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Sei selbst die Veränderung...
#1
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...die du dir wünschst, für diese Welt. 
Mit diesem Zitat von Gandhi starte ich meinen persönlichen Blog. Herzlich Willkommen. Smile 


Ich bin Robin, 27 Jahre und konsumier(t)e seit der Pubertät Internet-Pornographie. Ich bezeichne mich als pornosüchtig.
Bis zum jetzigen Zeitpunkt war ich stets ein stiller Mitleser. Es gab Phasen, wo ich oft hier war und dann auch wieder nicht. Doch seit einigen Tagen zieht es mich durch einen Zwischenfall, der mir meine Probleme wieder stark vor Augen führte, auf eure Plattform. Ich habe das starke Bedürfnis meine Erfahrungen mit euch zu teilen, in der Hoffnung andere Männer und Frauen zu inspirieren und ihnen Kraft zu geben ihre Sucht zu besiegen. Ich möchte ein Vorbild sein und zeigen, dass es nie zu spät ist an sich selbst zu arbeiten. Denn die Veränderung beginnt in einem selbst.

Kommen wir zu dem erwähnten Zwischenfall, der noch nicht so lange her ist.

Ich lernte eine tolle Frau kennen, mit der ich nach einiger Zeit des Kennenlernens schlafen wollte und sie mit mir. Es lief alles perfekt, bis wir uns ausgezogen haben und loslegen wollten. Tja, was soll ich sagen? Da lag mein bestes Stück, völlig regungslos - klein und unauffällig. Ich dachte nur: "Was ist denn jetzt los? Der steht doch sonst auch wie ne Eins. Das kann doch nicht sein" Huh Ich habe vor einer echten Frau einfach keinen mehr hochbekommen. Autsch... Undecided

Ich dachte erst, es wäre die Aufregung gewesen, aber es ist nicht das erste mal, dass ich mit einer Frau schlafe und ich kannte diese Person schon länger. Großartig Stress habe ich zu der Zeit auch nicht gehabt. Ich muss zugeben, das hat mich schon belastet und mir ging es die darauf folgenden Tagen nicht gut. Sad Sie meinte, dass das nicht schlimm für sie sei. Und doch hat sich die Sache die darauffolgenden Tage erledigt und wir stehen nicht weiter in Kontakt, da sie diesen abgebrochen hat. Das hat mir zusätzlich einen Schlag versetzt. Aber ihr hinterher zu laufen ist es mir nicht wert gewesen. Letztendlich wusste ich, was der Grund dafür gewesen sein musste:
Meine erektile Dysfunktion. Ich habe mich selber abgestumpft, durch den Porno-Konsum, den ich bis dahin immer noch betrieb. Als ich Sex mit einer realen Frau haben wollte, wartete mein Gehirn auf die gewohnten Reize, mit denen ich mich über Jahre selbst konditioniert habe. Da es aber keinen Input gab, sprang "der Motor"auch nicht an. Dies ist meine Vermutung.

Daraufhin startete ich einen neuen Reboot-Versuch, von dem ich dachte, dass er nicht lange halten würde. Und doch habe ich auf Anhieb 19 Tage geschafft. Vergangenen Samstag bin ich das letzte mal rückfällig geworden, weil ich mich getriggert habe. Doch ich war danach etwas verwundert. Denn normalerweise dauert so eine "Porno-Session" mehrere Stunden bei mir, weil ich bestimmte Filmchen gerne mag bzw. mochte...doch am vergangenem Samstag, trotz des Konsums schwang dieses "Irgendwie macht das alles kein Spaß" mit. Es war nicht erfüllend und irgendwie langweilte ich mich nach ein paar Minuten, trotz der Erregung. Ich bin also nicht wie sonst vollkommen weggetreten und ignorierte mich selbst, sondern ich war irgendwie "noch bei Bewusstsein." Ich kam auch recht schnell zum Orgasmus. Das waren keine 10 Minuten. Ich wusste, dass ich so nicht weiter machen wollte.
Nun bin ich bei meinem nächsten Versuch, in welchem ich mir immer wieder vor Augen halte, dass ich nie wieder realen Sex mit wirklichen Frauen habe werde, solange ich mir vor meinem Rechner "einen keule". Es ist eine Entscheidung, die mein ganzes Leben beeinflussen wird. Entweder oder. Beides kann nicht funktionieren. Und ich habe mich entschieden. Deswegen bin ich hier. Und ich möchte meinen Weg für euch, welche hier sind und für die, die nach uns kommen schriftlich festhalten.

