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Dritter Anlauf
#1
Hallo Leute,


ich bin nun fast ein Jahr in diesem Forum angemeldet und was soll ich sagen: in den letzten Wochen ist das PMO Problem so drastisch wie wahrscheinlich noch nie. Ich zähle die Häufigkeit pro Tag gar nicht mehr mit. Es vergeht kein Tag an dem ich es ohne aushalte, es ist eben zum täglichen Begleiter geworden und dient der täglichen Endorphinausschüttung. Es ist nicht so, dass ich keine anderen Perspektiven im Leben hätte. Ich studiere, treibe viel Sport und musiziere auch. Auch wenn letzteres in letzter Zeit etwas zu kurz kam, aber Studium geht nun mal vor, wo wir auch schon beim Thema sind. Ich habe mich diese Semester wirklich zu den Veranstaltungen gequält. Ich hatte mit körperlichen Beschwerden wie Blähungen zu tun, die einfach nicht weggingen. Ich legte meinen ganzen Tag darauf aus, meinen Magen so gut es ging zu schonen. Aber letztendlich half es nur bedingt. Das ganze wurde dann immer mehr zu einer Art Phobie. Mittlerweile bin ich wieder da angelangt, wo ich vor gut 2 Jahren schon mal stand. Jeden Tag mehrmals Panikattacken inkl. Magenknurren und Grummeln und Schweißausbrüchen. Morgen würde eine Klausur anstehen, aber ich würde so sehr unter Druck stehen, dass ich mich nicht richtig konzentrieren könnte. Ich würde mir damit wahrscheinlich ins eigene Fleisch schneiden. Dementsprechend schiebe ich es auf, habe mehr Zeit zum Lernen und gehe in die Nachprüfung (auch wenn ich das nur mit ein wenig Mogeln schaffe).
Ich schäme mich selber dafür, aber jeder ist nun mal um seines Vorteils Willen bedacht und da bin ich gewiss nicht der Einzige.
Bevor ich noch weiter abschweife wieder zurück zum Thema. Ich denke, dass ein großer Teil meines gesamten Problems das PMO ist. Ich habe es lange Zeit sehr gut versteckt halten können. Mein zweites Masturbations-Ich quasi von meinem realen Ich zu trennen. 12 Jahre geht das nun schon und es ist nie Jemanden aufgefallen. Doch es kann so nicht weitergehen. Ich habe Ziele im Leben, die ich mit diesem Anhängsel nicht erreichen werde. Ich merke es selber: wenn ich mir am Freitag vornehme nächsten Tag erst aufzuräumen und dann zu lernen, kommt am Samstag Morgen der erste Gedanke an die Pornoseiten etc. "Man könnte ja mal nachschauen" und aus Nachschauen wird dann mehr und der Tag ist dahin, weil man jegliche Motivation verloren hat.

Es klingt jetzt drastischer als es wahrscheinlich ist. Klar hab ich es schon geschafft Texte zu lesen und zu lernen. Aber es hat einfach ewig gedauert und war nicht effizient, da es ständig von Masturbationspausen unterbrochen wurde.

Ich setze mir jetzt mein erstes realistisch umzusetzendes Ziel:
Ich muss noch bis Freitag eine Hausarbeit schreiben, bei der ich ziemlich unter Druck stehen werde und von Heute auf Morgen nicht einfach so aufhören kann.
Deswegen lautet meine Mission bis kommenden Montag 0:00 Uhr meine Wohnung vollkommen aufgeräumt zu haben, meinen Kühlschrank mit gesunden Lebensmitteln gefüllt zu haben und meine Wäsche zum Teil gewaschen zu haben.
Denn das soll die Grundlage sein, um mein Ziel "PMO-frei" zu werden umzusetzen.

Ich habe noch einiges mehr was ich los werden möchte, aber dann wird der Text zu lang und es soll ja auch noch was für die anderen Tage übrig bleiben Wink
Als kleine Anmerkung für mich selbst wird es in den nächsten Einträgen darum gehen, dass ich eine Frau kennengelernt habe, die es mir angetan hat und darum dass ich vermute den Grund meines Übels zu kennen, warum es so gekommen ist, wie es nun der Fall ist.
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