drüber wegkommen.
Ich weiß nicht der wievielte Tag heute ist, 86 oder so.
Hätte letztens zurückfallen können, habe eine Seite geöffnet, dann noch eine, und noch eine, und noch eine und siehe da: es ließ mich kalt. Ich fand alles nur billig und komisch, vieles wirkte wie eine schlecht gemachte Karikatur. Ich war bereit zurückzufallen und habe gesucht und gesucht aber nichts interessantes gefunden. Das erinnerte mich an wie es war, eigentlich immer genau so. War total abgestumpft und habe es trotzdem immer getan. Ich habe einfach mit diesem Abstand den ich mir erarbeitet habe erkannt - es lohnt sich gar nicht. Überhaupt nicht, kein Stück!
Ich hoffe echt dass es dir bald genau so geht!
Mach weiter.

Gruß
P.
Zitieren
#95
Es ist natürlich demotivierend, wenn man schon viele Anläufe gemacht und immer wieder rückfällig geworden ist. Für mich fängt grade der Urlaub an. Zwar ist der Sommer eine denkbar ungünstige Zeit (bei meinen Vorlieben …), allerdings ist es nicht so tragisch wenn ich schlecht schlafe. Nicht selten nutze ich ja SB als Einschlafhilfe.
[Bild: nfc.php?da=nu&nfc=11583]
Zitieren
#96
Einschlafstörungen.
Ein furchtbares Thema. Tut mir leid dass du damit so zu tun hast.
Zitieren
#97
Gestern durfte ich mich wieder notgedrungen mit der Frage beschäftigen, was ich eigentlich suche. Ich hatte Zeit und das schöne Wetter zog mich magisch an einen Badesee - dabei wohl wissend, dass diese Fahrt ausschließlich dem Zweck diente, dort Frauen in Stringbikinis zu beobachten.

Erst war wenig los, ich bemerke Ungeduld. Jede neu an den Strand kommende Frau wurde als „Hoffnungsträgerin“ unter Beobachtung genommen. Ich wurde nervös, wenn die sich nicht schnell auszog. Eine Frau, die unter ihrem Kleid eindeutig einen String trug, machte mich gradezu aggressiv, weil sie das Kleid garnicht auszog. Die meisten trugen natürlich keinen String und wurden von mir blitzesschnell zur „persona non grata“ deklassiert.

Irgendwann betrat eine deutlich übergewichtige Frau den Strand, zog sich aus und siehe da: ein „Treffer“. Meinen Liegeplatz habe ich sogleich in ihre Nähe verlagert. Was hat das gemacht mit mir? Natürlich habe ich keine Errektion bekommen (das wäre ja auch fatal), aber der ganz große Kick war es auch nicht.

Im Laufe des Nachmittags kamen dann doch mehr (meist recht junge) Frauen im String dazu. Mich hielt es kaum an meinem Platz, immer wieder stand ich auf, um eine Runde zu gehen - um ja nichts zu verpassen. Ob ich dabei auffiel? Ich versuchte natürlich mich so dezent wie möglich zu verhalten, aber ob das immer gelang? Naja, insbesondere einige Jungs haben mich (glaube ich) komisch angeguckt …

Aber was habe ich für Gedanken? Stelle ich mir vor, mit so einer Dame Sex zu haben? Eindeutig Nein, das ist nicht Bestandteil meiner Fantasie. Würde ich selbst gerne mit so einer leicht bekleideten Dame am Strand sein? Schon eher, aber den Kern trifft es auch nicht. Nein, ich stelle mir vor, wie erregend es für die Mädchen sein muss, so rumzulaufen. Im Grunde identifiziere ich mich mit ihnen, immer in der Annahme, dass das öffentliche Zeigen des Hinterns das höchste ist, was es an erotischen Handlungen gibt.

Es hat die mir seit langem bekannten Ursachen: verklemmter Vater, nackte Männer unter der Schwimmbaddusche, erwachendes Interesse an Frauen, Kataloge mit Stringbikinis, Erkenntnis dass Frauen es viel leichter haben öffentlich ihren Po zu zeigen… das alte Lied.

Also wäre ich gerne eine von diesen Damen? Eigentlich ja. Würde ich mich als transsexuell bezeichnen? Eigentlich nicht, sexuell bin ich eindeutig hetero. Und operieren lassen auf keinen Fall. Aber um diese Vorliebe wirklich auszuleben, müsste ich das als Frau tun. Vielleicht wäre daher eine Partnerin hilfreich, die es stellvertretend für mich macht. Meine Partnerin ist da aber nicht interessiert dran, und ihr zu erklären wie wichtig das für mich ist, ist mir peinlich. Außerdem ist mir ja bewusst, dass diese Vorliebe Ausmaße angenommen hat, die mich in der alltäglichen Lebensführung beeinträchtigen.