An denjenigen, welcher diese Zeilen liest, mögest du aus meinen Erfahrungen die nötige Kraft und Stärke ziehen, die es braucht, um aus deinem persönlichen Teufelskreis ausbrechen zu können! Das wünsche ich dir, von Herzen!  Heart

Ich möchte zum Schluss erläutern, wie es mir gestern an meinem ersten Tag erging. Ich bin Sonntags gut aus dem Bett gekommen und fühlte mich nicht so müde, wie sonst. Die Wirkungen der letzten 19 Tage sind also noch da. Und es ist gut, dass ich an diese anknüpfe. Ich bin dann von 7:00 Uhr-12:00 Uhr an der Tanke gewesen und habe gearbeitet. Ich arbeite dort aber nur nebenbei. Ich mache hauptberuflich eine schulische Ausbildung als Erzieher. Nach der Arbeit habe ich mir etwas Zeit gelassen nach Hause zu kommen und habe das schöne Wetter genossen. Zu Hause habe ich dann meine Bude etwas aufgeräumt, gekocht, einen Mittagsschlaf gemacht und Abends mich noch etwas in Foren und Blogs umgesehen und gechattet. Ich hatte kein Bedürfnis mich anzufassen oder Pornos anzusehen.


Wenn ich mich heute Abend bettfertig gemacht und etwas gegessen habe, schreibe ich, wie es mir heute ergangen ist. Morgen beginnt dann schon wieder der dritte Tag. Smile


Liebe Grüße
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#2
Herzlich Willkommen!

Ich wünsche dir viel Erfolg!

Deine Motivation liest sich gut. Aber sei dir bewusst, dass es auch schwierige Tage geben wird. Einige schwierige Moment habe ich schon hinter mich bringen müssen. Aber das Forum hilft mir, dass ich am Ball bleibe. Ich habe mir schon angewöhnt, jeden Tag nach der Arbeit hier reinzuschauen. Und dann komme ich zwischendurch nochmal hier rein. Es hilft mir, dass ich lieber hier rein gehe, als mich in den Pornos zu verlieren. Es hat für mich schon eine unerotische Wirkung in diesem Forum zu sein.  Smile

Soviel Erfahrung kann ich noch nicht wiedergeben. Bin ja selbst erst an meinem 9. Tag. Ich gehe mal davon aus, dass es nicht schwieriger werden wird.   Smile
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#3
Danke, Burnham. Sehr nett von dir. Sowas stärkt und motiviert mich. Wink

Hier nochmal der Nachtrag zu gestern, also Tag 2.

Montags habe ich laut dem aktuellen Stundenplan immer frei. Ich nutzte also die Gelegenheit um auszuschlafen. Denn ich weiß, das es wichtig ist, viel zu schlafen, um der Sucht gewachsen zu sein. Wer müde ist, der ist anfälliger PMO zu betreiben. Ich habe in aller Ruhe gefrühstückt und mich fertig gemacht, kalt geduscht usw. Anschließend bin ich nochmal für eine Weile ins Bett gegangen. Nach einer Weile kam dann ein bestimmtes Bild in mir hoch, was mich dann den ganzen Tag über genervt hat. Es ist eine spezielle Szene aus einem Film. Aber ich bin stark geblieben. Und ich realisierte dieses Mal, wenn ich liegen bleiben würde, würde es gefährlich werden. Denn ich bin oft im Bett liegend schwach geworden, von daher hieß es für: aufstehen, Bett machen! Ich werde nun auch tagsüber nicht mehr im Bett liegen, das könnte ein weiterer Trigger von mir sein, eine unvorteilhafte Angewohnheit.
Hin und wieder blitzt diese Szene mit der Frau im meinem Kopf auf. Abends ging es mir wieder etwas besser. Ich habe zum einschlafen Meditationsmusik angemacht und Affirmationen gesprochen.

Tag 3:

Heute am dritten Tag bin ich relativ ausgeschlafen und fahre gleich in die Schule. Auch jetzt erscheint noch diese Frau in meinem Kopf, aber nicht mehr so "penetrant" wie gestern. Ich denke, die beste Möglichkeit ist...sie zu ignorieren und mit anderen Szenen wegzudrängen. Ich werde heute vermehrt an schöne Sachen denken. Mal schauen wie das klappt. Wenn ich heute Abend nicht wieder zu früh einschlafe, gibt es nochmal ein Update, wie es heute den Tag über gelaufen ist. Bis dann!
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#4
Das Wetter in Flensburg war heute einfach nur hundsmiserabel. Es hat geregnet wie aus Eimern und dabei wollte ich eigentlich am Nachmittag noch etwas raus in die Natur. Ich habe dann den Tag drinnen verbracht, gekocht, Schulkram geregelt, weil ich Donnerstag ne Klausur schreibe usw. Hin und wieder tauchte diese eine Szene von heute morgen vor meinem inneren Augen auf und ich hörte ab und an Stimmen, aber...sie haben mich nicht genervt. Von daher...alles gut! Aber ich bleibe wachsam. Wink

Übrigens, ich werde nun gleich, wenn ich schlafen gehe, mich auf die andere Seite meines Schlafsofas legen und meinem Körper damit signalisieren, dass alles nun etwas anders läuft. Wink Mal sehen was Tag 4 mit sich bringt. Ich hoffe, das Wetter wird etwas besser und ich kann raus. Gute Nacht. Cool
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#5
Tag 4 war bei mir relativ entspannt. Ich habe gestern einen tollen Schultag gehabt und war dann noch am Hafen und habe das schöne Wetter genossen. Ich habe nicht das Bedürfnis gehabt mir Pornos anzusehen oder mich selbst zu befriedigen. Ich war wirklich sehr zufrieden und mir ging es sehr gut.

Tag 5 startete auch recht positiv. Ich bin heute morgen nach einem intensiven Traum mit einem steifen Penis aufgewacht. Ich weiß nicht, ob das was zu bedeuten hat, aber hoffentlich etwas gutes? Smile Normalerweise regt sich da unten nämlich nichts.
Wir haben bis nachmittags traumhaftes Wetter gehabt. Es war super sonnig und warm, was viele Menschen nach draußen lockte. Ich selbst war heute in der Uni-Bibliothek, wo ich einige Stunden über Büchern verbracht habe, weil ich noch eine Ausarbeitung abgeben muss. Dazu habe ich parallel noch einige Gruppenarbeiten am laufen. Aber das ist gut, denn so bin ich beschäftigt. Als ich allerdings nach Hause gekommen bin, schlug das Wetter um, genauso wie meine Laune. Ich habe geweint und ich fühlte mich deprimiert. Dann kamen natürlich die Gedanken hoch, dass sich in dem Fall Pornos und Masturbieren anbieten würde. Doch ich realisierte, das es mir nicht hilft, sondern die Sache nur noch schlimmer macht. Ich habe also widerstanden und jetzt geht es mir wieder besser. Ich habe mich etwas hingelegt und Musik gehört, um mich aufzuheitern und zu entspannen. Ich glaube, dass mich die Porno-Sache unterbewusst sehr fordert und mitnimmt. Aber ich bleibe an der Sache dran. Ich habe den Schlussstrich längst gezogen. Ich habe mich für ein normales Sexleben mit einer Frau entschieden und somit meinem PC und den Pornos den Rücken gekehrt. Ich hoffe, dass ich, wenn ich morgen aufwache, wieder bessere Laune habe. Im Moment regnet es, es blitzt und donnert. Ich versuche trotzdem zu schlafen.
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#6
(19.05.2017, 23:22)Legan schrieb: Ich habe geweint und ich fühlte mich deprimiert. Dann kamen natürlich die Gedanken hoch, dass sich in dem Fall Pornos und Masturbieren anbieten würde. Doch ich realisierte, das es mir nicht hilft, sondern die Sache nur noch schlimmer macht.  Ich habe also widerstanden und jetzt geht es mir wieder besser. Ich habe mich etwas hingelegt und Musik gehört, um mich aufzuheitern und zu entspannen. Ich glaube, dass mich die Porno-Sache unterbewusst sehr fordert und mitnimmt. Aber ich bleibe an der Sache dran. Ich habe den Schlussstrich längst gezogen. Ich habe mich für ein normales Sexleben mit einer Frau entschieden und somit meinem PC und den Pornos den Rücken gekehrt.

Wow! Respekt von meiner Seite! Da hast du sehr gut und stark reagiert.

Ich wäre heute froh, wenn ich in diesem Alter schon soweit gewesen wäre, dann wäre in meinem Leben vieles erspart geblieben. Bleib weiter dran, liest sich alles toll bei dir.

Auch dass du geweint hast, ist ein gutes Zeichen. Veränderung tut weh und macht einen traurig. Nutze dieses Tal und nehme es bewusst wahr. So kann deine Vergangenheit heilen und du wirst die schönen Momente später viel intensiver wahrnehmen. Wer das Tal kennt und erlebt hat, wird die Sonnenseite besser wahrnehmen und zu schätzen wissen. Es kann dadurch auch ein Geschenk sein im Tal zu sein. Aber du darfst in dieser Phase dein Ziel nicht aus den Augen verlieren oder gar aufgeben, sonst hat es den gegenteiligen Effekt. Sei dir darüber bewusst, wenn du merkst aufgeben zu müssen.
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#7
Weißt du Burnham, ich führe mir immer wieder vor Augen, dass es mir um reale Frauen geht. Wenn ich die Pornografie nichts los werde, bleibe ich mein Leben lang alleine. Und wer will das schon?! Ich jedenfalls nicht. Undecided Danke, dass du mir Mut machst, das tröstet mich. Smile

Tag 6:
Und auch heute habe ich einen harten Tag hinter mir gehabt. Ich habe den Entzug noch nie so stark gespürt wie jetzt. Ich bin am morgen total erregt gewesen, habe gezittert und Herzklopfen gehabt. Das muss Suchtdruck gewesen sein, da sich auch mein Penis komisch angefühlt hat. Mein Hirn wartete nur darauf, dass ich mich anfasse, habe aber widerstanden. Erneut. Ich bin nach draußen geflüchtet und bin einkaufen gegangen. Nach einer Weile war der Druck dann auch weg, was mich beruhigte. Ich habe schon gehört, dass man hin und wieder solche Schübe hat. Jetzt kann ich ungefähr einschätzen, wie sich das bei mir äußert. Ich beobachte die nächsten Tage wie es mir geht und halte euch auf dem Laufenden. Jetzt gerade geht es mir wieder gut. Mein Bruder und seine Freundin haben mich besucht und mir sogar was zu Essen mitgebracht. Somit war ich wieder mal beschäftigt und hatte einen netten Abend. Morgen geht es dann wieder rechtzeitig raus. Habe die Frühschicht an der Tanke, von 7:00-13:00 Uhr. Gute Nacht zusammen. Smile
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#8
Hallo Legan,

ich kann dir von mir bestätigen, dass es solche "harten Tage" gibt und weiter gebene wird. Ich habe leider nach 13 Tagen "kapituliert", weil ich den mir selbstauferlegten Druck nicht stand gehalten habe. Danach habe ich mich total mies gefühlt und mich in der Ausrede geflüchet, dass ich ja nur die Pornos nicht mehr schauen will - ob das der richtige Weg ist oder nicht, darüber wurde hier schon viel diskutiert und besprochen (http://www.porno-sucht.com/forum/showthread.php?tid=944)

Ich wünsche dir viel Kraft und Motivation, dass du besser bist als ich und durchhalten kannst. Dadurch werden die schwierigen Tage zwar nicht leichter, aber deine Gesundung wird bestimmt schneller vorran schreiten als bei mir - und das wünsche ich dir, dass du wieder unbeschwert ein pornofreies Leben führen kannst
[img=0x60]http://porno-sucht.com/forum/nfc.php?da=nu&nfc=11804[/img]

Seit 07.09.2016 ohne Pornos (275 Tage + Countertage)
Seit 09.06.2017 "Aufräumen" (Countertage)
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#9
Hallo ralflinden,

danke für deinen Betrag. Auch heute habe ich einen harten Tag hinter mir gehabt. Undecided Allerdings wurde ich nicht mit Bildern bombadiert, sondern ich war den ganzen Tag über einfach nur erregt. Ich werde meinen Counter resetten, auch wenn das eigentlich nicht nötig ist. Ich bin heute nämlich nur in den Soft-Modus gegangen und habe mich OHNE Pornos selber befriedigt. Was natürlich auch nicht mein Ziel war, aber naja... Ich sage zu anderen, sie sollen nicht so hart zu sich selber sein, dann werde ich es auch nicht mit mir selber sein. Blush

Ich bin trotzdem stolz, dass ich es ohne Pornos gemacht habe. Das hatte jedenfalls zu Folge, dass ich keine Schuldgefühle habe. Dieses Gefühl der Enttäuschung ist einfach zu unangenehm. Das könnte, nehme ich jedenfalls stark an, auch der Grund dafür sein, dass ich keine Pornos angeschaut habe. Mein Unterbewusstsein weiß einfach durch die vergangenen Rückfälle, wie mies das sein kann. Und das schreckt ab. Dazu kommt dann noch der Gedanke, dass ich nie realen erfüllenden Sex mit einer Frau haben kann, wenn ich nicht mit PMO aufhöre.

