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Ist mein Partner Pornografie süchtig? Ich brauche Hilfe
#11
Liebe Jenny,

ich Frage mal ganz provokativ:

Wenn er der perfekte Mann ist, warum bist Du hier? Ertrage doch einfach seinen Empathieverlust, seine Abgrenzungen für alles Andere, was er Dir Positives bietet.

Du sucht nach Argumente für ihn, weil Du das Szenario der Trennung verdrängen willst. Das ist normal.

Problem ist, dass er Dir noch viel mehr antun kann und Du wirst immer noch sagen, er ist aber doch sonst perfekt.

Ich versuche es mal mit einem extremen Beispiel.

Stell Dir vor, Dein Freund wäre genau so wie er jetzt ist, würde keine Bilder schauen, ihr hättet tollen Sex aber Du wüsstest, dass er ein Mörder ist. Wäre er dann perfekt? Würdest Du bei Ihm bleiben? Hättest Du keine Angst, dass er vielleicht auch Dich eines Tages umbringt?

Ich weiß, dass ist krass und furchtbar und gottseidank nur Fiction.

Es zeigt Dir aber eines. Er ist nicht perfekt und seine tolle Art in vielen Bereichen reicht nicht aus, dass Du seine Pornosucht ertragen kannst.

Du weisst, dass er seine Grenzen immer mehr erweitern wird. Genau das, was vor fünf Jahren zur Trenung geführt hat, tolerierst Du nun. Was tolerierst Du noch, Fremdgehen, Gaffen auf der Strasse, Jobverlust wegen Antriebslosigkeit, seine vielleicht abnehmende Empathie, wenn er immer weiter konsumiert. Es liegt an Dir!

Leider glaube ich aktuell, dass Du eine der Frauen bist, die bei ihm bleiben wird, zumindest bis es an einen Punkt kommt, bis es kippt. Ich wünsche Dir, dass es hoffentlich ohne bleibenden Schaden für Dich bleiben wird.

Aber eines muss ich Dir noch sagen. Du verschwendest die beste Zeit Deines Lebens und das ist unwiederbringlich.
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#12
Hallo schokoprinz,
Krasse aber ehrliche Worte. Musste ich tatsächlich etwas drüber nachdenken.
Du hast schon recht, ich kann ihm nicht alles durchgehen lassen nur weil er ansonsten ein lieber mann ist.
Der Grund warum ich mich hier angemeldet habe ist das ich leide und natürlich gerne mal eure Meinung hören wollte. Es tut mir auch gut hier Gedanken auszutauschen. Vielen Dank an euch alle für die ehrlichen Antworten.

Natürlich hast du recht und ich möchte eine Trennung umgehen und stattdessen mit ihm daran arbeiten.
Wir haben nun viele Gespräche geführt und er bespricht das Thema mit einem Freund welcher ähnliches erlebt hat. Ich habe das Gefühl er versucht es zu begreifen und an sich zu arbeiten.
Seit 4 Tagen hat er kaum noch das Handy in der Hand wenn ich bei ihm bin, zumindest vll ein kleiner Fortschritt. Er weiß das er mich verletzt und das ich ohne Änderung gehen werde.
Ob es klappt ist fraglich und ich habe hier ja schon viel von rückfällen gelesen. Ich bin bereit das mit ihm durchzustehen, wichtig ist doch der Versuch.
Für mich muss ich meine Grenzen setzen und durchsetzen, das habe ich verstanden. Auch wenn das nicht einfach ist.
Es ist zum Glück so dass ich finanziell nicht abhängig bin und jederzeit gehen könnte. Mich selbst zu überzeugen das die Trennung der beste Weg ist und das auch durchzuziehen ist das schwierige für mich. Eine Trennung Trott Liebe ist nicht einfach. Ja ihr habt alle recht ich muss auf mich achten und die Zeit die ich habe genießen.
Ein langer, harter, steiniger Weg.
Wie gesagt ich denke das könnte ich nur wenn ich für mich erkennen kann, dass ich alles versucht habe, die Begehung zu verbessern. Ich würde mich sonst immer fragen ob ich hätte mehr tun können.
Vll geht es allen Frauen in dem forum so.....
LG Jenny
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#13
Hallo Jenny,

Du hast verstanden, was Du tun musst. Das ist gut!
Wichtig ist, dass Du Dir von ihm nicht einreden lässt, dass das Problem bei Dir liegt.

