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meine 90 Tage
#21
Welch eine Ehre :-)

Nein, als darauf freuen kann man es wohl nicht beschreiben.. Es ist vielmehr der Ausdruck meiner sarkastischen Verzweiflung.
Möglicherweise ist es eine Einstellungssache, das kann schon sein. Ich bin ein sehr ungeduldiger Mensch. Ich kämpfe nun bewusst und mit Aufwendung der maximal verfügbaren Kraft seit etwa zwei Jahren. Davor lag eine lange Zeit, in der mir das alles völlig egal war, denn mein Vergnügen stand im Vordergrund, auch wenn ich mir damit rückblickend überhaupt keinen Gefallen getan habe. Womöglich dauern mir meine Fortschritte zu lange an. Dagegen passieren Rückfälle so unfassbar schnell. So sehr, als hätte ich absolut keine Kontrolle mehr darüber was passiert.

Vielen Dank auch nicht nur für deine Kritik, über die ich mich sehr freue, sondern auch für deine Tipps. Ich werde versuchen sie umzusetzen.

Ich möchte außerdem versuchen, mich über kleine Teilerfolge mehr zu freuen und nicht mehr alles so negativ zu sehen .

Dir derGerüstete und auch allen anderen wünsche ich einen schönen Abend und weiterhin viel Erfolg!
[Bild: nfc.php?da=nu&nfc=8723]
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#22
Einen schönen Nachmittag wünsche ich euch allen zusammen,

ich hoffe, zumindest einige von euch können das schöne Wetter genießen, so lange es noch so sommerlich bleibt.
Von meiner Seite aus, müsste es überhaupt nie Winter werden, höchstens zwei Wochen im Jahr, das würde reichen.

Auch wenn es mir schon einige Tage länger vorkommt, habe ich nun sieben Tage ohne Rückfall hinter mir - JUHU! :-)
Ich habe mir übrigens vorgenommen, auf eine Erziehungsmethode meiner Mom zurückzugreifen als ich noch ein kleines Kind war.
Da sich in einigen Punkten lediglich die Optik verändert hat, könnte das nun wiederum gut funktionieren. Und zwar spreche ich vom Belohnungssystem. Das wird mir dabei helfen, überhaupt erstmal näher an die größeren Ziele heranzukommen und für den Anfang meinen Willen zu kräftigen. Auf die Idee hat mich meine Verlobte gebracht. Sie ist wirklich eine überragende Hilfe.

Ich wünsche euch noch eine schöne restliche Woche!

Für eine suchtfreie Welt
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#23
Guten Abend :-)

die Idee mit dem Belohnen wurde bisher nur mäßig belohnt. Irgendwann schaltete der Kopf auf Autopilot und wollte nur noch konsumieren, egal was dagegen stand. Im Forum las ich des Öfteren davon, das man die Grundeinstellung entwickeln sollte, überhaupt niemals mehr Porno konsumieren zu wollen. Bei diesem Gedanken muss ich fast schon lachen, obwohl ich es natürlich kein Stück lustig finde.

Habt ihr diese Schwelle schon überwunden? Und wenn ja, könnt ihr mir einen Rat geben, was euch dabei besonders geholfen hat?

Lg
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#24
Hallo aimtoresist!

ich habe gerade Deine Posts gelesen...

Heute ist mein 18. Tag bei Nofap im PMO Mode.

Ich denke, jeder hier im Forum hat einen unterschiedlich starken sexuellen Drang und Trieb der sicher genetisch bedingt ist.
So ist sicher auch die "Not" der Versuchung unterschiedlich stark und schwer zu vergleichen.