Ich bin lediglich ein bisschen mürrisch, dass ich mich angefasst habe. Aber das ist ok. Heute war ich nicht gut drauf. Es war auch irgendwie Chaos in der Wohnung und ich lag wieder auf meiner Schlafcouch, obwohl diese nur noch als Schlafplatz dienen sollte. Da muss ich besser aufpassen. Vielleicht hätte ich mich doch aufraffen und aufräumen sollen, dann bin ich auch nicht so gedankenverloren und die Erregung nimmt nicht die Überhand.

Ich habe auch das Gefühl, dass ich immer noch zu viel Zeit vor dem Laptop verbringe, gerade wenn es wie heute wieder schlechtes Wetter ist.

Nun ja, ich bin nach wie vor motiviert. Jeder pornofreie Tag ist ein guter Tag! Und ich werde nun weiter daran arbeiten, mich nicht anzufassen, auch wenn es schön ist, wie ich wieder gemerkt habe. Sogar mit eigenem Kopfkino. Aber ich möchte am liebsten mich so unter Kontrolle haben, dass ich den Hard-Mode konstant halten kann. Irgendwie muss es doch funktionieren, diese sexuelle Energie im eigenen Inneren zu kanalisieren und im Körper zu verteilen. Ich bin mir sicher, dass das irgendwie geht. Vielleicht mit noch mehr Sport oder Meditation. Ich forsche weiter nach. Gute Nacht, Leute. Wink
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#10
Hallöchen. Ich melde mich auch mal wieder. Wink Die letzten Tage ging es mir sehr gut und ich habe so gut wie keinen inneren Drang verspürt PMO zu betreiben. 
Gestern allerdings, wurde ich unerwartet unruhig und erregt, weil ich kurz die Hand in der Hose hatte. Ist eine stark verankerte Angewohnheit von mir, die mir wieder aufgefallen ist. Gerade wenn ich auf dem Sofa liege und entspanne, rutscht mir die Hand manchmal schneller in die Hose, als mir lieb ist. Kennt ihr das zufällig? Confused 
Und nach fast zwei Wochen aktiver Enthaltsamkeit reagierte mein Gehirn dabei mit einem spontanen Dopaminschub. Echt unglaublich, wie solche kleinen Angewohnheiten mich so triggern können. Da war es wieder, das Herzklopfen, der Drang, das Zittern, der pulsierende Penis.

Gestern Nachmittag und Abend war es somit sehr schwierig für mich. Schlafen konnte ich auch nicht mehr, war bis fast 2:00 Uhr wach, wegen dem ganzen Dopamin im Blut. Doch es ist nicht zu einem Rückfall gekommen. Es war letztendlich nur der Soft-Modus, mit einem sehr hinausgezögerten Orgasmus. Schwein gehabt.  Rolleyes  Ich habe tatsächlich überlegt mir Schweinkram anzusehen, aber ich habe mich sehr gut darauf konditioniert es nicht zu tun. Ich habe in den ganzen Tagen schon eine kleine Abneigung entwickelt und ich hoffe, dass sie noch größer wird. Ich bin, was das angeht wirklich stolz auf mich. Die kalten Duschen erhöhen wirklich die Willenskraft und Disziplin!

Ich werde trotzdem den Counter morgen früh auf 0 zurücksetzen. Ich bin da sehr streng und ich diskutiere auch nicht mit mir selbst. Ich werde meinen Reboot komplett im Hard-Mode durchziehen, 90 Tage lang. Ohne Pornos, ohne zu masturbieren, ohne Orgasmus.