Mich erschüttert, welchen Raum das Thema bei mir eingenommen hat. An warmen Tagen werde ich nervös, wenn ich keine Zeit habe an einen Badesee zu fahren. Ich kann mich an warmen Tagen an nichts erfreuen, weil meine Gedanken an Frauen im Stringbikini fokussiert sind. Mich macht das traurig, weil ich auch auch im Umgang mit meinen Kindern abgelenkt bin und mich kaum für etwas begeistern kann.

Erst wenn ich am See bin und dort hemmungslos in dieser „Augenweide“ grasen kann, fühle ich mich euphorisiert, wie unter Drogen. Es ist wie ein Liveporno, eine kostenlose Strippshow.

Im Grunde müsste ich Badeseebesuche schon als Rückfall bezeichnen, führe ich mir doch dort nichts anderes vor Augen als in den Filmchen. Lieber würde ich aber „normal“ Leben, meine „Stringbikinisucht“ ist zu einer Belastung geworden, die mich auf der einen Seite zwar euphorisiert, auf der anderen Seite aber unzufrieden, unkonzentriert, traurig und müde macht und mich zu peinlichen Verhaltensweisen animiert.
Zitieren
#98
Seit 5 Tagen standhaft, ok es ist Familienurlaub, da ist ohnehin kaum eine Gelegenheit- gut so. Aber in den Gedanken tut sich was. Ich merke, dass ich nicht so richtig begeistert davon bin, mit meinen Kindern was zu unternehmen. Ich bin oft müde, und das Interesse, dass ich am Spiel der Kinder zeige, ist manchmal aufgesetzt. Ich merke, wie ich die Rezeptoren für Glückshormone gründlich zerschossen hab.

Düstere Gedanken kommen hoch, die mich veranlassen, vielleicht doch über eine Therapie nachzudenken. Ob ich eine Art Depression hab?

Ein paar Beispiele:
- Als Kind lebte ich in beengten Verhältnissen mit meinen Eltern und Großeltern. Als ich drei war starb mein Opa an Krebs. Die ersten Fremdwörter die ich lernte waren „Metastasen“, „Lebertumor“ und „Endstadium“. Später hab ich mir oft selbst eingebildet Krebs zu haben, mich aber nie getraut, mit jemanden darüber zu sprechen, aus Angst vor der „schrecklichen Diagnose“ … ein kleines Kind, vollkommen allein mit seiner (wenn auch unbegründeten) Todesangst.
- Weitere Phobien kamen dazu (vor allem Spinnen und Sirenen). Geholfen hat mir keiner, vielmehr machte mein Vater keinen Geheimnis daraus, dass „der Scheißkerl schon wieder allen mit seinen Ängsten auf die Nerven geht“. So schwieg ich und hatte schon Tage vorher Panikattacken, wenn in der Zeitung (die ich morgens mit zitternden Händen durchblätterte) der halbjährliche Probealarm (ich wusste: immer im März und im September würde es wieder soweit sein) angekündigt wurde.
- Während der Schulzeit hab ich mich zusehends von Gleichaltrigen zurückgezogen, lebte sehr isoliert. Auch hier gab es keine Hilfe, zwischen meinem 14.und 17. Lebensjahr habe ich mich während der Schulpausen regelmäßig auf dem Klo eingeschlossen, weil ich mich meiner Isolation geschämt hab. Dort habe ich aus Langeweile auch onaniert.
- Konflikte in der Familie häuften sich, ich wurde geschlagen, weil ich „so frech“ war. Einmal ging meine Mutter zu Erziehungsberatung, wo ihr geraten wurde, „mir öfter eine zu knallen“ … naja

Es sind doch einige Verwundungen, die meine Seele einstecken musste. Und wenn ich an die Jugendjahre denke, habe ich SB durchaus zur Betäubung eingesetzt. Jetzt, wo ich mich abstinent verhalte, merke ich zwar, welche Kräfte NoFab mobilisiert, aber es steigen eben auch die verschütteten Leichen aus dem Keller auf.

Ich kann dankbar für mein Leben sein. Ich habe Freunde gefunden, Frau und zwei Kinder, eine gut bezahlte Arbeit. Und genug Intelligenz, immer wieder neu auf NoFab zu setzen. Aber im Bewusstsein der dunklen Wolken, die doch immer wieder aus der Vergangenheit heraufgezogen kommen und schwarze Schatten auf meine Gegenwart werfen, denke ich jetzt doch über ein Gespräch mit einem Arzt nach.
[Bild: nfc.php?da=nu&nfc=11583]
Zitieren




Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste