Umfrage: Ist NoPorn und NoFap unbedingt notwendig?
Ja, nur Beides führt zum Erfolg
Ja, weil das Fappen mein Trigger für Porn ist
Nein, ich mache 100% NoPorn - aber (gelegentlich) SB
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NoPorn und NoFap - immer die Beste Entscheidung?
#1
Ich möchte hier ein paar meiner Gedankengänge zum Thema "Selbstbefriedigung während des Pornoentzugs" niederschreiben. Es sind keine allgemein gültigen Informationen, sondern einfach nur das, was ich festgestellt habe und wie ich mich dabei fühle.

Zunächst sei gesagt, dass ich mich schon sehr früh begonnen habe zu befriedigen. Anfangs war es mir nicht bewusst, dass es schon Masturbation war, aber wenn ich mich auf dem Bauch legte und an einem Kissen rib und und die schönen Gefühle genoß, dann war es dass - auch wenn ich erst 9 oder 10 war.

Erst mit meinem erstem Samenerguss als Folge der manuellen Stimmulierung wurde mir dann bewusst, das ich mich "selbstbefleckte" (damals ein Ausdruck, der gebraucht wurde - "Selbstbefleckung"). Als Resultat habe ich danach jegliche Ejakulation als "Sünde" angesehen. Das lag auch daran, das meine Eltern mir das verboten hatten.

In Folge dessen habe ich sehr oft nach der Masturbation ein schlechtes Gewissen gehabt. Auch der Umstand es heimlich zu machen und alle "Beweise" verschwinden zu lassen, habe einen gewissen negativen Druck dabei aufgebaut.

Auf der einen Seite wollte ich mich streicheln und das schöne Gefühl spüren. Auf der anderen Seite durfte es niemand erfahren, da es nur Bestraffung gegeben hätte. So wurde ich in meiner Jugendzeit immer raffinierter, was das "Verheimlichen" meiner Sexualität anging. Trotzdem versuchte ich damals schon, es vollständig zu lassen. Aber länger als 3 oder 4 Wochen habe ich das nie geschafft - auch als ich so eine Art Tagebuch führte um meine Erfolge zu sehen.

Hinzu kamen noch die Selbsttäuschungen wie: Wenn ich nicht ejakuliere, dann ist es ja gar keine richtige Masturbation gewesen. Das führte wiederrum dazu, dass ich mich beim befriedigen unter den Druck setzte, nicht zu weit zu gehen - nämlich bis zum Orgamus.

Letztendlich bedeutet das für mich: Jegliche Masturbation ob mit oder ohnne Höhepunkt, hatte bis vor kurzem noch eine sehr negativen Auswirkung auf meine Gefühlswelt. Denn immer noch war es für mich etwas "verbotenes", besonders, weil ich mittlerweile ja verheiratet bin.

Heute sehe ich das viel feiner und positiver.

Noch vor kurzen habe ich immer nur dann es als Selbstbefriedigung gesehen, wenn ich auch zum Orgasmus gekommen bin. Dabei war es dann egal, ob es in einem Stück passierte oder durch Pausen unterbrochen war.

Mittlerweile werde ich feinfühliger, was das Thema angeht. Ich trenne das eine von dem anderem. Nur wo ist der Schnitt? Ab wann gestehe ich mir ein, das ich masturbiert habe?

Ich denke es kommt auf den Begriff an, den ich verwende. Wenn ich davon spreche, das ich mich befriedigt habe, dann ist für mich damit natürlich gemeint, das ich mich solange stimmuliert habe, bis das Befriedigungsgefühl da ist. Ob das nach einem oder mehreren Orgasmen der Fall ist, ist dann unerheblich. Aber es macht klar, dass ich mich auf eine Weise sexuellen Reizen ausgesetzt habe, die natürlich von manuellen und direkten Reizen am Penis begleitet werden.

Anders sehe ich das bei dem Wort "Masturbation". Da mag es schon ausreichen, dass ich mich nur stimmuliere. Dabei muss es gar nicht soweit gehen, das ich mich frei mache oder sonst wie die Erregung für mich steiger. Hier reicht es doch schon, wenn ich mich am Penis streichel oder reibe, um mir Lust zu verschaffen.

Nur wie sieht es dann aus, wenn ich z.B. durch mein Beckenbodentraining eine Erektion bekomme und evtl. noch soweit erregt werde, dass ich Vorejakulat produziere, dass dann austritt? Ist diese spontan enstehende Erregung dann schon Masturbation oder ist es eher eine körperliche Reaktion?

Das gleich gilt, wenn ich mich mit anderen z.B. per Mail austausche und dabei erregt werde. Ist das dann auch schon Masturbation? Oder beginnt die erst dann, wenn ich bewusst meine Hand einsetze um die Erregung noch zusätzlich zu steigern?

Klar ist das reine Wortglauberei. Aber das ich mir überhaupt anfange darüber Gedanken zu machen, zeigt mir, das mein Gehirn immer sensibler auf solche Themen reagiert und viel feinere Abstuffungen hinterfragt. Und das sehe ich als ein Ergbeniss meiner Enthaltsamkeit gegenüber den Pornos. Mein Gehirn wird langsam frei und arbeitet bei sexuellen Themen wieder normaler.

Darum habe ich auch das zählen von "Orgasmusfreie Tage seit" oder "letzte Masturbation am" auch komplett eingestellt.