Die 30 und 90 Tage Challenge hat was sehr charmantes, weil es erstmal so sportlich daherkommt,
nach dem Motto: "angenommen du würdest 30 Tage keine Pornos kucken"...kann ich das schaffen?
Das packt den persönlichen Ehrgeiz... "danach könnte ich ja wieder anfangen"

Dahinter steckt aber ein grundlegender Persönlichkeitswandel, eine grundlegende Entscheidung sich einem
unserer stärksten "Triebe" zu stellen und diese vom virtuellen Raum (Pornos) in die Realität (zu einem geliebten Menschen)
zu transformieren.  
Sich einer Sucht zu stellen, diese Sucht ernst zu nehmen und Regeln aufzustellen, die nicht verhandelbar sind.

Wenn wir an die Schwierigkeiten bedenken, eines Heroin oder Kokain Abhängigen "clean" zu werden,
wissen wir wie schwierig das ist und wie man sich vor den Versuchungen (Dealer, falscher Freundeskreis) hüten muss.

Ich will nur sagen, die 30 Tage Challenge ist der Beginn, sich überhaupt dem Thema zu stellen und sich zu motivieren
und anzufangen, im Prozeß aber sollte man die Porno-Sucht annehmen und ernst nehmen (Vielleicht hilft der Vergleich mit Kokain).

Als ich vor 5 Jahren mit dem Rauchen aufgehört, habe ich in einem Buch gelesen, das man sich darauf fokussieren sollte,
was man dazu gewinnt (Gesundheit, keine stinkenden Klamotten, finanziellen Spielraum) un nicht nur auf das schaut auf das auf das man
verzichtet (die Raucherpause). Vielleicht ist das für No fap ja auch ein Weg, der Focus darauf, was du gewinnen kannst.

Was mir geholfen hat, ist die Meditation, sich 10 - 15 Minuten auf eine Kissen zu setzen und nur auf die Atmung zu achten,
und alle Gedanken zuzulassen die da kommen und gleichzeitig wie Wolken wegziehen zu lassen...

Viele Glück auf Deinem Weg...

Manuel
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#25
Guten Abend verehrter Kreis der Gebeutelten,

schon über 3 Jahre habe ich nun nichts mehr von mir hören lassen. Ich muss sagen vor allem die letzten beiden waren sehr furchtbare Jahre, in denen es im Allgemeinen stetig bergab ging, begleitet von meiner mich zusätzlich entkräftenden Sucht. Ich habe mehrere Jobs angefangen, den längsten davon nur 1,5 Jahre behalten. Es ist einfach ziemlich viel schief gelaufen. Seit einiger Zeit bin ich sehr depressiv und antriebslos, war dieses Jahr zudem 10 Monate arbeitslos, was wohl auch damit zusammenhängt. Jetzt habe ich wieder angefangen, mich in die Arbeitswelt einzufinden und als nächster Kracher trennt sich nun auch meine Frau von mir. Da ich nun also nicht mehr weiß, wo mir der Kopf steht, bin ich mal wieder hier.

Es war so einfach, die Porno-Sucht zu ignorieren und einfach auszuleben, jedoch war es offensichtlich mitnichten persönlichkeitsfördernd oder gar in irgendeiner Weise fördernd. Da es mir nun in erster Linie gelingen muss, mich wieder in die Spur zu kriegen, wird ein Teil dessen sein, noch einmal den Kampf gegen diese plättende und verzehrende Sucht wiederaufzunehmen. Dank des Schleifenlassens der letzten Jahre wird mir das jedoch nicht einfacher fallen, grade weil sich die Sucht insofern verändert hat, dass die Themengebiete der betrachteten Videos und Bilder zum Teil extremer geworden sind.

Was so schrecklich an der ganzen Sache ist, dass, egal was ich auch tue und noch tun werde, mein ganzes Leben lang süchtig bleiben werde.
Manchmal wache ich auf mit dem Wunsch, für mein Leben noch einmal eine zweite Chance zu bekommen, um so manche Fehler nicht mehr zu begehen. Klar, lernt man auch durch Fehler, allerdings können sie einem auch so sehr schaden, dass einem das überhaupt nichts mehr bringt.