Bleibe klar und setze trotz Liebe Grenzen, die Du nicht aufweichen lässt.

Ich bin gespannt, wie es weiter geht.
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#14
Es muss ihm auf alle Fälle klar werden, dass er ein Suchtproblem hat. Nicht nur eine "schlechte Angewohnheit" oder dergleichen.
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#15
Hi Jenny,

er ist respektlos - was macht er da, und auch noch VOR DIR???!!!

Und er schiebt dir die Verantwortung in die Schuhe, dass du zu eifersüchtig wärst. Du arme! Zieh dir ja nicht diesen Schuh an!

Glaube mir, das wird nicht besser. Ich habe es gerade 28 Jahre lang mitgemacht, da ich nun (recht spät, denn die Hoffnung hat ab und an Tendenzen, recht zählebig zu sein) klare Grenzen gesetzt habe - ich lasse mich nicht mehr einlullen - , will mein Göttergatte heute ausziehen. Und lässt mich mit dem Chaos hier (eine kleine Firma hatten wir zusammen) und einem seit 20 Jahren ihn nicht mehr interessierendem Haus im Stich. Das Haus sieht dementsprechend aus. Ich bin übrigens schuld, dass er nicht mehr daran gemacht hat, wer sonst.

Ich hatte ihm gesagt, da wiederholt Pornos liefen, die er seit 16 Jahren angeblich nicht mehr gucken will - so versprach er es hoch und heilig, dass er sich mit seinen Pornos zum Teufel scheren soll - meine Worte waren wohl zu hart für ihn, und er will nun die Beziehung beenden, als wäre nicht ICH diejenige, die den Grund dafür hätte. Bei diesem "Benehmen". 

Leider gab es bei uns außer halbjährlichen Versöhnungsintimitäten gar nichts mehr, keine Romantik, keine Zärtlichkeit, kein Interesse von ihm an mir. Kein Ausgehen, es war ihm alles zu langweilig und teuer und anstrengend und blablabla.

Meine in Worte gepackte Verzweiflung über den ganzen nervigen Zustand empfand er als lästig.

Er hat immer wieder genüsslich Pornos geschaut, anstatt sich im Haushalt zu beteiligen, auch als ich mit dem Wischmopp um seine Füße wischte,  - das habe ich aber erst hinterher mitbekommen. Sonst wäre der Lappen ev. vom Boden in die Luft geschnellt. 
Oder er stand am Abend aus dem Bett auf und ging noch mal Porno schauen. Oder ich kam ins Bett, und da lief noch ein Porno, während er schon selig schlief ... Das erste Mal, als ich DAS entdeckte, hat mir die Erkenntnis den Boden unter den Füßen weggezogen. Wir hatten doch herrlichen Sex, oder nicht?
Wir hatten damals 3 noch recht kleine Kinder. 
Er saß lieber mit Porno daheim, als mit uns ins Kino oder sonst wohin zu gehen. Stress und Streit, wenn er mal mitmusste, weil ich nicht jedes Wochenende allein mit den Kindern verbringen wollte.

Weißt du, was das mit einem macht? Du spürst es schon zur Genüge. Hochzeit, Kinder, das wird dich noch mehr in die Abhängigkeit treiben. Und nein, es wird NICHT besser.

Glaube mir, ich habe mir Jahrzehnte angetan voll Hoffnung und Liebe und Wunsch nach Veränderung. Etwas was dem Miteinander herauszuholen versucht. Stattdessen wurde es noch mieser.

Interessen hat er so gut wie gar keine. Keine Gespräche, die er führen will, er hat auch keine Freunde. Depression? Keine Ahnung, er REDET nicht mit mir darüber, wir reden eh wenig miteinander, da ihn meine Themen nicht interessieren und er keine hat.

Das wird schlimmer werden, er wird dich noch mehr abwerten. Egal, wie du aussiehst, wie erfolgreich du bist, was auch immer du tust... es wird nie genug sein. Nicht an Dir liegt das, sondern an ihm.

Mittlerweile denke ich, bei allem Verständnis für menschliche unvollkommene Verhaltensweisen, die wir alle haben (dürfen), wer sich so benimmt, hat sie nicht mehr alle. Und zwar gewaltig. 

Es ist vergebene Liebesmüh. Er WILL so sein.

Sucht hin oder her, man kann sich entscheiden, ob man ein guter oder mieser Partner sein will. Und wer nicht stark genug ist oder gar nicht den Willen hat, seine Süchte zu bekämpfen bzw. diese unverhohlen auslebt, der ist halt zu schwach. 

Mittlerweile geht mir auch das SUCHT-Thema auf die Nerven. Süchte kann man abstellen, mit den Folgen selbiger seine Partnerin zu belästigen und die Liebe zur Sau zu machen kann ja wohl nicht wahr sein.
Ich schaue auf MEIN Prachtexemplar nur noch mit Verwunderung. ER ist zornig.  Big Grin  ER ist ZORNIG. Darauf muss man erst mal kommen.

Ich wünsche dir so viel Kraft!

Klopf dir auf die Schulter, du bist genau richtig, so wie du bist, er ist das Problem. Vergiss das nicht!

Und verliere bloß nicht den Stolz bzw. lege dir ein bisschen Arroganz zu. Erkenne, was er ist, wenn er das tut. 

PS: Ich schreibe selbst schon seit Jahren hier im Forum, habe Hilfe gesucht, Rat, habe verzweifelt nach einer Lösung gesucht, nur die liegt nicht in meinen Händen, so wie auch du gar nichts machen kannst.
Kopf hoch, Frauenpower (klatsch ab!)   Shy , pass gut auf dich auf

Liebe Grüße sendet Anna
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#16
Liebe Anna,

es tut mir leid was Du durchgemacht hast und durchmachst.

Ich hoffe für Dich, das es nun wirklich zu Ende ist und Du die damit verbundenen Herausforderungen meistern kannst.

Was Du schreibst ist wichtig für Jenny, weil Du es erlebt hast.
Es sollte für Sie eine Warnung sein, sich nicht einlullen zu lassen und ihrem Partner ganz deutlich zu machen, das er unter Bewährung steht und sie an sich gar nichts verändern muss.

Leider vermute ich, dass wir zunächst nichts mehr von Jenny hören werden. Sie sieht ja immer noch als den perfekten Mann an mit kleinem Makel.

Klar, soll sie ihm eine Chance geben, denn man kann es schaffen von Pornos wegzukommen. Ich habe es ja auch geschafft.

Aber bitte nicht 5, 10 oder wieviel Chancen auch immer, den jede Chance und jedes Scheitern, dass sie ihm vergibt, stärkt ihn in der Annahme, das seine Sucht ja gar nicht so schlimm ist und sie eh nicht gehen wird.

Sehr wichtig finde ich auch Deine Warnung eine Familie zu gründen, solange das Problem nicht wirklich gelöst ist.
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#17
Hallo zusammen,
Erstmal danke liebe Anna für deine Nachricht. Es ist schlimm zu lesen wie es dir ergangen ist. Das tut mir sehr leid und ich danke dir das du dein leid mit mir geteilt hast.
Ich habe mich jetzt einige Zeit nicht gemeldet weil ich mir sehr viele Gedanken um das mache was ihr alle mitteilt und habe versucht Gespräche mit meinen Partner zu führen, allerdings ist er nicht wirklich bereit hierzu.
Ich habe für mich die Entscheidung getroffen das ich noch ein letztes ernstes Gespräch mit ihm führen möchte und wenn er nach wie vor nicht einsichtig ist werden wir uns trennen. Das kommt sowohl von mir aus, als auch von ihm aus. Er sagte mir vor einigen Tagen das er keine Lust mehr auf Streit hat und daher wenig zukunft für uns sieht. Aktuell scheint es dass er seit zwei wochen viel nachdenkt und auch versucht was zu ändern. Neben mir schaut er nicht mehr nach anderen frauen. Zumindest ein Fortschritt. Ich warte Aktuell darauf das wir endlich ein klärendes Gespräch führen und sollte er nichts ändern wollen ich mich trennen werde, so weh es mir auch tut.
Ich bin dabei mich umzuschauen wie und wo ich mein Leben nach einer Trennung verbringen möchte, setze mich also mit dem Thema auseinander. Es gibt zwar nach wie vor immer wieder Tage an denen ich mich niemals trauen würde die Trennung anzusprechen, aber ich arbeite an mir.
Ich danke euch allen für das Kopf waschen und für eure Unterstützung. Es tut gut Gedanken und Erfahrungen mit euch zu teilen. Das hilft mir sehr gerade im Bezug auf meine eigene Wahrnehmung und auf mich zu achten. Ich treibe wieder mehr Sport und unternehme was mit Freunden, das tut sehr gut.

Mein partner ist sehr kompliziert und denke nicht ganz so schlimm wie manch anderee Mann hier. Er schaut mittlerweile selten pornos, das hat mich auch nicht wirklich gestört. Gestört hat mich das er jede freie Minute nutzt um sich Pornographische Bilder anzuschauen und in meinen Augen unser Sexleben darunter leidet. Er ist leider wenig empathisch und romantisch. Naja ich muss wohl aufhören mich zu fragen ob das normal ist oder ne sucht oder sonst was für Angewohnheiten sondern einfach meine Grenzen ziehen, ohne ständig zu denken vll bin ja doch ich das Problem.
Ich denke alle Frauen kennen diesen Kreislauf.
Ich hoffe ich schaffe es weiter an mir zu arbeiten und wenn es sein muss den Schlussstrich zu ziehen
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#18
Liebe Jenny,

gut, dass Du an dem Thema dran bist und auf eine Entscheidung drängst.

Wenn Du schreibst, dass er sagt, dass er keine Lust mehr hat auf Streit, dann lese ich daraus, dass er nicht wirklich das Problem erkannt hat, sondern Dir eigentlich sagt: „Gib endlich Ruhe, dann gehts weiter“

Traut er Dir zu, dass Du Dich wirklich von Ihm trennst? Von wem ging nach Eurem ersten Beziehungsaus die Initiative aus für den zweiten Anlauf?

Was in seinem Kopf vorgeht ist Spekulation, aber man kann offensichtlich erkennen, dass er die Freiheit wo und wann auch immer Pornobilder anzuschauen, höher einschätzt als die Beziehung mit Dir.

Vielleicht glaubt er auch, dass das was er sich anschaut die Realität ist und er ohne Dich das ausleben kann. Aber Pornos haben genau so wenig mit echter Sexualität zu tun wie Science Fiction Filme. Leider sieht das Gehirn das etwas anders. Getriggert von Dopamin Flashs verschwimmen Grenzen von Realität und Fiction.

Für das Gespräch mit ihm kann ich Dir nur wieder empfehlen, Dich nicht einlullen zu lassen. Du machst nichts falsch.

Bleib stark auch wenn es hart ist. Du liebst ihn noch aber bemisst den Wert seiner Liebe zu Dir niedriger als den Wert Pornos zu schauen. Das musst Du Dir immer vor Augen halten.
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