Langsam scheine ich zu verstehen und zu lernen, dass nicht der Orgasmus (beim Sex oder durch Masturbation) die Befriedigung ist - sondern das ganz andere Gefühle und ähnliches schon reichen um sich "befriedigt" zu fühlen. Mein Motto lautet: Mach das, was für dich angenehm ist - nicht mehr und nicht weniger - denn dann fühlt es sich gut an und befriedigt wirklich.

Im Moment habe ich 2x die Woche Lust auf Selbstbefriedigung. Diese Lust lebe ich aus - mal mehr mal weniger. Dadurch entsteht kaum noch ein "Druck", denn ich anders kompensieren muss (z.B. durch Pornos ansehen). Ich werde meine zurückgewonnene Sexualität weiter hin genießen und Freude daran haben.

Nun bleibt die Frage: Wenn man von Pornos loskommen will, muss man dann auch auf Masturbation verzichten? Schließt das eine das andere komplett aus?

Ich für meinen Teil muss sagen, dass ich im Moment ein sehr entspanntes und ausgeglichenes Leben führe, seit dem die Selbstbefriedigung einen gewissen Platz in meinem Leben hat. So wie das Liebesleben in einer normalen Beziehung einen gewissen Platz hat und es nicht "schädlich" ist, so sehe ich das mit der Autoerotik ähnlich: So lange kein zwanghaftes Verhalten ensteht, ist nichts gegen gelegentliches Befriedigen einzuwenden.

Im Verlauf meines Pornoentzugs habe ich 3 oder 4 Phasen gehabt, wo ich erneut die Situation hatte, das "Selbstbefriedigung ein Rückfall ist". Die Tage danach waren die Katastrophe für mich, weil ich mich als Versager gesehen habe. Heute ist das nicht mehr der Fall. Ich sehe solche Momente sehr entspannt entgegegn - ja, ich freue mich regelrecht drauf, dass ich die Zeit dazu habe und nehme mir sie dann auch. Trotzdem habe ich keine Pornos mehr angesehen, seit über 200 Tagen. Darum werde ich für mich dieses auch weiter zu pflegen und mit ab und zu Freude bereiten.
[Bild: nfc.php?da=nu&nfc=11804]

Seit 07.09.2016 ohne Pornos (275 Tage + Countertage)
Seit 09.06.2017 "Aufräumen" (Countertage)
Antworten
#2
Je lockerer  du damit umgehen kannst,umso mehr hast du es wohl im Griff bzw umgekehrt vom Ursache-Wirkungs-Verhältnis.

Bei mir ist das so: Seit langer Zeit  schau(t)e ich Pornos zum Masturbieren. Das ging also quasi Hand in Hand. So eine Session habe ich oft ausgedehnt auf sechs Stunden, um mal eine Zahl zu nennen. In der Zeit habe ich immer wieder masturbiert, also gewedelt ohne zu kommen, und dabei Pornos  gesucht, runtergeladen usw usw. Ich hab immer runtergeladen und dann durchgeskipt und die besten Filme und Stellen in Mediaplayern geöffnet, sodass ich dann bis zu 45 Player  offen hatte. Dann kam ich dazu am Ende - gerade die letzten Jahre war das gar nicht besonders toll.
Da für mich also Masturbation die länge Zeit mit Pornos schauen verbunden war, und ich das ja schon ziemlich lange nicht mehr wollte, hatte Masturbation bei mir auch eine Art Schuldgefühl ausgelöst.
Also das heißt, dieses "saubere" kurze fünf bis zehn Minuten wedeln und kommen hatte ich kaum. Wenn es mal so war, ahbe ich mich für die nie geschämt, denn die hielt/halte ich für die gesunde Variante.

Jetzt mache ich es so: Pornos schaue ich nicht mehr. Das ist schon mal ein Schritt. Wedeln mache ich noch oft, bestimmt häufiger als hier üblich.
Deine Unterscheidung ist ganz interessant, denn mein bestes Stück in der Hand habe ich ziemlich oft. Ich packe ihn aber jetzt  öfter nach ein paar Minuten wieder ein. Jemand aus einem anderen Forum sagte mal, er ist ein bissel wie Al Bundy, kaum zuhause, gleich die Hand in der Hose. Das trifft es ganz gut.

Also um auf dein Post zurückzukommen: Ein wenig unterscheide ich da auch, was das Gefühl angeht bezüglich wedeln. Solange ich keine Pornos schaue reduziert sich das schonmal vergleichsweise deutlich. Und ich finde es immer noch zu viel, aber es  wird weniger.

Das mit der Katastrophe kann ich absolut nachempfinden. Interessant zu wissen, dass du sogar so sicher wirst, dass du damit so umgehen kannst. Das kann ich mir gerade noch nicht erlauben.

Wofür  ist das Beckenbodentraining?  Wird der schlapp wenn man sich zu lange und oft selbstbefriedigt, oder machst du das nur einfach so?


Bevor ich am 11.02. mit den Pornos gebrochen hab, hab ich November 2017  mal relativ lang nicht gewedelt, aber Pornos geschaut. wohl weniger in dem Zeitraum,  aber umgekehrt zu jetzt lag  da der Schwerpunkt darauf, dass die Null beim wedeln steht und nicht bei den Pornos.
Da haben mir echt sechs Tage lang die Eier richtig weh getan, als ob da ein Knoten drin wäre.

Was mich im Moment etwas stört, ist diese sexuelle Lustlosigkeit. Also normale sexuelle Lustlosigkeit in Bezug auf richtigen Sex kenne ich ja, aber halt auch jetzt auf Pornos schauen und wirklich Lust auf wedeln hab ich auch nicht. Das ist nun auch kein toller Zustand.
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