Wünscht mir bitte viel Kraft und auch Glück, damit ich künftig zumindest wieder ein bisschen Glück haben kann.
[Bild: nfc.php?da=nu&nfc=8723]
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#26
Hey Aimtoresist!
Das ist echt eine lange Zeit, aber ich habe mega Respekt dafür, dass du jetzt nochmal den Entschluss fasst wirklich aufzuhören.
"Manchmal muss man erst ganz am Boden sein, um zu merken, dass es wieder bergauf gehen kann."

Vielleicht wird es dir nicht leichter fallen als vor drei Jahren. Aber dir wird es JETZT leichter fallen als IN drei Jahren. Denk nicht zu viel daran, was in den letzten Jahren durch die Sucht falsch gelaufen ist. Du stehst im hier und jetzt. An Punkt Null. Du kannst ab dem heutigen Tag dein Leben so gestalten wie du es willst. Schiebe den Kampf gegen die Sucht nicht weiter auf.

"Was so schrecklich an der ganzen Sache ist, dass, egal was ich auch tue und noch tun werde, mein ganzes Leben lang süchtig bleiben werde. "


Ich kenne dieses Gefühl, aber mittlerweile ist mir klar geworden, dass das nichts Schlechtes ist. Natürlich würde gerne jeder Süchtige mit den Finger schnipsen und nicht mehr süchtig sein wollen, aber die Sucht ist ein Teil von uns. Und anfangs hab ich diesen Teil auch noch gehasst, aber mit der Zeit konnte ich ihn immer besser akzeptieren. Die Meisten von uns wussten nichtmal, dass es eine Pornosucht gibt als sie mit Pornos anfingen und süchtig geworden sind.
Ja, wir sind süchtig. Und ja, das wird auch immer so bleiben. Aber durch die Sucht hab ich so vieles über mich selbst gelernt. Ich habe so vieles über die Prozesse in meinem Kopf, meine Gefühle, meine Emotionen und meine Bedürfnisse gelernt. Ich habe gelernt, wie ich eine bessere Version von mir selbst sein kann. Ich habe gelernt meinen Alltag so zu gestalten, dass mein Leben mich glücklicher macht. Und ich werde noch so vieles über mich lernen. Alles durch die Sucht.

Hab keine Angst davor, dass du süchtig bleibst. Die Sucht wird irgendwann keine Auswirkungen mehr auf dein Leben haben. Ja, du bist dann noch süchtig. Ja, du darfst immer noch keine Pornos gucken, da es nachhaltig ein Suchtfaktor für uns ist. Aber es wird keine Auswirkungen mehr auf dein Leben haben. Und auch das Verlangen und der Suchtdruck wird stetig weniger werden. Und die Hemmschwelle und deine Willensstärke immer größer.

RedBlob
[Bild: nfc.php?da=nu&nfc=17381]
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#27
Danke RedBlob für deine aufmunternden Worte.

Ich werde versuchen, ähnlich optimistisch darüber zu denken wie du. Oftmals ist es ja eine reine Einstellungssache und ich möchte am liebsten gar nicht wissen, wie oft mir das schon zum Verhängnis wurde. Ich mache nun weiter, mit dem Ziel vor Augen und nach Hürden, ganz gleich ob geschafft oder nicht, immer weiter Richtung Ziel.
[Bild: nfc.php?da=nu&nfc=8723]
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#28
Das ist eine so furchtbar schwere Zeit. Ich bin mental grade so instabil und aufbauend ist das auch nicht grade sehr, morgen schon wieder den Timer auf 0 Tage zurücksetzen zu müssen. Ich brauche unbedingt einen Ortswechsel. Die Umgebung hier macht mich nur noch fertig. Es sind so viele Dinge, die es grade zu bewältigen gilt. Eines schwerer als das andere. Es ist so ein Kampf, vor allem dabei noch den Kopf oben zu behalten.
[Bild: nfc.php?da=nu&nfc=8723]
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