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#21
Liebe Adele,

Schön, dass Du mir schreibst.
Marlene, Du und ich haben heute Nachmittag sogar zeitgleich geschrieben! Smile 

Es tut mir leid, Dass Du so ein Trauma davongetragen hast.  

Auch ich kann Dir leider nicht sagen, ob Dein Mann lügt oder nicht.

Was sagt Dir Dein Gefühl? 
Ist Dein Mann reflektiert und ehrlich zu Dir?

Ich hab damals ja auch "Hurentests" gefunden, aber auch noch paar mehr Hinweise...
Eine Google Maps Suche mit einer Privatadresse in einem speziellen Viertel der Stadt und auch eine höhere Bargeldabhebung vor Ort.
Er hat mir dann erzählt, dass er sich dort mit einem Ebay-Verkäufer getroffen hat.
Und er kam wirklich in diesem Zeitraum mit einem neuen Ersatzteil für sein Motorrad nach Hause.
Das perfekte Alibi.
Ich hatte zwar große Zweifel an dieser Geschichte, aber keine Gegenbeweise mehr...
Diese Adresse war ein Wohnhaus.
Hätte ja auch stimmen können!?
Rückblickend war ich zu naiv.

Ich hätte es eigentlich danach nie mehr wirklich herausfinden können, wenn er es mir nicht selbst gebeichtet hätte...
 
Aber Adele, meine Geschichte muss ja nicht Deine sein.

Vielleicht war er ja wirklich ehrlich?
Er bemüht sich doch anscheinend echt gerade.
Was lässt Dich so zweifeln?
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#22
Guten Morgen Susan,

ins Zweifeln komme ich sehr schnell, dazu bin ich von ihm einfach zu oft belogen worden. In puncto Hurenbesuch hatte ich ihm anfangs gesagt, dass ich ihm nicht glaube. Erst mit diesem Forum hier wurde mir klar, dass es schon Männer gibt, denen die Hurenphantasien plus Porno ausreichen und die es nicht real ausleben müssen. Die Unsicherheit kam erst wieder durch Deine Geschichte. Wie würde es mir gehen, wenn er heute mit der Beichte rausrücken würde? Aber es spielt vermutlich auh keine Rolle, zumindest im Kopf gab es diesen Betrug und das ist schlimm genug.
Du schreibst über die Rückfälle, da möchte ich gern noch anknüpfen:
Als ich seinen Konsum herausfand, setzte ich ihm ganz klare Grenzen und wir machten folgendes aus:
1. Er muss eine Traumatherapie machen, damit seine grauenhaften Kindheitstraumata verschwinden können
2. Keine Pornos ohne mich (damals wußten wir ja noch nicht, dass es sich um eine Sucht handelt und ich dachte, wir schauen dann eben 1 x die Woche Porno zusammen. Der Punkt wurde später umgewandelt in 'Keine Pornos mehr')
3.Wir schlafen wieder miteinander
4. Absolute Offenheit, was gelaufen ist
5. Keine Lügen mehr
6. Alternativen entwickeln, das Leben wieder füllen

Es lief dann auch eine Zeitlang ganz gut. Er erzählte immer mehr davon, was war. Leider verheimlichte er lange Zeit, dass er vor allem in der Arbeit konsumierte, das erzählte er erst spät. Punkt 4 war also immer schwierig zu realisieren. Ein halbes Jahr nach der Entdeckung ging es mir auf einmal wieder viel schlechter, eine Panikattacke jagte die andere. Ich spürte, dass da was war. Da gestand er mir, dass er ein paar Mal rückfällig geworden sei. Er habe Pornos geschaut, ohne dabei masturbiert zu haben. Da wußte ich, es ist eine Sucht.
Seitdem löscht er seinen Verlauf nicht mehr auf dem PC und ich darf/soll regelmäßig reinschauen. Mir fielen bisher 3 Rückfälle in alte Muster auf, die aber erstmal recht harmlos klingen:
1. Ein Zeitungsartikel über eine teure Edelhure
2. Hatte ich mir neue Dessous im Internet gekauft und anhand der Rechnung recherchierte er dort auf der Homepage (aber nicht, um mir etwas zu kaufen ,-)) und schaute ein paar Artikel durch.
3. Erst letzte Woche schauten wir eine harmlose Netflixserie. Er recherchierte zu einer der Schauspielerinnen. Keine Pornos, aber doch Wikipedia und Google Fotos.

Jedesmal bekam ich wackelige Knie und war völlig verzweifelt, obwohl es doch harmlos klingt und er sich 'überhaupt nichts dabei gedacht' hat. Es geht aber darum, dass unsere Männer Achtsamkeit lernen. Nicht in Fallen zu tapsen, die überall herumliegen. Sich selbst zu schützen und damit nebenbei auch uns Ehefrauen.
Gerade, wenn es bei ihm Streß auf der Arbeit gibt (was früher oft der Auslöser für Konsum war) bin ich alarmiert und habe Angst vor einem Rückfall.

Ich bin mir sehr sicher, dass mein Mann nur durch meine ganz klare Haltung Einsicht gezeigt hat. Für mich war klar, dass ich ich mich trennen würde und weit wegziehe. Das hat gewirkt. Mittlerweile macht er die Therapie, weil er ein freier Mensch sein will und nicht mehr nur, damit ich ihn nicht verlasse. Ich kann Dir nur raten, sei klar und konsequent mit Deinem Mann. Keine leeren Drohungen, er muß wissen, wie ernst es Dir ist- bei aller Liebe, die Du für ihn fühlst.
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#23
Oh nein... ich wollte nicht den Stein wieder ins Rollen bringen...
Das tut mir leid!  Sad

Aber ich verstehe Dich so gut!
Es gibt bestimmte Paralellen zwischen unseren Geschichten und Du zweifelst wieder.
Aber der einzige, der Dir diesen Zweifel nehmen kann, ist Dein Mann ganz allein.

Was sagt Deine Intuition? 
Gibt es noch irgendwelche Hinweise zu Prostituierten -  außer die Suche danach? 

Was sagt denn Dein(e) Therapeut(in) dazu?
Oder die Paartherapie?
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