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Macht mir Mut!
#1
Hey Leute.

Folgendermaßen: Bin schon seit bald 36 Tagen Abstinent und dachte es würde leichter werden. Habe von Leuten gelesen, dass es ihnen nach 2 Wochen viel besser ging, aber ich bin in eine Art Depression gerutscht.

Seit dem Entzug geht es mir schlechter als je zuvor und meine Zustände, die ich manchmal habe fühlen sich einfach an wie die Hölle. Manche Tage bin ich einfach nur sehr depressiv und manchmal überkommt es mich und ich bin so richtig geil und will mir einen runterholen oder vögeln aber richtig krass. Das ist wie ein richtig krankhafter Zwang. Manchmal bin ich so down das ich das Leben richtig hasse, selten kamen aber auch Hochphasen, da gings mir super und ich war total kontaktfreudig. Aber die Zeit bis jetzt ist für mich im Großen und Ganzen recht schrecklich.

Ich habe auch ständig Kopfschmerzen und Angst vor anderen Menschen. Ich habe starke Konzentrationsstörungen und habe keine Energie irgendetwas zu tun.

Meine Konzentrationsstörungen gehen so weit, dass ich teilweise niemandem zuhören kann, also mich absolut nicht unterhalten kann, nichtmal ein Film, nichtmal ein Computerspiel ist drin. Ich liege oft nur im Bett und spiele stumpfsinnige Spiele auf dem Handy, die nicht viel Konzentration erfordern.

Meine Frage ist das normal? Mir geht es jetzt noch wesentlich beschissener als vorher.

Ich muss sagen es gibt kleine Besserungen: meine soziale Angst ist in den letzten 10 Tagen zurückgegangen, ich finde Mädchen viel attraktiver und bin extrem motiviert mit Ihnen zu reden und traue mich auch mehr, an manchen Tagen kann ich mich auch besser konzentrieren aber noch lange nicht gut genug.

Als bitte sagt mir etwas was mich aufbaut. Ich werde meine Ausbildung in 16 Tagen beginnen, dann bin ich bei 52 Tagen. Da muss ich mich konzentrieren können und darf nicht depri sein. Will mir aber auch keinen runterholen, weil ich das ENDLICH hinter mir haben möchte.

Sagt mir Leute, tue ich das richtige, bin ich auf dem Holzweg???! Ich bin psychisch ziemlich labil und rege mich ÜBER ALLES AUF!! ALLES UND JEDER REGT MICH SOO AUF! Und oft hat niemand etwas schlimmes getan.

Sorry Leute mir gehts einfach scheiße und ich bin sehr aufgewühlt und verwirrt und traurig, dass es mir nach 36 Tagen nicht eigentlich blendend gehen müsste. Sorry für mein Deutsch, meine Grammatik und mein Durcheinander hier, aber während der Abstinenz habe ich das Gefühl mein Gehirn läuft im Energiesparmodus.

Denkt ihr es lohnt sich durchzuhalten? Wenn ich die 90 Tage habe, wird es mir besser gehen? Bitte antwortet und sagt nette Sachen, oder Tipps und Sachen die mir helfen könnten. Ich glaube ich kann das durchhalten, aber ich will das es sich auch lohnt.

Euer Hyperpeet
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#2
Hallo Hyperpeet,

mein Eindruck ist der, dass die Sucht ne ganze Weile Deine eigentlichen Probleme gedeckelt hat. Und an die solltest Du ran, zur Not mit professioneller Hilfe.

Du hast ein Organ, das sich Gehirn nennt. Und wenn ein anderes Organ krank ist, geht man auch zu jemandem, der sich damit auskennt. Das ist keine Schande, sondern sollte ziemlich normal sein.

Dein Gehirm ist extrem aktiv im Denken und Grübeln. (Sorry, aber einen "Energiesparmodus" kann ich in dem, wie und was Du schreibst keinesfalls entdecken)
Darf ich es mal so ausdrücken: Vom Schwanzwichser zum Gehirnwichser.

Was hast Du davon so auszuagieren? Fühlst Du Dich lebendig?

Und wenn Du aber unzufrieden bist mit dem, wie Du augenblicklich lebst, dann such Dir Hilfe. Es gibt Sie!
The secret of change is to focus all of your energy, not on fighting the Old, but on building the New.


https://www.youtube.com/watch?v=IAQJ2yqfQME
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#3
Hi bluesideup,

danke für deine Antwort. Ehrlich gesagt entmutigt mich der Kommentar, da es mir das Gefühl gibt die Abstinenz bringt garnichts, es ist eigentlich ein anderes Problem. Da könnte ich grade fast aufgeben und so weiter machen wie gehabt.

Also ich bin wirklich keiner der Angst hat vor Psychologen oder Ärzten. In der 8ten Klasse hat ein Arzt zufällig rausgefunden, dass ich evtl. ADS habe. Denke nicht, dass es das ist. Konzentrationsprobleme hatte ich tatsächlich, Ritalin hat mir aber nicht geholfen. Ca. 1-2 Jahre vorher habe ich angefangen mit Pornografie und seitdem ging es mir sehr schlecht, was mein Wohlbefinden und meine Konzentration angeht.

Ich merke, dass Konzentration und Deprigefühle bei mir zusammenhängen, wenn ich mich nicht konzentrieren kann geht es mir einfach schlecht, weil ich wenig auf die Reihe bekomme. Also Konzentration ist bei mir ein zentrales Thema. Ich weiß aber auch, dass z.B. während der Cravings meine Konzentration total den Bach runter geht. Und ich weiß auch, dass ich mich nach einer Pornosession, also Stundenlanges anschauen und masturbieren die Konzentration GAAANZ unten ist. Dann geht nichtsmehr. Also Pornos beeinflussen meine Konzentration anscheinend sehr.

Dann war ich bei einer Psychologin, die mich nur zu einem Arzt geschickt hat, damit er mir Medikamente gibt ... dankeschön ...

Dann war ich bei einem Lebensberater, der mir im Grunde gesagt hat: Manche Menschen sind im Konzentrieren einfach besser als andere. Die Aufmerksamkeitsspanne ist bei manchen Menschen einfach geringer. Aber genau bei solchen Menschen ist Pornografie richtiges Gift, da die ohnehin schwache Konzentration noch schwächer wird. Soweit meine Theorie und Hoffnung, dass es mir nach den 90 Tagen besser geht.

Ich habe möglicherweise eben auch etwas übertrieben. Ansich geht es mir schon gut. Aber eben nicht immer. Und das läuft immer gleich ab, es geht mir eine Zeit gut, dann depri Phase, Craving, wiederholung ... Ich merke nur die Cravings und depriphasen werden seltener. Ich habe meine ersten Hochphasen.

Lebendig fühle ich mich immer etwas mehr. Habe auch das Gefühl das geht Bergauf. Ich habe auch gelesen, dass depri, Motivationslosigkeit und Konzentrationsprobleme zum Entzug gehören.

Als ich das geschrieben habe war ich in einer depri Phase und wenn ich in der depri Phase bin rede ich immer so als geht die Welt unter. Aber wenn die Phasen vorüber sind dann sehe ich alles wieder gelassener. Wie jetzt zum Beispiel Smile
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#4
Dann ist es gut, wenn es Du die Dinge etwas gelassener sehen kannst.

Ich hab Dich absichtlich provoziert, damit Du Dir a bissl auf die Spur kommst.

Lern dich kennen. Sieh es Dir an, wie Du funktionierst und geh damit um.

Vielleicht entdeckst Du auch mal die Themen "Meditation" und "Leben im Jetzt" für Dich...
The secret of change is to focus all of your energy, not on fighting the Old, but on building the New.


https://www.youtube.com/watch?v=IAQJ2yqfQME
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