Erste Etappe sind also wieder 3 Tage, dann 7, dann 14.
Aktuell waren es 11 Tage, die mir wirklich sehr gut getan haben. Smile

Für die nächsten Tage habe ich mir auch einen neuen Plan überlegt, bzw. es ist eigentlich mein neuer Lebensstil. Denn es reicht meiner Meinung nach nicht aus, sich nur von den Pornos fernzuhalten. Es muss ein Prozess des Umdenkens im eigenen Kopf stattfinden. Und diese Veränderung sollte auch nach Außen hin sichtbar sein. Und das wird sie auch, so oder so. Ich kenne viele Personen, die behaupten, dass NoFap ihr Leben vollkommen verändert hat und sie sich selber nicht wiedererkannt haben. Und das möchte ich auch. Weg von Depressionen. Weg von Trauer, Faulheit, sozialer Abschottung und erektiler Dysfunktion...in ein neues Leben!

- Meine Erregungsauslöser (Trigger) herausfinden und diese vermeiden
Das sind besonders meine Gedanken, Gefühle, mein Verhalten und meine Angewohnheiten. Denn jede Erregung löst den Drang nach Masturbation aus und bewirkt einen kleinen Dopaminschub. Das möchte ich vermeiden, damit das Gehirn sich neu strukturieren kann.

- Meinen Zugang zu pornografischem Material begrenzen
Ich habe nur durch das Laptop und das Handy Zugriff auf Pornos. Auf dem Laptop ist bereits alles gesperrt, der guten K9 Webprotection sei dank! Fürs Handy habe ich seit gestern endlich eine geeignete Methode gefunden: einen Applocker, dessen Passwort nur mein Bruder hat. Ich habe keinen Zugriff auf einen Browser und keine Rechte, um etwas am System oder an den Apps zu verändern.

- Sex-Gegenstände verstecken
Bei mir sind es vor allem der Penisring und ein Haufen Kondome. Diese habe ich erstmal in einen kleinen Beutel in meinem Schrank verfrachtet, wo ich sie im Alltag nicht sehe.

- Mich mit anderen Dingen beschäftigen
Ich versuche Tag und Nacht so beschäftigt wie möglich zu sein und meine Gedanken auf Tätigkeiten zu konzentrieren, die meine sexuelle Fantasie nicht anregen. Ich konzentriere mich besonders auf meine Freizeit, aber auch auf meine Pflichten in der Schule und auf Arbeit.

- Aktiv Sport treiben
Seit ich mit NoFap begonnen habe, spüre ich, wie meine Lebensgeister zurückkommen und ich wieder Lust habe nach draußen zu gehen. Vor meiner Einsicht, dass ich süchtig bin, litt ich unter Gefühlsschwankungen, depressiven Schüben, war oft traurig und schirmte mich in meiner Wohnung von anderen ab. Das ist nun besser geworden. Ich gehe nun mehrmals die Woche laufen und mache es auch weiterhin.

- Mein Schlafumfeld kontrollieren
Ich habe noch vor einigen Wochen viel Zeit in meinem Bett verbracht. Ich habe dort gegessen, gelesen oder gezockt. Nun stehe ich jeden morgen sofort auf, mache mein Bett und lege mich nur noch zum Schlafen hinein. Den Rest des Tages verbringe ich stehend oder sitzend. Das tue ich solange, bis ich wirklich müde bin.

- So oft wie möglich auf Klo gehen
Ich sorge dafür,dass meine Blase so leer wie möglich ist. Der Drang zu urinieren kann vom Körper als Drang nach Sex/Masturbation miss gedeutet werden. Ich gehe direkt vor dem Zubettgehen und nach dem Aufstehen auf die Toilette. Auch wenn ich den kleinsten Drang zu urinieren verspüre, erleichtere ich mich so schnell es geht.

- Kalt duschen
Mein Geheimtipp! Am Anfang kostet es sehr viel Überwindung aber mit der Zeit wird es zur Gewohnheit. Gehst rein, duscht dich 2-3 Minuten kalt ab und gehst wieder raus. Spart Wasser und Zeit. Zudem regt es die Durchblutung an, verbessert das Hautbild, ist gesünder für die Haare und stärkt die Willenskraft und das Selbstvertrauen. Am Morgen der Muntermacher schlechthin. Probiert es aus. 


Morgen geht es also wieder los mit Tag 1. Die kommende Woche sollte ich spielend leicht überstehen. Ich fahre nämlich auf Klassenfahrt. Ich erstatte euch nächsten Sonntag Bericht. Bis dahin.  Cool

Stay strong,

Legan
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